Songtexte

0-Erstes unsichtbares Whistle

1001 Nacht

Diese Nacht ist nicht für Diebe,
Die mir das Vertrauen stehlen.
Und nicht für die falschen Lieben
Die mir auf die Nerven gehen.

Diese Nacht ist nicht für Weiber,
Die so tun als ob, und dann ….
Nicht für merklich schlechte Heuchler,
die man darmwärts spüren kann.

Diese Nacht gehört den Echten
ehrlich angenehmen
Den im Zweifel noch Gerechten,
die mich in mir sehen.
Hinter mir stehen.

Hebt die Gläser, singt mit mir
Ein Hoch auf die Besten, jetzt und hier.
Heute ist 1001 Nacht
Eine so ganz für uns gemacht.

Diese Nacht ist nicht für Feige,
die mir in den Rücken fallen.
Und auch nicht für selber Schlaue,
die auch nüchtern Blödsinn lallen.

Diese Nacht gehört den Guten,
den verwandten Seelen,
die so menschlich schwitzen, bluten,
die mich in mir sehen.
Und bei mir stehn.

Hebt die Gläser, singt mit mir
Ein Hoch auf die Besten, jetzt und hier.
Heute ist 1001 Nacht
Eine so ganz für uns gemacht.

Für Peter Laßkrachen und Danny Machlos
Für Uli Lassleben und Kiki Famos
Für Conny Verrückt und vom Leben verzückt
Für alle, die diese Nacht auf die bessere Art beglückt.

Text: Hartmut Engler

Abenteuerland

Der triste Himmel macht mich krank
ein schwere graues Tuch
Das die Sinne fast erstickt
die Gewohnheit zu Besuch

Lange nichts mehr aufgetankt
die Batterien sind leer
In ein Labyrinth verstrickt
ich seh´ den Weg nicht mehr

Ich will weg, ich will raus
ich will – Wünsch mir was
und ein kleiner Junge nimmt mich an die Hand

Er winkt mir zu und grinst:
Komm´ hier weg, komm´ hier raus
Komm´ ich zeig Dir was
Das Du verlernt hast, vor lauter Verstand

Komm mit,
komm mit mir ins Abenteuerland
Auf Deine eig´ne Reise
komm mit mir ins Abenteuerland
der Eintritt kostet den Verstand
Komm mit mir ins Abenteuerland
und tu´s auf Deine Weise
Deine Phantasie schenkt Dir ein Land
das Abenteuerland

Neue Form, verspielt und wild
die Wolken mal´n ein Bild
der Wind pfeift dazu dieses Lied
In dem sich jeder Wunsch erfüllt

Ich erfinde, verwandle mit Zauberkraft
Die Armee der Zeigefinger brüllt: Du spinnst!!!

Ich streck´ den Finger aus
ich verhexe, verbanne, ich hab die Macht
Solange der Kleine da im Spiegel noch grinst

Komm mit,
komm mit mir ins Abenteuerland
Auf Deine eig´ne Reise
komm mit mir ins Abenteuerland
der Eintritt kostet den Verstand
Komm mit mir ins Abenteuerland
und tu´s auf Deine Weise
Deine Phantasie schenkt Dir ein Land
das Abenteuerland

Peter Pan und Captain Hook mit siebzehn Feuerdrachen
Alles kannst Du sehen, wenn Du willst

Donnervögel, Urgeschrei, Engel, die laut lachen
Alles kannst Du hören, wenn Du willst

Du kannst flippen, flitzen, fliegen und das größte Pferd kriegen
Du kannst tanzen, taumeln, träumen und die Schule versäumen

Alles das ist möglich in Dir drin in Deinem Land
trau Dich nur zu spinnen, es liegt in Deiner Hand

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Achtung

Einer redet einer hört weg
was der erzählt interessiert ihn n Dreck
Einer verschließt sich wird still
einer nimmt sich was er will

Achtung

Einer meint, was er sagt der andere nicht
ob in der Kirche, Kneipe oder vor Gericht
in eine komplizierte Zeit hinein geboren
geht der Durchblick allmählich verloren

Achtung Achtung
paß auf
Achtung Achtung Respekt
Achtung Achtung
paß auf
Achtung und Respekt

 

Fast vergessen
Fast vertrieben
Achtung und Respekt
Viele Rätsel sind geblieben
Achtung und Respekt

 

Einer schuftet einer will Geld
damit er sich reich für was Besseres hält
das Mitgefühl hat ausgefühlt
der Arsch ist heiß das Herz ist kühl

Achtung Achtung

Achtung Achtung

Wer bestimmt denn hier was jeder braucht
wozu quälen wir die Erde bis der Schornstein raucht
Nach uns die Sintflut kein Spiel
und die Kinder wachsen auf ohne Plan ohne Ziel

Achtung Achtung
paß auf
Achtung und Respekt
Fast vergessen
Fast vertrieben
Achtung und Respekt
Viele Rätsel sind geblieben
Achtung und Respekt

Schenk Dir einen Tag voll Achtung
Schenk Dir selbst Respekt
Schenk Dir selbst Respekt

Achtung Respekt
hör zu schau nicht weg
Achtung Respekt
schau hin hör nicht weg

Fast vergessen…
Fast vertrieben…

Viele Rätsel eine Lösung
Achtung und Respekt

 

 

Adler sollen fliegen

Hier oben, wo die Luft am dünnsten ist,
Wo nur Mut nicht vor Angst die Augen schließt,
Ist der Traum vom Fliegen so erfüllbar nah.

Die langen Bretter, die die Schwingen ersetzen
Gesetze der Schwerkraft zu verletzen.
Der Schanzentisch als großes Katapult.

Als ein Spielball aller Winde
Selbstkontrolle nicht zu verlieren
Außer Kopf und Kragen
Möglichst doch nicht allzuviel riskieren.

Das Können und das Wagnis
In die Hocke – gleich soweit
Und der Puls rast mit nach unten
Zum Absprung bereit.

Adler sollen fliegen!
Adler sollen fliegen!
Die Adler sollen fliegen –
Weit und hoch und frei!

Zu können was kaum ein anderer kann
Dafür alles zu geben von Kindesbeinen an
Bis nach oben, in die Tiefe geradeaus.

Mit Schweiß und Tränen jeden Zweifel
Mühsam weggewischt
Mit Erfolgserlebnissen
Körper und Seele neu erfrischt.

Der oben auf dem Treppchen steht,
ist der, der sehr weit fliegt.
Was wirklich bei der Leistung zählt
Ist der innere Sieg.

Adler sollen fliegen!
Adler sollen fliegen!
Die Adler sollen fliegen –
Weit und hoch und frei!

Text: Hartmut Engler

Alice im Wunderland

Die ersten Tropfen auf der Haut,
kleine Pfützen werden wach,
spielen große See.
Wir halten still und uns ganz fest,
ergeben uns dem Regen,
dem kleinen Hauch von dem,
was Leben heißt.

Alle Schatten weggespült
wir steh´n naßumschlungen da
ein ganz bescheidener und kleiner Teil
vom Wunder, da da Leben heißt

Alice, ist das das Wunderland?
Alice, das Land ist mir bekannt.
Alice, es ist nur mein Verstand,
der`s leider meistens übersieht.

Jeder Grashalm lacht uns zu,
vom vielen Trinken schon ganz grün,
im Wasserrausch. Wir beide wälzen uns dazu,
unsere Hände spüren wie Wurzeln in der Erde, diesen Strom,
der Leben heißt.

Und um uns herum geschieht
das große, kleine Wunder
das wir meistens übersehen
weil wir niemals darauf achten
blind vorübergehen

Alice, ist das das Wunderland?
Alice, das Land ist mir bekannt.
Alice, es ist nur mein Verstand,
der`s leider meistens übersieht.

Das Wunder, das Leben heißt,
das wir meistens übersehen,
weil wir niemals richtig lernten,
Wunder zu verstehen.

Wir lieben uns im Gras,
und mit uns geschieht
das Wunder, das Liebe heißt.
Wir lieben uns im Gras,
und mit uns geschieht das Wunder,
das Leben macht.

Alice, ist das das Wunderland?
Alice, das Land ist mir bekannt.
Alice, es ist nur mein Verstand,
der`s leider meistens übersieht.

Alice, ist das Wunderland ?
Nimm mich ganz fest an deine Hand
Hey, Alice, es ist nur mein Verstand
der überhaupt nicht kapiert
was mit uns passiert, Alice!

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Allein vor dem Spiegel

Sie hat ihm den Brief schon geschrieben
doch sie traut sich nicht, schickt ihn nicht ab
Sie weiß, sie kann geben, kann lieben
doch was ist, wenn auch er sie nicht mag
Noch mal erträgt sie die Blicke nicht
die sie durchdringen, als wär sie nicht da
Was hat sie getan, warum straft man sie so
und es fehlt nur, daß er lacht
Sie sieht makellos magere Models
In Hochglanz, die Männer verzückt und verrückt
Sie träumt sich in Liebesromane
Sinnlich und schön begehrt und beglückt
Sie sehnt sich nach Nähe, Geborgenheit
Doch sie scheint nur als Zaungast genehm
Warum kann sie denn keiner, so wie sie ist
nur mit anderen Augen seh´n ?
Doch wer glaubt schon, daß Wunder geschehen
Und sie steht wieder allein vor dem Spiegel
Und sie weint hilflos in sich hinein
Und sie flucht mutlos – dann kocht die Wut hoch
Dieses Scheißleben ist wirklich gemein
Sie ist nun mal kein Barbiepüppchen
Ihre Stärken sind leise, verdeckt
Die tollen, die ganz coolen Typen
fragen nie, was sie tut, wo sie steckt
Die Gleichgültigkeit und die Hänselei
hat sie immer geschluckt, nie verdaut
Daß sie wertlos und keinesfalls liebenswert sei
hat sie irgendwann selbst geglaubt
und sich schließlich nichts mehr zugetraut
Und sie steht wieder allein vor dem Spiegel
da neulich im Bus, dieser junge Mann
mit Brille und nicht so ganz schlank
Er lächelte nett und er sprach sie an
Sie wies ihn ab „NEIN“, vielen Dank“
Vielleicht geht es ihm jetzt wie ihr
hinter einer verschlossenen Tür
Und sie steht wieder allein vor dem Spiegel…

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Alles fürs Schwein

du hast nie gespürt, was es heißt, arm zu sein, sauber und rein
denn du bist tüchtig, deine Ellbogen kräftig

deine Zeit ist knapp bemessen
denn du ackerst wie besessen

um am nächsten ersten dann mit feuchter Hand
nachzuzählen was gespart ist, Gott sei Dank

du leistest dir auch etwas Luxus
weil Freizeit auch ertragen werden muß

du steigerst deinen Arbeitsrythmus
weil einfach noch mehr Moos auf dein Konto muß

alle schuften wie die Tiere für ihr Schwein
alles was sie übrig haben stopfen sie rein
man braucht ein Schwein zum glücklich sein
mit einem Sparschwein stellt das Glück sich ein
sagt die Bank – habt Dank

ein paar Sprossen auf der Leiter steigst du auf
deine Hauptlektüre bleibt das Sparbuch, du schlägst es auf

voller Wonne liest du die zahlen
und sie lassen dich lüstern strahlen

und so geht das jahrelang, Tag für Tag
bis er zuschlägt – konsequent – der Herzinfarkt

endlich wird dir klar, was du versäumt hast
während du vom Sparzins geträumt hast

du wirst dein Schwein zerschlagen
wer dich fragt, dem wirst du sagen warum

alle schuften wie die Tiere für ihr Schwein
alles was sie übrig haben stopfen sie rein
ich brauch kein Schwein zum glücklich sein
mästet euer Sparschwein doch allein
ohne mich – ohne mich

Text & Musik: Hartmut Engler

Alles wird gut

Dein Gedächtnis war ein harter Schlag
und dann erst die Attacken
Meine Prinzessin auf dem Kriegspfad
mit diesem Jüngling im Nacken

Mein Seelenheil an Deinem blonden Faden
und die Angst, daß Du ihn kappst
Mit dem Rücken zur Wand erst hab ich kapiert
daß Du in reiner Notwehr vor dem untergeh´n
nur nach meiner Hilfe schnappst

Alles wird gut,
das schlimmste vorbei
das krisenfeste; chaosfeste Duo
muß einander doch verzeih´n
Alles wird gut
Das schlimmste vorbei

Die rechte Gerade nannte mich „ignorant“
der linke Haken hieß „Egoist“
Ha, der Knock–Out war dieser Knilch von Mann
der ganze Eifersuchtsfoltermist

Liebe reimt sich auf Hiebe kriegen
doch nur Worte tun so weh
und ich genehmige Dir Schock–Therapie
wenn ich das nächste mal, gewohnheitsblind
das Rotlicht, überseh´ – Hey

Alles wird gut,
das schlimmste vorbei
das krisenfeste; chaosfeste Duo
muß einander doch verzeih´n
Alles wird gut
Das schlimmste vorbei

Alles wird gut,
das schlimmste vorbei
Alles wird gut
wir zwei sind dabei

Mein männlicher Stolz ist zwar hin
doch der machte noch nie viel Sinn
ich hab´ Deinen Gockel verjagt
und das Kriegsbeil versteckt
Oh, welches Krisenpotential
da wohl noch in uns steckt

Alles wird gut ….

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

An so ’nem Tag

Jedes Wort streichelt mich,
Jeder Blick wie ruhiges Licht
Die Sonne schläfert uns die Nacht ein.

Keiner da, der uns stört,
keiner nervt, keiner verhört.
Dieser Tag ist zum zu zweit sein.

Der Vorhang bleibt noch lange zu
Wir bleiben, wo wir sind
Kuschelecken sind so selten geworden.
Wie zwei Kissen angeschmiegt
Wieder in dich verliebt, ich ergeb` mich
Tu mit mir, was du willst, was ich will

An so nem Tag erlieg ich jedem süßen Attentat
An so nem Tag macht mich keine Luft, nur Liebe satt
An so nem Tag

Taggeträumt ungeniert Jeden Wunsch ausprobiert
Das Bett ist Land und Meer und Wolke

Alles ruhig, wie gemalt Alles Glück ausgestrahlt
Zauberblicke, Zauberworte

Du bist da, wo sind wir denn?
Egal, wir sind zu zweit
Ach, dieser Tag hat`s mit uns so gut gemeint
Vorhang auf, die Sonne zieht.
Wir reisen mit im Kreis, auf der Stelle,
bis der Abend uns langsam umhüllt

An so nem Tag erlieg ich jedem süßen Attentat
An so nem Tag macht mich keine Luft, nur Liebe satt
macht Dein Schach mich in zwei Zügen matt
An so nem Tag

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Anni

Sie hat den Bauernhof geliebt
zwischen Mist und Heu gespielt
mit gearbeitet als Kind schon
Familie als Lohn

sie war das 7. , jüngste Kind
war, wie Nesthäkchen so sind
auf den Feldern rumgetobt
wer gehorchte, kriegte Lob

alles unbeschwert
bis zur Nachricht aus dem Radio:
Es war Krieg, noch weit weg
noch nicht dort bei ihr
im Sudetenland
die Zeit verging
Sie war 16 als die Schwindsucht
ihr die Mutter nahm

als der Russe langsam näher kam
War die Kindheit
und der Krieg vorbei
aus der Heimat ausgestoßen
in den Zugwaggon hinein

Und da steht sie
auf dem Bahnsteig
ihr Leben in zwei
Taschen gepackt
Ankunft Deutschland
45
neues Zuhause
dringend gesucht

Sie strahlt im Kerzenlicht
so viele Kerzen passen nicht
auf die Geburtstagssahnetorte
Danke zeigt sie ohne Worte
und die längst erwachsenen Kinder
und die Enkel und Ur-Enkel
kennen nur Teile der Geschichte
doch sie kennen dieses Bild genau
das Bild, der kleinen Frau

Und da steht sie
auf dem Bahnsteig…

Eine Heimat hat sie gefunden
auf einem langen, steinigen Weg
Ankunft Deutschland
45
Heut ist sie 90
sie lebe hoch

Nur selten spricht sie
vom Erlebten
Hunger, Angst, Verlust
Verlorensein
Von ihrem Mann
der nicht mehr bei ihr ist
sie hat so gern getanzt mit ihm
das Lachen hat sie trotzdem nie verlernt
sie ist zu Haus, daheim

Ihre Heimat
hat sie gefunden
auf einem langen, steinigen Weg
Heut ist sie 90
Alles Gute Alles Liebe
sie lebe hoch
Alles Gute
Sie lebe hoch

 

 

 

Anonyme Opfer

Nur ganz langsam fühlt sie sich wohl,
wenn er sie in die Arme nimmt,
denn ihr ständiger Begleiter ist diese Angst.
die sie hemmt.
Sie braucht ihn doch so sehr,
sie stößt ihn trotzdem weg.
wenn er einen Stein aus der Mauer bricht
zu ihrem Kerkerversteck.

Sie hat Angst nur Berührung,
Angst, sich anzuvertrauen.
Angst vor Enttäuschung,
vor Gewalt – gegen Frauen.

Sie duldet die Umarmung,
und bleibt dabei allein,
das Streicheln ist wie Feuer
brennt neue Narben ein.
Angst, davon zu reden, wie das damals
für sie war, denn Offenheit macht verletzbar,
ist Gefahr

Sie ist ein anonymes Opfer,
sie schweigt alles in sich rein.
Als anonymes Opfer hat sie große Angst.
ihren Schmerz ganz laut wegzuschreien.

Gefängnismauern wachsen mit jedem bösen Traum
und ersticken ihre Zärtlichkeit
im liebesleeren Raum.
Erinnerung zerfrißt die Seele und haßt den Leib,
und dann das Märchen von der Mitschuld,
ewig lockt das Weib.

Angst vor Zeigefingern,
vor Hinterrücks–Geschwätz,
vor der öffentlichen Meute,
die sensationsgeil – das Opfer hetzt.

Anonyme Opfer schweigen alles in sich rein.
Anonyme Opfer haben große Angst,
ihren Schmerz ganz laut wegzuschreien.

Männer sind die Täter, rücksichtslos – gemein.
Manchmal ist es schwer, sich nicht zu schämen,
ein Mann zu sein.

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Bald seh ich euch wieder

Die Tage ohne Euch sind manchmal etwas traurig
manchmal hab ich auch genug zu tun mir ist es fast
zu still, ich würd jetzt gerne lauschen wer von Euch
jetzt, was auch immer, von mir will • Soll ich lesen wie
ne Hexe oder schnittig Auto fahren oder mit der
Zungenspitze meine Nase lecken ich tu mir doch fast
alles an wenn ich Euch lachen hören kann • Refrain:
Ich hab Euch lieb bald seh ich Euch wieder was auch
geschieht ich bin für Euch da so wie in diesem Lied
bald seh ich Euch wieder und wenn sich die Welt
auch falsch herum dreht wisst Ihr wer immer zu Euch
hält • Ich weiß es geht Euch auch bei Mama wirklich
prima und Ihr könnt mit uns beiden richtig gut wenn
die Großen sich auch nicht mehr ganz so gut vertragen
bleibt, dass jeder für sich alles für Euch tut • Ich sortier
die Puzzleteile ja ich trag Euch Huckepack ich verlier
beim Memory hab den Schwarzen Peter für nen
Gute-Nacht-Kuss als Lohn wenn’s sein muss eben
über’s Telefon • Refrain:…

Bei dir sein

ich bin geduldig, allzeit bereit
ich warte nur, bis sie wieder anbricht meine Zeit
ich warte nie tot, ich halt´ mich versteckt
bis man endlich wieder meine Nützlichkeit entdeckt

ich leb´ in vielen Herzen fest verankert im Zorn
durch jeden Türkenwitz wird ein Stück von mir geboren
Massenarbeitslosigkeit haucht mir Leben ein
ich fresse kleine Löcher ins Gewissen rein

es fließt der Asylantenstrom,
die Stimmung schwärzt sich braun
die Sprüche in der Kneipe geben Kraft mich aufzubau´n
bin Meister der Meagogie
ich hasse klare Köpfe, liebe Massenhysterie

tanzt nur weiter so
bis der Wind sich dreht
tanzt nur weiter so
tanzt alles aus dem Weg

den Geist den ihr gerufen habt
den werdet ihr nicht los
ich lege meine Samen in jedem warmen Schoß
wendet euch nach rechts zum Sprung
das alles mit dem neuen deutschen Schwung

zieht euch schöne Kleider an
tanzt meine Symphonie
durch euer Beispiel zwinge ich
die Zweifler in die Knie

freut euch des Lebens
bequem und angenehm
die Endlösung
gibt´s für jedes Problem
tanzt nur weiter so
bis der Wind sich dreht
tanzt nur weiter so
tanzt alles aus dem Weg

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Bis der Morgen kommt

Der Augenblick im Schein der Kerzen
Nimmt sich Raum und nimmt sich Zeit

Du verstehst, Du weißt wie das geht
So endlich und doch so befreit

Die Nähe ist uns am verschmelzen
Zwischen uns passt nur ein Lied

Es ist still Du weißt was es will
Erhört sein, erhört und geliebt
Sobald ein ich und Du ein Wir ergibt

Ref. Und ich nehm Dich mir zu Herzen
Wenn der Tag endlich verstummt
Wenn die Hast und die Hektik dann
Heiliger Ruhe weicht
Bin ich bei Dir
Bis der Morgen kommt

Hände suchen, Hände finden
Zueinander und zu zweit
Und die Nacht, sie zeigt ihre Macht
Die Schleusen öffnen sich weit
Ein warmer Strom fließt
voller Sinnlichkeit

Ref. Und ich nehm Dich mir zu Herzen
Wenn der Tag endlich verstummt
Wenn die Hast und die Hektik dann
Heiliger Ruhe weicht
Bin ich bei Dir
Bis der Morgen kommt

Das ist alles was wir brauchen
Losgelöst vom ganzen Tun
Einen wahren Sinnestaumel
Auszukosten miteinander
Dann zu Ruhen

Bis der Wind sich dreht

ich bin geduldig, allzeit bereit
ich warte nur, bis sie wieder anbricht meine Zeit
ich warte nie tot, ich halt´ mich versteckt
bis man endlich wieder meine Nützlichkeit entdeckt

ich leb´ in vielen Herzen fest verankert im Zorn
durch jeden Türkenwitz wird ein Stück von mir geboren
Massenarbeitslosigkeit haucht mir Leben ein
ich fresse kleine Löcher ins Gewissen rein

es fließt der Asylantenstrom,
die Stimmung schwärzt sich braun
die Sprüche in der Kneipe geben Kraft mich aufzubau´n
bin Meister der Meagogie
ich hasse klare Köpfe, liebe Massenhysterie

tanzt nur weiter so
bis der Wind sich dreht
tanzt nur weiter so
tanzt alles aus dem Weg

den Geist den ihr gerufen habt
den werdet ihr nicht los
ich lege meine Samen in jedem warmen Schoß
wendet euch nach rechts zum Sprung
das alles mit dem neuen deutschen Schwung

zieht euch schöne Kleider an
tanzt meine Symphonie
durch euer Beispiel zwinge ich
die Zweifler in die Knie

freut euch des Lebens
bequem und angenehm
die Endlösung
gibt´s für jedes Problem
tanzt nur weiter so
bis der Wind sich dreht
tanzt nur weiter so
tanzt alles aus dem Weg

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Bitte lieber Gott

Müde schleppt der alte Mann die Last hinter sich
her der Lauf der Zeit hat Berge angehäuft • Dass
so viele an ihn glauben gerade das macht es so
schwer er hat doch schon so viele enttäuscht •
Zuerst war alles einfach nur ein Experiment allerdings
– mit nur einem Versuch er wusste nicht, ob
es wahrhaftig ein Segen wird oder ein irreparabler
Fluch • Er gab ihnen das Feuer und die Freiheit zu
denken zu glauben und zu verstehen doch dann
entdeckte er zu spät das Denken war nicht zu lenken
ein Fehler im System • Refrain: Bitte Lieber
Gott hörst Du sie beten bitte Lieber Gott Du kriegst
das doch hin bitte Lieber Gott und Frieden auf
Erden lass sie nicht hängen und schenk diesem
Ganzen den Sinn • Er half wo er nur konnte mit all
seiner Kraft und Macht doch das reichte nie
erschöpft, überschätzt • Er hat als Hilfe zur
Selbsthilfe aber und das mit Bedacht so manches
klare Zeichen gesetzt • Den Weg aus dem
Schlamassel aus dem Chaos zu finden das kann
er für die Welt nicht allein jeder muss ihn für sich
suchen keiner sieht für die Blinden keiner kann
ohne Hoffnung sein • Refrain: Bitte Lieber Gott
hörst Du sie beten bitte Lieber Gott Du kriegst das
doch hin bitte Lieber Gott und Frieden auf Erden
lass sie nicht hängen und schenk diesem Ganzen
den Sinn bitte Lieber Gott hörst Du sie beten
bitte lieber Gott Du kriegst das doch hin bitte Lieber
Gott und Frieden auf Erden jedem das Seine und
allen den göttlichen Sinn

Brüder

Wünsche sind so mächtig.
sie kriegen Mauern klein.
Auch die letzten kalten Krieger
seh`n das irgendwann mal ein.
Grenzen ohne Zäune sind da nur das erste Ziel,
ja, die Köpfe sind am Denken,
und kein Herz bleibt dabei kühl.

Stell Dir vor.
daß Brüder endlich Brüder sind.
Spürst Du, daß wir damit nicht alleine sind.

Listig ist die Lüge.
und die Macht schläft mit dem Geld.
Doch der Traum von viel mehr Liebe
schreit schon lauter in die Welt.
Manchmal bin ich traurig,
wenn ich sehe, was wir tun,
doch ich hoffe, gegen Hoffnung ist kein Menschenherz immun.

Stell Dir vor.
daß Brüder endlich Brüder sind.
Nie mehr vergossenes Blut,
kein Herz mehr blind.
Stell Dir vor,
´ne faire Chance für jedes Kind
Spürst Du
daß´wir damit nicht alleine sind

Stell Dir nur vor,so wie zwischen uns zwei`n
könnte es auch zwischen den anderen sein.
Vielleicht hin ich naiv.
vielleicht bin ich ein Kind.
Ich hab` Angst. mein Herz wird blind
Stell Dir nur vor, so wie zwischen uns zwei`n
könnt` es zwischen ganzen Völkern, ganzen Ländern
oder sogar zwischen allen Menschen sein.

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Buckelwale

Die Frage nach dem Sinn
Die Frage nach dem Nutzen
Nach der Effektivität
Nach dem inneren Wert
Die Frage wie es wird
Die Frage nach der Hoffnung
Nach der Stabilität
Nach der besseren Welt

Sie tauchen auf, sie tauchen ein
Mächtig und liebevoll, nur um da zu sein
Sie tauchen ein, sie tauchen auf
Gewaltig und friedvoll, Zeit im Lauf

REFRAIN:
Er träumt jede Nacht von grossen Buckelwalen
Er hat nie kapiert warum und was das soll
Und jetzt ist es ihm egal
Er stellt nicht mehr die falschen Fragen
Sondern findet seinen Traum ganz einfach toll.

Wer hat er verbockt?
Wer pfuscht immer weiter?
Bis hinter den Horizont
Sogar bis hinter den Mond
Und wer hat überlebt?
Wer schwimmt immer weiter der Geschichte hinterher?
Wohnt denn Gott im Meer?

Sie tauchen auf, sie tauchen ein
Mächtig und liebevoll, nur um da zu sein
Sie tauchen ein, sie tauchen auf
Gewaltig und friedvoll, Zeit im Lauf

REFRAIN

Sie treffen sich zum Liebesspiel der andren Dimension
Göttliche Extase bis zum allerhöchsten Ton
Der Schutz der Tiefe
Menschenfern
Der Heimtücke entfliehen
Beim Atmen doch Verletzbarkeit riskieren

REFRAIN

D-Mark

Geliebte D–Mark, du machst uns zahlungsstark
geliebte D–Mark, und sind die Taschen leer
dann mußt Du her, geliebte D–Mark

Er geht in die Bank, Pistole in der Hand
er sagt vielen Dank und rennt los mit seiner
vielgeliebten D–Mark ….

Omas schwaches Herz erträgt keinen Scherz
nur ein kleiner Schreck und als Erbe kommt ein Scheck
mit vielen D–Mark….

Er sitzt im Bundestag und wartet auf Spenden
die richtige Entscheidung wird das Warten
schnell beenden, D–Mark …

Er fährt mit seinem Kahn auf dem Rhein
die Firmenleitung sagte, kippen Sie´s rein
er weiß, daß es stinkt und mancher Fisch ertrinkt
Chemie ist halt so wichtig, weil sie Arbeitsplätze
bringt und mache D–Mark ….

Er wird jetzt Guru
er sucht noch Jünger
wer ihm seine Kohle nicht gibt
der ist ein Sünder

Ein Kamel kommt leichter durch ein Nadelöhr
als ein Reicher in den Himmel
das hat nicht etwa der Papst gesagt
nein, das steht auf seinem – Gebetbuch

Text & Musik: Hartmut Engler / F.Fassert

Danke

Was wär aus uns geworden wenn es Euch nicht geben würde
Was hätten wir stattdessen wohl getan?

Manchmal wach ich auf und glaub ich leb´ in einem Märchen
Doch es ist wahr und ihr seid Schuld daran

Ihr habt schlicht und ergreifend einfach unseren Lebenstraum erfüllt
Und deshalb wird als kleines Denkmal dieses Lied für Euch enthüllt

Ref. Danke für den Glanz in den Augen
Für den Sturm aus Begeisterung
Danke für den Mut sich zu trauen
Für den Antrieb und den Schwung
Danke auch fürs Zuhörn, für den Applaus
Nur wegen Euch sind wir auf der Bühne zu Haus

Wir hätten nie gedacht dass das was wir zu singen hatten
Auf soviel offene Ohren, Herzen stieß
Und dass die Gabe unsere eigene Musik zu schaffen
Sogar ´ne Menge Spuren hinterließ

Ihr habt uns gross gemacht, uns klar gezeigt, was alles in uns steckt
Dass so viel möglich war, das haben wir erst durch Euch richtig gecheckt

Ref. Danke für den Glanz in den Augen
Für den Sturm aus Begeisterung
Danke für den Mut sich zu trauen
Für den Antrieb und den Schwung
Danke auch fürs Zuhörn, für den Applaus
Wir sind auf der Bühne zu Haus

Ihr geht für uns auch die ganz weiten Wege
Ihr spendet Beifall der noch lange hält
Und ihr lasst euch uns ganz schön was kosten
Als bestes Publikum der Welt
Auch dafür: Danke
Und für so vieles mehr
Danke, Danke schön

Das Tier

Das Tier hat immer lauter aufgejault
zu lange unterdrückt
Das Tier in mir, das man nur nachts
bei Nebel auf die Straßen schickt
Fauchend stand es zwischen uns
und trieb Dich weg von mir
Die Maske schockt
bis das Vertrauen bricht
Umhergetrieben, ungezügelt
fast schon ganz das Tier
Der Dschungel war die Hölle ohne Dich

Du bist wieder da,
und schon sind Sterne explodiert
hat mich die Gänsehaut kuriert
und meine Seele neu verführt
Du bist wieder da

Vom fremden Reizen tief enttäuscht
und des Verstandes fast beraubt
Das Tier mit Macht über den Geist
befahl nicht, hat alles nur erlaubt
Schranken fielen hemmungslos
auf der Suche weg vom Ziel
Gier und Geilheit hatten Dich verdrängt
ausgezehrt, zurechtgeschrumpft,
kroch ich dann zu Dir
Du bist´s, die mir wieder Atem schenkt

Du bist wieder da,
und schon sind Sterne explodiert
hat mich die Gänsehaut kuriert
und meine Seele neu verführt
Du bist wieder da

Du bist wieder da,
und schon sind Sterne explodiert
hat sich das Tier in mir verirrt
auf daß es mich nie mehr finden wird
Du bist wieder da

Wird es gehorchen, ist es zahm?
Wann fängt das Heulen wieder an ?
Ist es vielleicht nur eingesperrt,
bis es wieder an mir zerrt?

Du bist wieder da ….

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Dass es Dir leid tut

Haben wir das nötig, ein unwürdiges Spiel
Das laute Schweigen, die Freundschaft im Exil
Jegliche Versuche durch Sturheit abgeblockt
Ich hab es satt, bin müde, Du und Dein falscher Stolz

Ich hoffe auf ein Zeichen
Du bist dran, es liegt an Dir
Dein Riesenbonus ist demnächst aufgebraucht

Jenseits jeder Logik
Die Gefühle strapaziert
Niemand hat doch wohl Dein Herz ausgetauscht

Spring über Deinen Schatten, spring !
Oh, bitte spring, sag es, sag es

Daß es Dir leid tut, sag es mir
Daß es Dir leid tut, zeig es mir
Laß uns Aug in Auge reden
In die Seele sehn
Uns ne Chance geben
Und wir werden uns wieder versteh´n

Das Herz auf meiner Zunge spricht schneller als ich denk
Und das kann ziemlich weh tun, nicht immer ein Geschenk
Manchmal überriech ich des besten Freundes Mist
Weil bequemes Wohlergehen der geliebte Nächste ist

Wenn ich Dich verletzt hab
Dann hoff ich, daß es heilt
Es dauert, bis man die eig´ne Schuld begreift

Wenn jeder nur die eig´ne Sicht vertritt
Wer fühlt dann mit, wer macht den ersten Schritt

Daß es Dir leid tut, sag es mir
Daß es Dir leid tut, zeig es mir
Laß uns Aug in Auge reden
In die Seele sehn
Uns ne Chance geben
Und wir werden uns wieder versteh´n

Daß es Dir leid tut …

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Der arme graue Kater

Du siehst müde aus
Mein Freund, wie geht es Dir?
War die Nacht mal wieder lang?
– ich kenn Dich doch-
Du hast bestimmt `ne Neue, `ne Rakete
die Du uns heute Abend präsentierst

Du siehst traurig aus
So kennt Dich keiner
Ein Held wie Du strahlt alle an
Was ist mit Dir Du bist der tolle Hecht
Die Kumpels Deine Neider
Es gibt doch nichts
Wovor Du kapitulierst

Du warst der einfühlsame Herzensbrecher
Der Mann für (auf) alle Fälle in der Nacht
Verständnisvoll, sympathisch, siegessicher
Und keiner der sich plötzlich Sorgen macht

Ref.
Nach all den Jahren
Bist Du Dir endlich
Darüber im Klaren
Dass das alles nichts war
Mit Deinen Damen
Es ist hart begehrt zu sein
Und deshalb ist der arme
Graue Kater wieder allein

C:
Der Prinz sucht
die Prinzessin
Es geht nur um das wie
Hoffnung, die gibt es
Nicht nur im Märchen
Besser spät als nie

Von A wie Annabel
Bis V wie in Verena
Hast Du das Alphabet
Fast komplett geknackt
Der Reiz des Neuen hat Dich angezogen
Die Langeweile kam dann splitternackt

Der erste Lack am bröckeln, Zeit
Zeichen
Der Spiegel zeigt das Grauen
Erstmal nur im Haar
Einsam durchwachte Nächte
Lassen fragen
Ob alles wirklich so in Ordnung war

Text: Hartmut Engler 2006

Der Dumme

Ist es nun Pech oder Idiotie
oder Schicksal, man weiß es nie
Wenn Dir ständig was passiert
was Dir peinlich ist und Du bist blamiert
Das rechte Wort zur falschen Zeit
Dumm gelaufen, tut mir leid
Kein Fettnapf wird mehr ausgelassen
völlig ungeniert
Gut gelaunt und schadenfroh
noch wird viel gelacht
Dock keiner ahnt wer nächstes Mal
für uns den Deppen macht
Denn…
Einer wird immer der Dumm sein
Einer ist immer das arme Schwein
Jeder kommt irgendwann, irgendwie dran
Nur laß´ es nicht mich sein
ich tu´, was ich kann
Der Hosenschlitz, der offen war
die Nudel auf der Nase da
ein falscher Text in einem Lied
ein leiser Duft, der Dich verriet
`Du fährst 10 Jahre urlaubsfrei
wie ´ne gehängte Sau vorbei`
Müll geredet hat sich schnell
Du brauchst ein dickes Fell
Schon ertappt auf frischer Tat
bloßgestellt, erwischt
Mit Hohn und Spott, da kriegst Du
jede Party aufgemischt
Einer wird immer…
Und wenn es denn sein muß
und trifft es auch mich
so will ich die Prüfung besteh´n
Ich will stark sein, versuchen
nicht mal dran zu denken
den schadenlachtrunkenen Schandmäulern
einfach und lächelnd den Hals umzudreh´n
Ach was soll´s

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Der erste Sonnenstrahl

Hoch, so hoch, und immer höher
über Seen, Felder, Wälder
schweben und sich tragen lassen
Gedanken fangen und erfassen
Leicht, so leicht und immer leichter
über Welten des Traums noch weiter
führt das klare fließen mich
in die Helle dieses Lichts
Ich fühle, wie es in mich fließt,
das Leben…
Frei so frei, und immer freier
als ob Millionen Freudenfeuer
in mir lodern, in mir brennen
ich will das Lebens Ziel erkennen
Weiß, so weiß und immer weißer
wird die Welt und immer heißer
das Verlangen nach dem Ziel
dies unendliche Glücksgefühl
Und ich fühle, wie es in mich fließt,
das Leben…

Text & Musik: Hartmut Engler

Der Falter und das Licht

Ein Falter fliegt durch die Dunkelheit
allein im Raum der Unendlichkeit
ein niemand im Schatten der Nacht
Gefangen in der Finsternis
die ihn noch nie entkommen ließ
in die Ewigkeit des Lichts
Er sucht das Glück, Vollkommenheit
liebe und Geborgenheit
dort im Reich der Phantasie
Ein Lichtschein, der die Nacht erhellt
das Dunkel bricht, das ihn so quält
und alle, alle Schatten von ihm reißt
Da sieht er fern des Lichtes Schein
sein warmer Glanz dringt in ihn ein
und sofort fliegt er darauf zu
Sein Ziel, es wirkt zum Greifen nah
die Kraft des Lichtes ist wunderbar
er spürt, das Dunkel ist verbannt
Die Flamme zieht in magisch an
sie läßt ihn nicht aus ihrem Bann
er fliegt hinein
Im Rausch der Sinne fühlt er nicht
das ihn der Schein des Lichtes zerbricht
er lächelt und verbrennt

Text & Musik: Hartmut Engler/ Ingo Reidl

Der geschenkte Tag

Schon das Erwachen war perfekt
Hat ganz nach Wohlfühlen geschmeckt
Traumhaft geschlafen neben Dir
Die Hand, die sich nach mir ausstreckt
Sanft die Lebensgeister weckt
Öffnet dem neuen Tag die TürIch atme tief und fest
Weil ich darf und weil Du mich lässt

Ref.    Ja ich schenke Dir diesen unglaublichen Tag
Er ist nur zum genießen
Weil ich Dich so mag
Und weil ich mich wieder leiden kann
Ist der Tag mein Freund
Und ich bin der Mann
Der Dich mag
Ich schenke Dir diesen Tag

Ich weiß genau was Dir gefällt
Weil ich das weiß bin ich Dein Held
Der endlich angekommen ist

In dieser durchgeknallten Welt
Die selten mal die Luft anhält
Werd ich durch Dich noch Optimist

Du atmest Zuversicht
Es gibt rein gar nichts was dagegen spricht

Ref.    Ja ich schenke Dir ….

Ich bin der Mann
Der Dich liebt
Auf das es für uns beide
Noch viel mehr
Geschenkte Tage gibt

Text: Hartmut Engler 2008 Stand 08.07.2009

 

Der Henker

Es ist still im Staatsgefängnis,
denn soeben wurde ein Mann gehängt
er hat ein Kind vergewaltigt und dann getötet
weil das Kind zu schreien begann
als diese Tat bekannt wurde
war das Volk sehr entsetzt
mit MPS und scharfen Hunden
hat man den Täter gehetzt
und als er endlich gefaßt war
schrie das Volk:
„Du Kinderschänder, Kopf ab“
Doch der Täter hinter Gittern
war nur hilflos und völlig verstört
er müßte sterben
das war allen klar
Spannungsvolle Stille herrscht im Gerichtsgebäude
denn die Geschorenen betreten jetzt wieder den Saal
es ist das Todesurteil, das sie verkünden
während die aufgebrachte Menge hämisch lacht
der Mann war geisteskrank
was man bewußt übersah
denn das Volk muß sein Opfer haben
und das war jetzt ja da
man war schnell mit dem Richten
und es stand schon ein Vollstrecker bereit
jetzt tut der Henker
seine grausame, blutige Pflicht
im Namen des Volkes – das sind wir –
darf er morden, gesetzlich gesichert

Text & Musik: Hartmut Engler

Der Kreis

Hast Du das alles schon mal erlebt oder kommt Dir das nur einfach
so vor hast Du das Zeichen bemerkt das die Stimmung
hebt ist das der Schlüssel zum nächsten Tor • Oder packt Dich
die Angst, dass Du’s nie kapierst dass Dich das Murmeltier bald
wieder grüßt doch Du musst einfach spielen, egal wer gewinnt •
die Frucht schmeckt süß Du hast genug gebüßt • Diesmal kriegst
Du es besser hin denn Du glaubst ja Schaden macht klug oder
weißt Du aus Erfahrung mit gutem Grund, das ist alles
Selbstbetrug • Doch was bleibt Dir schon übrig, die Zeit läuft und
läuft all die Hamster drehn ihr Rad und Dein Herz schlägt
schneller, doch Du wartest noch auf den guten, teuren Rat bis
zum nächsten mal, bis zum nächsten mal • Refrain: Zwischen
Leid, Liebe, Tränen und Schweiß zwischen Lügen und Verzeihen
schließt sich der Kreis und Du drehst Dich mit um Leid, Liebe,
Tränen und Schweiß und Du fragst Dich wer wohl weiß was Dir
am Ende noch bleibt was Dir und mir am Ende noch bleibt • Auch
wer der Dummheit ne Falle stellt hat das Rätsel längst noch nicht
gelöst ob bei Dir jemals – erleuchtet – der Groschen fällt oder
ein Zufall/Schicksal Dich erlöst • Die Banken sind überfüllt und die
Kirchen leer weil da kein Schild in Richtung Ausgang zeigt und
so bleibst Du ein Sucher im täglichen Meer mit bemessener Zeit
zu allerhand bereit • Viele Brücken sind überquert, um die andere
Seite zu sehn vor der nächsten fragst Du, was hat es
gebracht? Doch Du wirst wieder drüber gehen bis zum nächsten
mal, bis zum nächsten mal • Refrain: … • Die mutigen
Verlierer kriegen noch eine Chance die neue Runde auf dem
Karussell da halten Heilige und Sünder die Plätze frei neben
Jesus und der Hure, neben Donald Duck und alles ändert sich so
schnell • Refrain:…

Der Mann am Fenster

Der alte Mann am Fenster gegenüber
ist nicht mehr da, jetzt ist das Zimmer leer
Ganz unwillkürlich geht mein Blick hinüber
daß ich ihn sah, wie lang ist das jetzt her
Zwei steingraue, teilnahmslose Gestalten
trugen ihn heute Morgen aus dem Haus
Der Verwalter fing gleich an zu verwalten
und jemand räumte seine Möbel aus

Der Mann am Fenster
der Mann am Fenster

Wir waren einander wie enge Vertraute
er, der vom Sessel auf die Straße sah
ich, der am Schreibtisch auf dem Bleistift kaute
wenn einer kam – der andere war schon da
Und wenn die Nacht sich auf die Dächer legte
nur dort und hier ein helles Fenster blieb
Er, der sich schlaflos in der Stube regte
und ich, der bis zum Morgengrauen schrieb

Der Mann am Fenster
der Mann am Fenster

Vorm Haus steht ein verbeulter Lieferwagen
zwei junge Leute haben ihn gebracht
und Möbel und Kartons hinauf getragen
sie malen und tapezieren die halbe Nacht
durchs offene Fenster dringt Musik herüber
die beiden lächelten mir zu vorhin
und langsam werde ich mir klar darüber
daß ich für sie ab heut´ der Mann am Fenster bin

Der Mann am Fenster
der Mann am Fenster

Musik: H.Engler/I.Reidl/M.Ansel Text: R.Mey

Der Trick dabei

Wir hecheln den Erfolgen hinterher

Wir haben keine Zeit ruhig durchzuatmen

Jedes Handeln folgenschwer

Die Träume leer

Wir hören auf die Uhr, die lauter tickt

Wir tragen die Verantwortung fürs Gestern

Und wir machen uns verrückt

Die Uhr sie tickt

Lass sie ticken, lass sie rennen

Bis wir erkennen

Wir sind sterblich

Sterblich und vergänglich

Doch hier und jetzt lebendig

Und nur das zählt

Wir drehn für uns die Welt

Okay wir sind sterblich

Sterblich und  vergänglich

Doch hier und jetzt lebendig

Den Augenblick auszukosten

Ist der Trick dabei

Der Trick dabei

Wir planen unsere Sorgen im Detail

Und wir blicken ängstlich in das Morgen

Und die Zukunft zieht vorbei

Alles einerlei

Wir suchen ineinander Trost und Halt

Wie konnten wir so lang dafür zu jung sein

Und dann plötzlich schon so alt

Uns wird ganz kalt

Und wir frieren bis wir spüren

dass wir leben

Wir sind sterblich…

Alles scheint uns endlich

Vielleicht ist da auch mehr

Vielleicht wartet schon als letzter langer

Augenblick, am Ende dann

die Ewigkeit auf uns

Wer Weiss?

Wir sind sterblich

Sterblich und vergänglich

Doch hier und jetzt lebendig

Und nur das zählt

Wir drehn für uns die Welt

Okay

Wir sind sterblich

Sterblich und  vergänglich

Doch hier und jetzt lebendig

Den Augenblick zu schmecken

zu riechen

zu lieben

zu leben

so richtig auszukosten

ist der Trick dabei

der Trick dabei

Die Beste

Du bist für mich da
Seit ich hören, fühlen, atmen, denken kann

Du warst meine Chance
Mich zurechtzufinden, von Anfang an

Bist mein bester Weg
Mich auszudrücken und mich mitzuteilen

Du hilfst mir dabei
Morgens aufzustehen und den Tag zu heilen

Und anderswo zu anderer Zeit
Hast Du uns Deine Welt gezeigt
Hast jede Not auf die man stößt
In Wohlklang aufgelöst

Ref.    1 Dutzend Töne sind die Welt
Die uns erlaubt was uns gefällt
Die nichts verbietet was uns liegt
Du meinst es gut mit uns Musik
1 Dutzend Töne ziehn uns an
Wir hörn gut zu wir bleiben dran
Weil einfach so viel in Dir liegt
Weil Du die beste bist Musik

Du hast diese Kraft
Die das Trösten, Hoffen, Lieben möglich macht

Und das Verzeihen, das Vergeben, Vergessen
Das Leben leichter macht

Was uns voneinander trennt
was man Unterschiede nennt
Das verbindet uns in Dir
jetzt und laut und hier

Ref.    1 Dutzend Töne sind die Welt
Die uns erlaubt was uns gefällt
Die nichts verbietet was uns liegt
Du meinst es gut mit uns Musik
1 Dutzend Töne ziehn uns an
Wir hörn gut zu wir bleiben dran
Weil einfach so viel in Dir liegt
Weil Du die beste bist Musik

Du warst bei mir
Als ich noch im Bauch war
Später dann als Kindermelodie

Dann auf der Bühne
Als das wie ein Traum war
Und ich bin sicher du verlässt mich nie

Text: Hartmut Engler 2007

Die grüne Pflanze

eines Nachts, wundersam
fiel zu Erde der Mond
die Sonne flog sogleich herbei
und küßte den Mond auf den Mund
Sonnenflügel, Mondesstaub im Erdgeschoß

als die Nacht vorüber war
sonderbares nun geschah
ein Samenkorn der schoß herbei
das wuchs zur Pflanze wunderbar

ein Zwerg fand bald, tief im Wald
die Pflanze grün erblüht
der Zwerg sank nieder nah bei ihr
sonderbar berührt
er fühlte sich so hoch wie nie geheimnisvoll

oh, wie ist mir dieser Duft
ihr Zwerge eilt herbei atmet tief
die Pflanze birgt ein kleines Wunder
alles wir auf einmal bunter

als die Sonne Flügel hatte
und zur Erde niederflog
als der Mond vom Himmel fiel
und Erde seinen Staub in sich sog
da entstand die grüne Pflanze
deren Duft den Geist bedeckt
und der Zwerge Neugier weckt

Text: Hartmut Engler Musik: Ingo Reidl/Hartmut Engler

Die Welle

Durch den reißenden Strom
Durch die bittere Nacht
Durch gleißendes Licht
gewappnet
an Alles gedacht

Durch ehrgeizige Pläne
Durch fixe Ideen
angetrieben
Du wolltest Wissen und Sehen

Hast Dich aufgemacht
Sinn und Glück und Dich
zu erkunden
jeden Stein umgedreht
schenkst der Zeit Deine Wunden
Wie in Trance – wie im Traum
das Vergessen erlebt
und wie Dein Halt unterm Boden
entschwebt

Tauch ein – mein Freund – tauch ein

Spür die Welle
den Atem in Dir
den Herzschlag
Jetzt und in Dir
Das Alles um Dich
und durch Dich
und darf für Dich sein
ein wacher Moment
es geschieht von allein

Tauch ein – mein Freund – tauch ein
Hast keine Mühen gescheut
Dir so viel vorgenommen
erst ein Ziel, dann das Nächste
ohne je anzukommen

Hast gelernt und versucht
und warst doch vom Lärm
oft berauscht
hast der Ruhe nur selten gelauscht

Tauch ein – mein Freund – tauch in Dich ein

Spür die Welle
den Atem in Dir
den Herzschlag
Jetzt und in Dir…

Oh Bleib bitte wachsam
bleib bei Dir und achtsam
wohin die Gedanken auch ziehen

Also tauch ins Bewußtsein
und laß Dir bewußt sein
Du musst nicht so leben
als wolltest Du davor flieh`n

Spür die Welle
den Atem
den Herzschlag…

Tauch ein – mein Freund – tauch ein

Doof

Ein viel zu enges T-Shirt, da steht „Schlampe“ drauf und darin
steckt ein Wesen, mit speck-roll-gepierctem Bauch und sie hat auch
was zu sagen, was genau erfahren wir nicht sie nuschelt was wie
„Cool ey“, in Richtung rotes Licht • Ihr Macker sei das Letzte, das
kriegt sie noch raus und die jetzt echt betroffene Meute spendet
wilden Applaus es gibt hier kein Mitleid, wie plump sie auch
schmollt berühmt für einen Nachmittag, sie hat es so gewollt •
Refrain: sie ist doof, doof dümmer, am dümmsten ich sag es nicht
so gerne doch sie hat es verdient ja, sie ist doof, doof dümmer,
am dümmsten dafür wird der Goldene Kowalski verliehn • Er
stürmt auf die Bühne, mit den Worten „blöde Kuh“ breitbeint sich
auf das Sofa, zischt: „Was lügst denn Du?“ Die Beziehung scheint
am Ende, das wollen alle sehen wann fangen die beiden endlich an,
aufeinander los zu gehen • Er sei ein geiler Hengst, das wüssten alle
Disco-Stuten wie viele er schon platt gemacht hat, kann er nur vermuten
das Publikum und Schiedsrichter, sind völlig begeistert er
hat einfach Klasse dieser Talkmeister • Refrain: er ist doof, doof
dümmer, am dümmsten ich sag es nicht so gerne doch er hat es
verdient ja, er ist doof, doof dümmer, am dümmsten dafür wird
der Goldene Kowalski verliehn • Man merke: keiner hat die beiden
jungen Menschen gezwungen öffentlich zu zeigen, wie bescheuert
sie sind am Ende sind sie wieder cool, versöhnt, eng umschlungen
der Psychologe freut sich und die Quote stimmt wir lernen: echte
Liebe macht ja nicht nur blind • Refrain: sondern auch doof, doof
dümmer, am dümmsten sie haben sich gefunden und sie haben
sich verdient ja, sie sind doof, doof dümmer, am dümmsten dafür
wird der Goldene Kowalski verliehn

Drachen sollen fliegen

lange her, daß mich was so fieberhaft packt
ich streife die gewohnte Haut ab
und fühl´ mich wieder nackt
wollte doch nur kosten, aber hat so gut geschmeckt
bin abgehoben, losgeflogen
hab´ gar nichts mehr gescheckt

Bahn frei, es ist nie zu spät
ich bin viel zu jung
he du, geh´ aus dem Weg
bin nicht mehr allzu jung

das oben war bald innen und das unten war bald kalt
alles gab es zu gewinnen doch dafür gab´s kein Halt
ich flog aus stumpfen Zonen ohne Lücken im Gesetz
in herzliche Regionen ohne Auffangnetz

doch du gibst mich nicht frei
zerrst an meinem Herz
und du ziehst an dem Seil
das uns verbunden läßt

laß mich endlich fliegen
kapp die Nabelschnur
denn Drachen sollen fliegen
ohne feste Spur

die Luft ist süß und streichelt
die schlimmsten Schmerzen weg
ein Blick in deinen Spiegel zeigt
ich brauche kein Versteck

Bahn frei, was sein muß muß sein
lenken kann ich´s nicht
he du, ich muß da durch
bevor zu viel zerbricht

laß mich los

laß mich endlich fliegen
kapp die Nabelschnur
denn Drachen sollen fliegen
ohne feste Spur

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Du bist mehr

Du bist viel mehr
als nur ein pochendes Herz
zwischen Fleisch und Blut.
Du bist viel mehr
als das bißchen Instinkt, das bißchen Mut.
Du bist viel mehr
als ein Uhrwerk, das abläuft
und die Stunden zählt.
Du bist viel mehr
als eine Randfigur, die das Zusehen quält.

Tief in Dir drin
liegt noch viel mehr,
ein fast vergessener Sinn,
wenn Du ihn suchst, geht er nie verloren,
und Du spürst, daß Du am Leben bist

Du bist mehr.
Kriech über Eis, damit Dich friert
und lös die Schlinge, die Dich schnürt
Du bist mehr.
Greif nach der Chance, die möglich ist
faß einen Plan, der nichts verschließt
Was ist mit Dir?

Du bist viel mehr,
als ein Schweigen. das zustimmt,
wenn der Wind Dich dreht.
Du bist viel mehr,
als ein längst gelesenes Buch,
das in der Ecke steht.

Tief in Dir drin
liegt noch viel mehr,
ein fast vergessener Sinn
zeig Dir erst selbst
was in Dir steckt,
da ist vieles unentdeckt.

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Du lügst

Ich hab mich schon gefragt

Wie es soweit kommen konnte

Es war ein schleichender Prozess

Und die Anzeichen waren da

 

Es gab blindes Vertrauen

Bis es aus dem Ruder lief

Deine zurecht gelegte Wirklichkeit

Nahm ich dunkel wahr

 

Habe Dich beobachtet

Das Mißtrauen nahm zu

Geredet und geprüft

Das war jenseits dessen

Was ich verstehen kann

 

Du lügst

Du verdrehst die Wahrheit

Bis sie Dir in Dein Bild passt

So verliert man sein Gesicht

Und steht bald allein

Du lügst

Glaubst Du wirklich

Was Du da sagst

Du kannst nicht mehr unterscheiden

zwischen Schein und Sein

Du lügst

 

Manchmal gibt es sogar Gründe

gute sogar, wenn man lügt

nur wenn man seine eignen Lügen glaubt

macht das doch verrückt

 

Wenn man sich so tief verstrickt hat

Daß das eigne Leben lügt

Dann ist es nicht mehr nur der Kopf

nein, auch das Herz betrügt

 

Will Dir nicht mehr böse sein

Weiß nicht mehr wie Du tickst

Enttäuschung ist ein Schmerz

Der uns warnt, daß das

Wieder passieren kann

 

Du lügst…

 

 

Glaubst Du wirklich

 

 

Geht es um die Würde?

Geht es ums Geld?

Geht es um den Anschein

Was man von Dir hält?

 

Geht es um Verletzung?

Geht es um Gier?

Ist es nur ein Schachzug

Damit Du nicht verlierst?

 

 

Du lügst….

 

Du lügst Dich in den Schlaf

lügst Dich in den Traum…

 

 

Text: Hartmut Engler 2012

 

Duett

Er: Ich hab nen riesengroßen Packen zu tragen
gefüllt mit allem was ich erlebt und endlich spür
ich bei Dir kann ich es wagen zu erzählen wie die
ganze Geschichte geht

Sie: Ich häng an Deinen
Lippen beim Zuhören ich kriech in Deinen
Augenblick doch solltest Du mir nicht zu viel
schwören ich hasse jeden billigen Trick

Er: Ich meine was ich sage ich sag Dir was ich denke ich
zeig Dir was ich fühlen kann alle meine Sünden, alle
großen Taten ich fang mit Dir von vorne an

Sie:
Du bist ein bisschen Wahnsinn, Scharfsinn, Unsinn
kompliziert, bin fasziniert doch gibst Du mir die
Ruhe die ich brauche? Ich hab im Leben eins
kapiert wer zu sehr liebt, verliert

Refrain: Er:
Komm vertrau mir und glaube mir und bau auf
mich ich enttäusch Dich nicht

Sie: Es geht nicht
es kann nicht sein ich bleibe besser doch allein
ich trau Dir einfach nicht so weit so weit wie’s reichen
muss zu zweit

Er: Ich war mein Leben lang ein
irgendwie anders das soll Dich bitte nicht schockieren
für Dich wär ich der neue ziemlich besonders
ich kann es sein dafür musst Du es nur riskiern

Sie:
Was ich sehe, was ich höre gefällt mir ich geb es zu,
es wäre perfekt doch vermutlich gibt es da eine
Falltür ein Schatten der sich in Dir versteckt

Er:
Lass es uns versuchen Sie: Bist Du zu mir ehrlich?

Er + Sie: Wie kriegen wir das jetzt nur raus?

Er: Reden und Küssen?

Sie: Ich werd Dich vermissen

Er: Es geht los

Sie: Nein, es ist schon aus

Er: Wie finden wir das jetzt nur raus?

Refrain:…

Ein graues Haar

Gerade noch hab ich Indianer gespielt
Die Tante im Kindergarten
hatte ich furchtbar lieb
Dann meine Runden auf dem Mofa gedreht
Erster Kuß, erste Liebe
wie schnell die Zeit vergeht

Und jetzt steh ich vor´m Spiegel, viertel vor acht
Die Party wird geil, mein Geburtstag
All die, die mich mögen, haben an mich gedacht
Doch was muß ich da seh´n, na was ?

Ein graues Haar
wieder geht ein Jahr
Alles Gute, Danke klar
immer noch ein Grund zu feiern
Ich seh´ ein graues Haar

Ich seh mich noch suchen
meinen Platz in der Welt
Gelegentlich hab ich ein Glas zu viel bestellt

Ich sah viele kommen
ich sah viele geh´n
Sah viele umfallen, ich blieb meistens steh´n

Viele 1000 Momente in die Zeit gerafft
Ich wünsch mir noch mehr davon, mehr noch
Hab besser kapiert, was mich glücklich macht
Was mich echt nicht kümmern muß, na was?

Ein graues Haar
wieder geht ein Jahr
Alles Gute, Danke klar
immer noch ein Grund zu feiern
Ich seh´ ein graues Haar

Wir feiern jede neue Falte, die nötig war
jedes allzufrüh ausgefallene Haar

Wir feiern jeden guten Vorsatz; ein hübscher Brauch
Und jeden guten Ansatz, ob Glatze, ob Bauch

Auch an den allerschönsten Körpern nagt
Der Weisheitszahn der Zeit
– Für wahr – die Jugend ist vergänglich, das Alter wächst
Und das zu feiern, ist der schönste Zeitvertreib

Ein graues Haar …

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Endlich ich

Der Akku ist leer, ich bin gereizt
Das Telefon schrillt, und mein Kopf ist heiß
Ich wittere bald eine Katastrophe
Mir fehlt in einem Lied noch ne ganze Strophe
Alles hat sich gegen mich verschworn
Ich ersauf in einer Flut über Augen und Ohrn
Ich krieg nix geregelt, nix was ich will
Ich brauch mal ne Pause. Still!

Dann bin ich eben egoistisch
Laß mein Pflichtgefühl im Stich
Alle können mich recht herzlich
Von Weitem und von Hinten sehn
Ich denk jetzt erst mal nur an mich

Endlich ich – Zeit für mich
Alles wie es mir gefällt
Ich umarm die ganze Welt
Endlich ich – Zeit für mich
Endlich ich

Ich bin ein manchmal hoffnungsloser Fall
Fühl mich verantwortlich für jeden Furz und Knall
Und auch noch süchtig nach Harmonie
Daß Streiten sein muß, begreif ich nie
Dann mach ich mir Sorgen, die keiner braucht
Anstatt zu genießen, reg ich mich auf
Doch ich hab auch mein Gutes
Ich bin ich – und meistens mag ich mich

Ich kann auch ganz gut helfen
Nur, so gelingt das nicht
Wenn ich selbst und meine Nerven
Am Stressen und Rotieren bin
Deshalb kurier ich erst mal mich

Endlich ich…

Engel zu Staub

Ob er das meint, was er Ihr sagt
– sie hört es gern.
Ob er es ernst mit Ihr meint?

Seine Stimme klingt weich,
wenn er flüstert
– sie hat das gern
er scheint ehrlich zu sein

Er sieht sie offen an
ihre Knie weich
oh – wo führt das hin?
Herz ist verliebt und betäubt.

Hat er wirklich sie?
oder hat er nur
das eine im Sinn
nur noch ihr Kopf der sich sträubt.

Diesmal soll alles ganz anders sein.
Sie will geben; nicht, daß er sie nimmt
und er macht es ihr leicht im Kerzenschein.
Ein Glas Wein und genau die Musik,
die sie liebt
bis alles passt, alles stimmt.

sie will sich drehn, läßt sich gehen
sie schließt Ihre Augen
und läßt es geschehn
sie fließt in einen Kuß
sie fühlt sich im Himmel
sie fühlt ihn im Schoß
Doch was bleibt? Sie hat ihm geglaubt,
wenn sie fragt, spielt er dann taub.
Und zerfällt dann ein Engel zu staub?

Damals mit dem Typ, nach dieser Nacht,
hat sie sich schlecht gefühlt.
Kam sich ausgenutzt vor.
Dieser blöde Kerl hat sich hinterher
einfach weggedreht.
Liebe geschworen, davor.

Kann das nicht alles ganz anders sein?
Mit Liebe, die beidseitig wirkt
und mit Lust, bei der niemals
die Achtung fehlt.
Und man alles gemeinsam genießt
und erfährt
nichts vor dem anderen verbirgt.
sie will sich drehn, läßt sich gehen
sie schließt Ihre Augen
und läßt es geschehn
sie fließt in einen Kuß
sie fühlt sich im Himmel
sie fühlt ihn im Schoß
Doch was bleibt? Sie hat ihm geglaubt,
wenn sie fragt, spielt er dann taub.
Und zerfällt dann ein Engel zu staub?

Da war auch mal einfach ´ne sehr schöne Nacht
mit ´nem Guten Freund, hat Spaß gemacht.
Da war auch nicht mehr
das war beiden klar.
Keine Lügen, keine Liebesgefahr.
Doch das ist nicht,
was sie jetzt will.
Das ist nicht mehr das, was sie jetzt will.

Sie will sich drehn….

Text: Hartmut Engler

Es tut weh

Unsere letzten paar Wochen
Hast Du gemeinsten Lügen geweiht
Wann gabst Du mir den letzten ehrlichen Kuß
Ab wann warst Du zum Absprung bereit ?

Deiner Sehnsucht nach neuem Land, fester Hand
Und dem Reiz neuer Haut an Haut
bist Du klammheimlich, rücksichtslos einfach gefolgt
und ich Esel, hab Dir vertraut

Oh, ich war wohl mit Blindheit geschlagen
Denn ich brauch Dich, hab auf Dich gebaut
War das alles für Dich nur ein erster Versuch
Wozu hast Du diesen Ring mit mir getauscht ?

Es tut weh, aus und vorbei
es tut weh, geht denn alles entzwei ?
All die Jahre getäuscht
Hast mich abgrundtief enttäuscht
es tut weh

Ich würd Dich gerne hassen
Doch ich lieb Dich noch viel zu sehr
Könnt ich einfach nur von Dir lassen
Kein Geruch, kein Bild, keine Erinnerung mehr

Ja,ich weiß auch, daß es Dir leid tut
Mich so gnadenlos abzuservieren
Doch auch Du bist ein Sklave der Feigheit
warum muß ich Dich am Ende so schäbig verlier´n ?

Es tut weh, aus und vorbei
es tut weh, geht denn alles entzwei ?
All die Jahre getäuscht
Hast mich abgrundtief enttäuscht
es tut weh, aus und vorbei
Es tut weh

Und ich hoff, Dein Gewissen ist
kein Ruhekissen, und
All das hat letztlich nen Sinn
Nein, ich geh nicht kaputt
Ich weiß, irgendwann
hab ich´s kapiert, und dann
Bist Du nicht mehr in mir drin
Aber jetzt tut es weh …

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Fallschirm

Ein mögliches Versagen
das zittert und schwitzt
droht schon in der Schule
im Prüfungsstress
Angst macht Hosenbodenlos

Das Gewissen
und das Lampenfieber
Gott und Krieg
und dieses Auf und Nieder
das ganze Leben
ist gespickt mit
Angst vor der Angst

Ich hab es satt
so satt
wie ein Feigling dazustehen
ich trau mich
ich trau mich nicht
an der Grenze umzukehren

ich trau mich
ich trau mich nicht
doch ich tu`s

Ich springe ich fliege
was ist schon dabei
ich fliege ich falle
ich will nicht feige sein
Gott, laß mich nie mehr

feige sein
Das Überwinden einer
festgelegten Grenze
Adrenalin
kocht Blut zu Mut
nichts ist sicher
nur der Rausch

das wäre so verdammt verwegen
ja, erhaben fast und überlegen
man hebt sich weit
vom kleinen Menschendasein ab

Denn es ist hart
so hart
wie ein Feigling dazustehen
ich trau mich
ich trau mich nicht
an der Grenze umzukehren

ich trau mich
ich trau mich nicht
oh doch ich tu`s
Ich springe ich fliege…

Doch was passiert mit mir
wenn der Fallschirm
sich nicht öffnen lässt
dann ist mein freier Fall
ein hoffnungs- und
lebloser Rest

Gott, lass mich feige sein
ich bleib im Bett
schlaf wieder eini
ich träum nur ich fliege

die Gedanken sind sicher und frei
ich träum nur ich falle
und lande weich dabei
ich lande weich dabei

Ich springe ich fliege
ich träum es mir schön
ich fliege ich falle
mit Fallschirm

ganz bequem
verträumt gesichert
bequem

 

Festgerannt

Bilder im Kopf, zu schwach belichtet
lange schon kein Land gesichtet
Viel geredet, nichts gesagt
Viel versucht und nichts gewagt
hast dir selbst so furchtbar leid getan
auch dein Spiegel schaut dich traurig an
Jedes böse Wort ein Tritt
jeder böse Blick ein scharfer Schnitt
wenn du tief im Boden bist

Festgerannt, ohne Mut, ohne Kraft
Festgerannt, unterlegen
Festgerannt, mit Herz und Verstand
Festgerannt, und trotzdem
nie, nie, nie, nie, nie, nie, nie aufgegeben

Hast dir etwas in den Kopf gesetzt
hast verloren und bist tiefverletzt
und doch suchst du etwas, was dich weiter treibt
kurz bevor die Luft wegbleibt
und du lernst wieder zu strampeln
folgst nur dem Instinkt
Du greifst nach jedem Strohhalm
wer nicht schwimmt, der ertrinkt

Festgerannt, ohne Mut, ohne Kraft
Festgerannt, unterlegen
Festgerannt, mit Herz und Verstand
Festgerannt,
Festgerannt…

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Frau Schneider

Einmal im Monat Montagnachmittags
Da kommt es zum Showdown
Am Halmabrett
Die Spieler gehen konzentriert zu Werke

Hab meine Gegnerin die ersten Male
Gründlich unterschätzt
Gedächtnisschwäche, doch
Gerissenheit ist ihre Stärke

Demenznachmittag in der
Diakoniestation
Dass sie vor jedem Zug fragt
Welche Farbe sie hat
Ist doch der, der glatte Hohn

Ref.    Frau Schneider, erkennt mich heute wieder nicht
Frau Schneider, grinst mich an
Frau Schneider fragt mich aber ungeniert
Sind sie der, der gegen mich beim Halma verliert ?

Manchmal vergisst sie wo sie ist
Und wo sie hin will, wo sie war
Doch wie Gewinnen geht
Das weiss sie offenbar noch ganz genau

Sie singt die alten Lieder, lacht,
dass man sich ansteckt und sie mag
doch das ist alles Taktik
sie ist nämlich ziemlich schlau

Kurz nicht aufgepasst schon
ist mein nächster Zug verstellt
auch wenn sie vieles vergisst
vergisst sie doch nicht
mir zu zeigen, wie ihr das gefällt

Ref.    Frau Schneider, erkennt mich heute wieder nicht
Frau Schneider, grinst mich an
Frau Schneider fragt mich aber ungeniert
Sind sie der, der gegen mich (beim Halma) verliert

Einmal hab ich sie auch besiegt
Seither weiss ich
Dass mir viel mehr
An ihrer Freude liegt
Also vergessen wir das! Hey
Also vergessen wir – was?

Text: Hartmut Engler 2009
Stand 08.07.2009

Frei

Erwartungsdruck, alles Ruckzuck

Verpflichtung ruft, Herzrasen groovt

Nervosität bestimmt die Stimmung

Und die schwankt bedenklich

 

Organisiert wird amüsiert

Hysterisch klingt das, ungeniert

Die Sklaven der Verantwortung

Die schwindeln sich bald schwindlig

 

Und alle schwimmen mit

Maier, Müller, ich und Du und Schmidt

 

Ich will frei sein, was heisst das?

sich treu sein, wie geht das?

ich leg die Beine hoch

und laß jetzt erstmal los

 

ich nehm mir eine Auszeit, ein Erlebnis

die Freiheit ist kein Endergebnis

ich laß mich jetzt durch

nichts und niemand störn

 

frei – das kann zu mir gehörn!

 

Nicht im Gedränge untergehen

Gegen Sachzwänge zu bestehen

Ist wie ein Kampf bei dem die

Windmühlen sich immer schneller drehen

 

Sogar das Freizeitangebot

Ist letztlich nichts als ein Gebot

Alle sind dabei

Anna, Lisa, ich und Du und Kai

 

 

 

Ich will frei sein…

 

 

Die Luft ist rein, ich bin bei mir

Hier darf ich sein, allein in mir

So wie ich bin, und das macht Sinn

Wenn Du das für Dich willst

Geh zu Dir hin, geh zu Dir hin!

 

 

 

 

Frei sein – was heißt das?

Sich treu sein – wie geht das?

Komm leg die Beine hoch

Und laß jetzt erstmal los

 

Nimm Dir eine Auszeit – ein Erlebnis

Die Freiheit ist kein Endergebnis

Und laß Dich jetzt durch

Nichts und niemand störn

 

Frei – das kann zu Dir gehörn!

Freunde

Es ist schön, Dich zu kennen
mit Dir zu reden oder auch Musik zu hören,
sogar Schweigen ist nie peinlich zwischen uns.
und das ist gut so.
Heucheln und Lügen ist sinnlos,
weil wir uns gegenseitig fast wie Glas durchschauen.
wir machen uns schon lange nichts mehr vor,
und das ist gut so.
Du hast in meinem Arm geweint,
so manche Nacht mit mir durchträumt,
die letzten Zweifel ausgeräumt,
ich kenn` Dich und Du mich.

Du bist nicht hart im Nehmen,
Du bist beruhigend weich,
Dich nicht zu mögen, ist nicht leicht.
Du bist kein Einzelkämpfer,
Du bist so herrlich schwach,
vertrau mir und benutz` mich,
wozu sind denn schließlich Freunde da.

Ich les` in Deinen Gesten,
und freu` mich, wenn Dein echtes Lachen klingt.
die Brücke zwischen uns ist gnadenlos belastbar,
und das ist gut so.
Wir kosten nun Nerven,
tauschen Ideen und manchmal auch das letzte Hemd,
philosophieren und saufen, und werden uns nie mehr fremd,
und das ist gut so.
wir haben uns versöhnt, verkracht, so manchen derben Witz belacht,
uns gegenseitig Mut gemacht,
ich brauch` Dich und Du mich.

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Funkelperlenaugen

Im Hürdenlauf über tausend Wenn und Aber
anstatt geradeaus auf ein unbekanntes Ziel
Ich steh` mir wieder mal selbst genau im Weg
wo ist die Ruhebank in diesem grenzenlosen Spiel

Ich denk` zuviel an übermorgen
denk` zuviel an mich
Hab` mir den Blick verstellt, auf jetzt und hier und dich
und das machst du

Du blitzt mich an mit deinen Funkelperlenaugen
das tut so gut, da ist so viel für mich drin
das hilft viel besser als jedes Reden, jedes Denken
nur noch Fühlen, nur noch Spüren mach jetzt Sinn

Die Wellen schlagen fast schon über uns zusammen
doch mit dir im Boot ertrag` ich jede rauhe See
Der Wind schlagt mir wieder mal peitschend ins Gesicht
doch mit dir im Rücken tut`s nur halb so weh

Laß mich nicht allein mit mir
laß mich ganz bei dir
will doch noch soviel spür`n, dich und jetzt und hier
und was machst du

Du blitzt mich an mit deinen Funkelperlenaugen …

Das ist wie Balsam, wie ein echtes kleines Wunder
das heilt viel besser als jede Medizin

Komm und halt mich
halt mich fest und drück mich
so fest wie du kannst

Du blitzt mich an mit deinen Funkelperlenaugen.

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Ganz egal

Sie dröhnen, stopfen, sabbeln Dich voll
Bis Du denkst, Dein Leben ist wirklich toll
Sie lachen sich krank über Dich und zählen die Kohle

Der letzte Funke Phantasie
Geht profitabel in die Knie
Die Zyniker regier´n die große Party

Sie haben Dich schon angesteckt und halbherzig gelähmt
Du hast Dich, weil Du nicht so ganz dazugehörst, geschämt
Und in Dir diese Stimme allzulange überhört
Bis Du Dich endlich wehrst

Ganz egal, was Du tust
und ganz egal, wo Du anfängst
Laß sie einfach labern
Laß sie denken, was sie woll´n
Denn es zählt nur, daß Du weißt
Worauf es Dir ankommt
Und was Dein Gewissen erträgt

Sie machen Dich geil auf das neuste Teil
Auf die Trends, die Du morgen nicht mehr kennst
ihre Konsumreligion macht sehr leicht gläubig

Nichts ist für alle, doch alles für sie
Sie wiegen das Fußvolk in Apathie
Die Welt ist schön für „Bild“ und „Bunte“, Party ! „Bravo“ !!!

Doch längst nicht alle lassen sich verkaufen, nicht für dumm
Sie stellen die gefährlichste der Fragen: WARUM ???
Ganz egal ….
Bis die letzte Stunde schlägt

Wenn Du nicht mehr weißt, wohin es geht
Dann lauern die Verführer
Und sie waschen sich tief in Dein Gehirn
Dein Wille als Verlierer
Doch wenn in Dir noch Funken sprüh´n
ein ungenutztes Feuer
Dann mach´ Dir selbst und denen Dampf
Sei Dir lieb und teuer

Ganz egal…

Ganz tief

endlich da doch der Staub vom ganzen Jahr
klebt noch auf unserer Haut
so weit sind wir gereist, um den blauen Koloß
sich faul räkeln zu sehen
er aalt sich in der Sonne bis zum Horizont
schluckt am Abend Feuerbälle und nachts den Mond
und läßt sie immer wieder frei
und glitzert und schäumt dabei

wir beide reißen uns die Kleider vom Leib
die Sonne hat es mit uns gutgemeint
wir springen rein

wir beide tauchen ganz tief ein
wir lassen alles andere sein
das Wasser schließt und ein – oh ja

naß über den Strand – Hand in Hand – erschöpft !
wir fallen in den Sand
es ist heiß, doch mit dem Schweiß auf deiner nackten Haut
ist meine Zunge schnell vertraut
das Salz macht sie rasend und läßt sich gehen
und bleibt vor keinem Tal und keinem Hügel stehen
alles in uns beiden schreit
die List ist los, höchste Zeit
du und ich im Sand auf dem Strand vor dem Meer
andere Gedanken, die gibt`s nicht mehr
erst – hinterher

wir beide tauchen ganz tief ein
wir lassen alles andere sein
wir beide tauchen ganz tief ein
wir lassen alles andere sein

Text: Hartmut Engler Musik: Ingo Reidl/Hartmut Engler

Geht es Dir gut?

Ich erinner mich

Spuren im Schnee

Stundenlange Spaziergänge

Und das Joggen um den See

 

Ich erinner mich: „Hey Kopf hoch“

das ist noch in mir drin

von Dir gesagt, klang das so richtig.

Du gabst vielem nen Sinn

 

Oh ja, das war ne

Verdammt gute Zeit

 

Ich erinner mich

Lachen und Wein

Tränenreich – sentimentale

Lange Nacht im Feuerschein

 

Ich erinner mich, Du hast es mir

ganz schonend mitgeteilt

wie`s um Dich steht, der Schock, die Angst

und niemand weiss ob es heilt

 

und dafür ist nunmal

keiner bereit

 

Geht es Dir gut

Hast Du noch Mut

Hast Du die Kraft

Das auszuhalten

Das ist nicht leicht

Ich seh`s Dir an

Ich bewundere Dich

 

Ich erinner mich

Du hast weiter gemacht

Als ob nichts wär, das fiel Dir schwer

Hast manchmal trotzdem gelacht

 

Ich erinner mich, Du lagst mit der

Verzweiflung im Krieg

Hast sie Tag für Tag, mit Deiner Art

bekämpft und besiegt

 

Und gezeigt wieviel

Dir am Leben liegt

 

Geht es Dir gut

Hast Du noch Mut

Hast Du die Kraft

Das auszuhalten

Das ist nicht leicht

Ich seh`s Dir an

Ich bewundere Dich zutiefst

 

 

 

Du hast die Zeit bewußt

genutzt und ausgefüllt

Und so gut es ging und reichlich

Den Erlebnishunger gestillt

 

Du hast in Dir mit Dir gekämpft

dabei die Fassung nie verloren

Hast gelernt, wir sind fürs Leben

Aber auch zum Sterben geboren

 

Geliebt

Es war fast zu schön
Um wirklich wahr zu sein
Es war himmelhoch, ging tief
Sturm- und Wolkenresistent

Zwei Königskinder wir sahen uns
im Seelenschein
Verwandt, verwandelt, taumelnd
Ziel: Richtung happyend

Doch der Weg war nicht derselbe
was uns auseinander trieb
Bis uns beiden nichts mehr
Anderes übrig blieb

Ref.:
Wir haben geliebt
Doch wir wussten nicht weiter
Wir hätten geschworen
Dass uns das nie passiert

So lange gesucht
Uns endlich gefunden
Doch dann ging verloren
Was uns beiden gehört

Uns blieb: wir haben geliebt
Wo haben wir uns verirrt, verpasst
Die Möglichkeit, den Sinn zu spüren
uns nah zu sein
Was immer mit uns geschieht

Wann haben wir uns verlaufen
Ohne Gemeinsamkeit
Jeder hat sich nur für sich,
auf seine eigene Art bemüht

Diese Art genau die war es
Die uns auseinander trieb
Bis uns beiden nichts mehr
Anderes übrig blieb

Ref.:
Wir haben geliebt
Doch wir wussten nicht weiter
Wir hätten geschworen
Dass uns das nie passiert

So lange gesucht
Uns endlich gefunden
Doch dann ging verloren
Was uns beiden gehört

Uns blieb: wir haben geliebt

C:         Das kann uns keiner nehmen
Das Erinnern das bleibt
Oh – es sollte nicht sein

Text: Hartmut Engler 2008
Stand 08.07.2009

Gemeinsam

Die Tür schließt Du ganz leise
damit ich noch schlafen kann
es war ne sehr lange Nacht
Wir waren auf einer Reise
durch Worte, Wein, Gott und die Welt
Wir haben so viel gelacht

Ich hab mich so daran gewöhnt
nicht ohne Dich zu sein
Bis ins kleinste alltägliche Allerlei
Bist unentbehrlich liebevoll

und Dir fürs Grobe nie zu fein
Nichts ohne Dich
oh ich bin so frei

Denn so richtig gemeinsam
ist es mit Dir
so richtig gemeinsam
fühl ich mich nur neben Dir
Alleinsein kann ich mit Dir
und sogar einsam
bin ich am liebsten
gemeinsam mit Dir

Ich hab einfach entschieden
dass es für uns besser ist
so ganz unteilbar zu sein
zum Glück für mich
hast Du es vermieden
was diesen Aspekt angeht
anderer Meinung zu sein
Ich hab mich so daran gewöhnt
Dir in Dein Herz zu sehn
oh ich freu mich weiter
mit Dir umzugehen

Denn richtig gemeinsam…

und das find ich schön
ja ich fühl mich vom
Leben verwöhnt

Schicksal oder Zufall
oder einfach nur egal
ich nehm Dich
wie Du kommst
und wenn Du bleibst
dann bin ich davom Leben verwöhnt

Alleinsein kann ich mit Dir
und sogar einsam
bin ich am liebsten
gemeinsam

Gemeinsam
ist es mit Dir…

 

Gesund

Ein Begleiter in den dunklen Stunden
Eingeschlichen, einfach akzeptiert
Trainer und Gegner in den Sparringsrunden
Mit der Frage, wer verliert

Ein Beobachter der Seelenlage
Der die Stimmung gern manipuliert
Ein Seitenwechsler auf der Lebenswaage
Der am liebsten kontrolliert

Freigekämpft und losgelöst
Ich brauch Dich nicht mehr
Freigefühlt und abgelöst

Ref.    Ja ich spür, Du kriegst mich nicht mehr unter
Du bist nichts mehr was mich unterkriegt
Und ich schwör, Du ziehst mich nicht mehr runter
Du bist nichts mehr was mich runterzieht
Für Dich gibt’s keinen Grund
Fühl mich gesund, wieder gesund

Ein Schmarotzer in den schweren Tagen
Der wie Blei unter die Hautschicht zieht
Ein Verwalter allerschlimmster Sorgen
Von dem man spricht, den man nie sieht

Freigekämpft und losgelöst
Ich brauch Dich nicht mehr
Freigefühlt und abgelöst

Ref.    Ja ich spür, Du kriegst mich nicht mehr unter
Du bist nichts mehr was mich unterkriegt
Und ich schwör, Du ziehst mich nicht mehr runter
Du bist nichts mehr was mich runter zieht
Für Dich gibt’s keinen Grund
Fühl mich gesund, wieder gesund

Genesen, am eigenen Wesen genesen

Text: Hartmut Engler 2008 Stand 08.07.09

Geweint vor Glück

Dunkel war der Tunnel,
eng, voll blanker Angst.
Die Nerven am zerfetzen,
innerlich verkrampft.

Hoffnung fast verloren,
und doch blieb stets dieses Licht.
Ganz weit zwar, noch am Ende
des Tunnels fest in Sicht.

Nie geahnte, neue Kräfte freigesetzt.
Gespürt, daß nichts, rein gar nichts den Willen dir ersetzt
Hart gestrampelt, dem hellen Ende nah.
Plötzlich alles richtig, plötzlich alles klar.

Ich hab` geweint vor Glück, geweint vor Glück
Alle Dämme brachen, trotzdem blieb die Katastrophe aus
Ich hab` geweint vor Glück, geweint vor Glück
Hab` mich höchstens meiner Tränen stolz geschämt
Ich hab` geweint vor Glück

Mit dem Schicksal gehadert und alle Welt verflucht
Im Meer aus Selbstmitleid ertränkt
und so mein Heil gesucht

Zweifelsmarterpfeile quer durch Herz und Hirn
Verbissen gegen angekämpft, so gut es eben ging
Lenken lernt nur, wer genügend übt
Jede Menge Fehler, bis nichts die Richtung trübt
Bin angekommen, sei`s auch nur am ersten Ziel
Alles ist jetzt richtig und gewonnen ist schon viel

Ich hab` geweint vor Glück…
Ich hab` geweint vor Glück…

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Gib sie her

Du hast wieder alles falsch gemacht
und es ist wieder mal ein anderer, der am Ende lacht
Ich komm um Dir zu helfen, Du mußt mir nur vertrau´n
Ich kenn´ da ein paar Tricks, um Dich aufzubauen.
Kapier doch endlich, bisher warst Du viel zu weich
machst den anderen das überholen viel zu leicht
Meine Lieblingsfarbe ist bestimmt nicht weiß
Meine Hilfe kostet nur einen bescheidenen Preis
Hier ´ne kleine Lüge, da ein kleiner Verrat
und Du begreifst sehr schnell, wer den Vorteil hat
Dein ätzendes Gewissen, den moralischen Schoß
sind wir durch immer wieder üben, üben, üben bald los
Das ist gar nicht so schwierig, wie Du jetzt noch denkst
Wart nur, bis Du erst am längerem Hebel sitzt und lenkst
ein geiles Gefühl und dann 1, 2, 3
erfüllt sich jeder Wunsch so quasi nebenbei
Dein Lachen zeigt Überlegenheit, Überheblichkeit
und den Schuß von Arroganz, den nur Erfolg verleihen kann
unwiderstehlich
Und Deine Traumfrau vergöttert Dich
Du bist geldpotent und verführerisch
Der Neid der kleinen Leute macht Dich an
wenn der Preis bezahlt ist, ja erst dann
Gib sie her, ich will nur Deine Seele – nicht mehr
und mir nicht zu erliegen ist schwer
Wehr´ Dich nicht sinnlos, und sieh was ich biete
und was Du gewinnst
Was sollen Deine Zweifel – Warum zögerst Du noch ?
Ich bin Dein einziger Freund – das weißt Du doch
Die Nettigkeit, die Rücksicht und die Rechtschaffenheit
die Skrupel und die gottverdammte Ehrlichkeit
sind Hindernisse, die den rechten Weg versperr´n
es wäre teuflisch schön, wenn die nicht wär´n
Du stehst am Scheideweg und Du redest von Schuld
Und mir platzt gleich der Kragen, denn mir fehlt die Geduld
Schau Dich um
Schau das Grinsen an
das in aller Welt nur gewinnen kann
und Du willst wirklich nicht dazu gehör´n ?
wie bedauerlich – lächerlich
Gib sie her, ich will nur Deine Seele – nicht mehr
und mir nicht zu erliegen ist schwer
Wehr´ Dich nicht sinnlos, und sieh was ich biete
und was Du gewinnst
Ach wie gut, daß niemand weiß, wessen Seele ich verspeis
Mein Kunden lenken, was die ander´n denken
Was soll das heißen, hey Du magst wie Du bist
Du bist ein Weichei, ´ne Memme, erzähl´ kein Mist
ohne frischen Nachschub trockne ich aus
Und deshalb rück´ jetzt endlich die verdammte Seele raus
Gib sie her…

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Gib uns etwas Zeit

Angst, daß ich Dich wieder belüge
Angst, daß ich Dich nochmals so betrüge
Mut, auf das Kribbeln im Bauch vertrauen
Mut, sich abgrundtief in die Augen zu schauen
Hab` Dich gedemütigt und
total unterschätzt,
und doch ist so viel zwischen uns
was heil blieb,
um wieder gutzumachen,
gib mir nur noch eine Chance,
nur ich hab` Dich so irrsinnig lieb

Gib uns etwas Zeit,
das Fieber steigt,
wir sind bald wieder zu
jedem Blödsinn bereit.
Gib uns etwas Zeit,
ich hab` soviel dazugelernt,
was war, tut mir unendlich leid

Angst, daß ich Dich letztlich verliere
Angst, daß ich die Risse nur kaschiere
Mut, sich mit den Augen des Anderen sehen,
Mut, trotz all der Rätsel den Sinn zu verstehen.

Ich hab´ Dich klein gemacht
und dann noch übersehen,
und doch ist soviel zwischen uns,
was heil blieb
ich hab´ Dich krank gemacht.
ich lieb dich auch wieder gesund
nur ich hab´ Dich so irrsinnig lieb

Gib uns etwas Zeit,
das Fieber steigt,
wir sind bald wieder zu
jedem Blödsinn bereit.
Gib uns etwas Zeit,
ich hab` soviel dazugelernt,
was war, tut mir unendlich leid

Gib uns etwas Zeit,
ich hab´ soviel dazugelernt
was war, tut mir unendlich leid,
tut mir unsagbar leid
tut mir unsingbar leid

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Giorgio Successi

Frage: Lieber großer Giorgio Successi,
du bist ja so berühmt
kannst mir nich´ mal sagen
wie man das macht ?

Antwort: jeder will von mir das Erfolgsrezept
wie man einen Hit neben den anderen setzt
die Leute haben Spaß an meinen LPs
und mein Erfolgsweg ist gepflastert mit Kies

ich hab´ das beste Studio weit und breit
wo ein Problem ist, ist für mich kein´s
doch mein Geheimnis ist und bleibt
aber Pssst, Regel Nr. 1

das Publikum ist schlau
schlauer als man glauben kann
die wissen ganz genau
welchen Mist man kaufen kann

´ne Prise Sex – gut versteckt
keine Politik, es wir nicht angeeckt
man muß das Tanzbein aktivieren
man muß Freude servieren

ich hab´ gute Freunde überall
das sind – Maden im Speck fett und prall
das hilft mir mächtig doch ich weiß
mein Geheimnis, ist Regel Nr. 1

das Publikum ist schlau
schlauer als man glauben kann
die wissen ganz genau
welchen Mist man kaufen kann

natürlich gibt es hin und wieder
Querulanten die nur neidisch sind
aber, ich kenn´ die Brüder
die gönnen mir den Erfolg nicht
die reden von Kunst und Ehrlichkeit
doch das bringt die armen irren
auch nicht weit
und wenn sie mich beschimpfen
da kann ich nur grinsen
und denk´ an meine Regel Nr.1

das Publikum ist schlau
schlauer als man glauben kann
die wissen ganz genau
welchen Mist man kaufen kann

Text: H. Engler/G. Helm Musik: H. Engler/I. Reidl

Glauben

Der Regen tropft und tanzt
Auf diese unnachahmliche Weise
Allmählich und leise
Vermischt sich dieser Nachmittag
Mit gestern, morgen, jedem Tag
Erzählt von einer
Kurzweilig lang, langen Reise

Bis mein Leben vor mir lag
Und vor mir liegt und vor
Mir liegen wird
Und Freude mich durchströmt
Mit allem mich versöhnt

An- und innehaltend für den
Einen lichten Moment
Der keinen Zwang
Und keine Zeit mehr kennt

Ref. Solang der Regen auf uns niederfällt
Solang die Wolken weiterziehn
Solang die Ruhe wiederkehrt
Solang die Liebe doch noch zu uns hält
Solang glaub ich fest daran, dass ich glauben kann

C: Kannst Du Glauben?
Woher kommt die Kraft,
die für uns
das Lebens- und das
Liebenswerte schafft

Ein Garten lichtdurchtränkt und feucht
Da wär so viel zu sagen
Doch ganz ohen Fragen
Ist alles was ich wissen will
Ganz einfach da, erhaben, still
spüren ohne Schmerz
ohne Wut, ohne Klagen

Sinn und Unsinn
Lust und Laune
Nur für diesen Augenblick
Ich hol ihn mir
Von Zeit zu Zeit zurück

Glaubst Du denn

Glaubst du denn, du bist der einzige
der sich Sorgen macht, um das was morgen ist
glaubst du denn, nur du allein hast Angst
daß keine Zukunft ist
glaubst du denn, daß etwas besser wird
wenn du apathisch in dich versinkst
und durch Selbstmitleid und Tränen geschwächt
keine Kraft zum handeln aufbringst

was glaubst du wohl, warum hunderttausend
auf die Straße gehen
und warum, glaubst du kann man Hoffnung
in ihren Augen sehen
na, was glaubst du wohl, die haben doch
dieselbe Angst wie du
doch sie haben verstanden, sie haben begriffen
sie schauen nicht länger zu

wir sitzen alle im selben Boot
wir sterben alle den selben Tod
doch vorher gibt es noch viel zu tun
gegen diese Angst hilft nicht, sich einfach auszuruhen

glaubst du denn, daß dein Kopf im Sand
dich irgendwie beschützt
glaubst du nicht, daß deine Laschheit
nur den Angsterfindern nützt
schau dich um – manch einer vergißt seine Angst
weil er für andere was tut
gemeinsam kann man vieles ändern
gemeinsam hat man Mut

wir sitzen alle im selben Boot
wir sterben alle den selben Tod
doch vorher gibt es noch viel zu tun
gegen diese Angst hilft nicht, sich einfach auszuruhen

wir sitzen alle im selben Boot
wir essen alle vom selben Brot
wir leiden alle die selbe Not
wir sterben alle den selben Tod
wir sitzen alle im selben Boot

Text: Hartmut Engler Musik: Ingo Reidl/Hartmut Engler

Gut genug für mich

Dein Gesicht auf der Zeitung mit der Zeile die schlägt
und zwar ganz genau dahin wo man keinen Schutz trägt •
Du wurdest verraten vielleicht auch verkauft jetzt hast
Du den Dreck nun friss ihn auch auf • Du hast es gewollt
also red Dich nicht raus das ist der Preis für den großen
Applaus • Nimm Dir das Beste beschwere Dich nicht
jeder Genuss zieht die Reue nach sich • Zwischen den
Zeilen bleibt die Wahrheit versteckt und die ist kompliziert
und wäre angeeckt • Und sie ist auch intim und privat,
sie ist Dein, sie gehört keiner Zeitung, nur Dir allein
was ist gut für Dich? Gut genug für Dich? • Refrain: Zart
besaitet dünn behäutet und schon kriegen sie Dich dran
leg Dir einen Panzer an der Dich davor schützen kann
ohne Rücksicht auf Verluste geht das aber meistens nicht
zeig dem Spiegel Dein Gesicht bist Du Gut genug für Dich?
Gut genug für Dich? • Massenunterhaltung die an Grenzen
stößt wenn Du Dich erklärst wirst Du weiter entblößt •
Die Meinungsmacher aber haben nur Macht wenn man
den Blödsinn glaubt den sie sich ausgedacht • Schreib Dir
ein Lied das Du selbst auch glaubst damit Dir die anderen
und Du selber vertraust • Da gibt es noch viele die
können verstehen dass öffentlich erpresste Beichten an
die Nerven gehen • Bist Du gut für Dich? Gut genug für
Dich? • Refrain:… • All die Jahre rauscht es, brüllt es im
deutschen Blätterwald all das Lob ist aufgesogen, jeder
Tiefschlag trifft und lässt Dich immer noch nicht kalt • Du
hast gelernt einzustecken Du bist keine Mimose kannst
verzeihen, Du bist kein Elefant und Du fragst ob sie wissen
was sie tun und Du leistest einfach weiter singend
Widerstand • Refrain:…

Guter Stern

Manni aus München und Karin aus Kiel
sitzen im Bierzelt und haben zu viel

Benny und Birte in nem Park in Berlin
er will sie nicht, sie will aber ihn

Wir sind so gut
wie es uns tut

Jana aus Jena hat sich verliebt
obwohl das Ärger mit dem Partner gibt

Britta und Basti ziehen nach Bonn
Britta ist schwanger Basti weiß nichts davon

Wir sind so gut
wie es uns tut

Wir machen weiter
und wir machen es gern
die Schale ist am meckern
die Freude im Kern

wir lieben das Leben
und leben es gern
wir stehn
auf einem guten Stern

Wir machen weiter
und wir machen es gern
die Schale ist am meckern
die Freude im Kern

wir lieben das Leben
und leben es gern
wir stehn auf einem richtig guten Stern
Lena aus Landau lacht ganz laut
hat ihrem Ex ein Rendezvous versaut

Erik aus Essen hat es immer gewußt
Liebe heißt Genuß und Verlust

Wir sind so gut
wie es uns tut

Ingo aus Ingolstadt mag es gern schnell
Inge meint, langsam das ist kein Duell

Kerstin aus Kleve klagt ungefragt
Kurt ist genervt bis er schliesslich versagt

Wir sind so gut
wie es uns tut

Wir machen weiter…
Wir kennen unsere Schwächen
und wir arbeiten dran
wir können lernen wir packen es an

es menschelt bei Menschen
wir stehen dazu
wir sind wie wir sind
so wie ich und wie Du

Wir lieben das Leben
und leben es gern
wir stehen auf einem guten Stern

Wir machen weiter…


 

Hab mich wieder mal an Dir betrunken

bin so froh, daß es so was für mich gibt
alles festgelegte sich so leicht verschiebt
ansehen – zuhören – völlig leichtgemacht
nehmen – geben – total unbedacht

bin so froh, mein Kopf in deinem Schoß
all´ die schönen kleinen Dinge werden groß
Augen, Hände, feuchter Hauch und dann –
ohne Anfang, ohne Ende, wo fängt der Himmel an
bin wie berauscht von dir

hab mich wieder mal an dir betrunken
hochprozentig – Liebesrausch
den schlaf´ ich mit dir aus
bin schon ganz und gar in uns versunken
heiße Haut als Himmelbett
nie mehr voneinander weg

bin so froh, dein Pulsschlag überall
Grund– und Bodenlos gefühlt im freien Fall
Atem erhitzt, süßer Schweiß
war nie so nah bei dir
hab´ alles vergessen
nur eins, was ich weiß
der Himmel ist jetzt hier
bin wie berauscht von dir

hab mich wieder mal an dir betrunken
hochprozentig – Liebesrausch
den schlaf´ ich mit dir aus
bin schon ganz und gar in uns versunken
heiße Haut als Himmelbett
nie mehr voneinander weg

Text & Musik: Hartmut Engler/Ingo Reidl

Halt Dich fest

Es geht mir gut, wenn es dir gut geht
und dafür tu ich, was ich kann für dich.
Glaub bitte nicht, das mir der Mut fehlt.
Glaub einen der versucht, nur zu versprechen, was er halten kann.

Glaub an die Macht der Sinne,
oh glaube, was du fühlst,
ich schlag dir jeden kleinsten Zweifel in die Flucht.
Glaub an Zufall, an Bestimmung,
ganz egal, hab dich gefunden,
dich zuvor ein halbes Leben lang gesucht.

Refrain:
Komm halt dich fest, komm hier in meine Arme und lass die Welt
alleine Draußen stehn. Das Glück trägt deinen Namen, ein Traum,
ein Kuss, ein Stern. Ich lass dich nie mehr gehn.

Die Zuversicht, die du im Blick trägst,
lässt mich der sein, der ich sein will für dich.
Das du entschlossen nicht mehr abwägst,
zeigt mir, du hast mich ganz verstanden, hast uns beide auserwählt.
Für ein großes Miteinander und ein Füreinander da sein,
ja wir räumen uns die Zweifel aus dem Weg.

Refrain:
Komm halt dich fest, komm hier in meine Arme und lass die Welt
alleine Draußen stehn. Das Glück trägt deinen Namen, ein Traum,
ein Kuss, ein Stern. Ich lass dich nie mehr gehn.

Das Glück trägt deinen Namen, ein Traum, ein Kuss, ein Stern.
Ich lass dich nie mehr gehn.

Komm halt dich fest, komm hier in meine Arme und lass die Welt alleine Draußen stehn. Das Glück trägt deinen Namen, ein Traum, ein Kuss, ein Stern. Ich lass dich nie mehr gehn…. nie mehr gehn…

Heimlich

Sie kann sich nicht beklagen
eigentlich geht es ihr doch ziemlich gut
Na ja, sie weiß, nach so vielen Jahren
fehlt das Feuer,
doch bleibt ihr immer noch
etwas von der wärmenden Glut

Da sind die ersten kleinen Falten
Auf ihrer immer noch recht jugendlichen Haut
Oh ja, sie hat sich wirklich gut gehalten
doch seine seltenen Komplimente
klingen viel zu vertraut

Sie ist Hausfrau und Mutter
hat beides gewollt, doch da war irgendwann auch mal mehr
Manchmal fragt sie sich war das alles
doch dann räumt sie hinter den Kindern her

Heimlich träumt sie sich fort
heimlich sucht ihre Liebe den fast schon vergessenen Ort,
wo heimliche Wünsche vergeh´n
heimlich, in Arme, die zärtlich versteh´n

Früher war er anders
sie waren frisch verliebt, das ideale Paar
Er war erfolgreich und dann die Heirat
und die Zukunft war schon immer völlig klar

Ja, sie weiß, was sie hat
doch sie spürt, was ihr fehlt
und ihr Hunger ist längst nicht gestillt
Sie wischt Staub und bleibt steh´n v
an der Wohnzimmerwand vor dem süßen Familienbild

Heimlich träumt sie sich fort
heimlich sucht ihre Liebe den fast schon vergessenen Ort,
wo heimliche Wünsche vergeh´n
heimlich, in Arme, die zärtlich versteh´n

Und der junge Mann, der sie im Traum besucht
kümmert sich und betet sie an
und sie hofft und sie fürchtet den Augenblick
da sie ihn wirklich trifft,
denn – was dann ?

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Heimwehland

Was mal wichtig war
was jetzt wichtig ist
das verändert sich
mit der Perspektive

und das Weltgeschehen
kann ohne mich geschehen
doch ich bin dabei
auf meine Weise

streich mir etwas Sonne
auf frischgebacknes Brot
ich wußte gar nicht mehr
wie gut das schmeckt

Ich gönn mir etwas Mondschein
und Wein am liebsten, rot
Mitten im Genußerlebnis
hab ich es entdeckt

Alles was ich mir erträume
was ich mir nur wünschen kann
Alles was ich je erreiche
liegt in meinem
Heimwehland

Vieles lern ich
Vieles fühl ich
Vieles ist bekannt
unterwegs
ins Heimwehland

Wo das Ziel auch war
Wo das Ziel jetzt ist
das veränder ich
schau auf meinen Kompass

Was die Welt mir schenkt
wenn sie mal an mich denkt
nehm ich dankend an
von Allem etwas
Reiner Blütenhonig
tropft mir auf den Keks
klebrig-süße Finger
abgeleckt

Harte, trockne Logik als
Verpflegung unterwegs
ich spuck sie gerne aus
sie hat mir
selten gut geschmeckt

Alles was ich mir erträume…
Was uns aus den Federn treibt
Was am Ende übrig bleibt
Im Gedankenfluß
Im Leiden
Im Genuß
ist Heimwehland

Alles was ich je erreiche
liegt in meinem Heimwehland
Vieles lern ich
Vieles fühl ich

Vieles ist bekannt
unterwegs
ins Heimwehland

 

Herbst

Wir haben nicht mehr alle Zeit der Welt,
doch unser Blick geht weit
Wir tun`s genau wie`s uns gefällt
Wir sind ziemlich gescheit.

Wir sind nicht taufrisch aber echt
Und stehn, da wo wir stehn zu Recht
Wir haben das meiste schon gesehen
Wir waren gar nicht so schlecht

Wir sehn noch in die Zukunft
Doch wir wissen, was alles vergangen ist
Das prägt und lässt Dich ahnen
Was Du bis dorthin noch vermisst

Ref.        Unser Frühling ist vergangen
Und der Sommer fast verweht
Doch der Herbst ist uns geblieben
Es ist noch lange nicht zu spät

Der Frühling vergangen
Der Sommer verweht
Der Herbst ist geblieben
Es ist noch nicht – für nichts zu spät
(und der Winter kommt erst weit dahinter)

Uns sind Geburten recht vertraut
Wir stehen an Särgen und man schaut
Wohin die eignen Wege gehen
Und was die Aussicht verbaut

Wir träumen noch die Pläne
Und wir wissen wie`s geht und was machbar ist
Das hilft und gibt Dir Ruhe
Dass Du nichts wichtiges vergisst

Ref.        Unser Frühling ist vergangen

Farbenfrohe Ausgelassenheit
Herz im Herbst, ihr Jungen nur kein Neid

Text: Hartmut Engler 2008 Stand 08.07.2009

Herz für Kinder

Die kleine Eva ist schüchtern,
ihre Mutti leitet eine Boutique in der Stadt
Die kleine Eva weint viel
ihr Pappi rasiert sich jeden Morgen ganz glatt.
Eva zittert stark bei Dunkelheit,
ihre Eltern sind zu zweit.
Eva kreischt laut, wenn sie alleine bleibt
ja, wer hat schon so viel Zeit.
Der Urlaub gebucht
die Kirche besucht,
das Auto sauber und poliert.
die Karriere gezielt,
ganz adrett überspielt
was hinter dieser Fassade passiert

Das Herz für Kinder bleibt ganz kühl
nur ein Abziehbildgefühl
es klebt an einem Autoheck,
es schlug noch nie am rechten Fleck

Der kleine Frank ballt die Fäuste
und tritt den anderen Kindern die Sandburgen ein.
Der kleine Frank wird schnell wütend,
und grinst erst wieder,
wenn die anderen schreien,
sein Rücken ist oft grün und rot und blau
Mutter ist `ne schwache Frau
Vater will´nen echten Mann zum Sohn,
ja, wem schaden Prügel schon
Weiß ist das Hemd,
Liebe ist fremd,
das Auto sauber und poliert,
ein freies Land,
es geht niemand was an,
was in den eig´nen vier Wänden passiert.

Das Herz für Kinder bleibt ganz kühl
nur ein Abziehbildgefühl
es klebt an einem Autoheck,
es schlug noch nie am rechten Fleck

Das Herz für Kinder bleibt ganz kühl
nur ein Abziehbildgefühl
es klebt an einem Autoheck,
es löst sich ab
und liegt im Dreck

Das Herz für Kinder bleibt ganz kühl
nur ein Abziehbildgefühl
es klebt an einem Autoheck,
es schlug noch nie
noch nie am rechten Fleck

Text & Musik: Hartmut Engler / Ingo Reidl

Herzbeben

Nach all dem Ab und Auf
Hätt` ich langsam doch geglaubt
Dass ein bisschen Weisheit mich beschützt
Doch danach sieht`s nicht aus

Du bringst mich durcheinander
Läßt mich los, hältst mich zurück
Jede Logik macht sich aus dem Staub
Für ein paar Tropfen Glück

Lass` mich meine Ängste
In deine Blick verlier`n
Lass` uns zittern, wohlig schaudern
Und vibrier`n

Du bist wie ein Herzbeben
Erschütterst bis ins Mark
Bin irritiert, verlegen
Doch jetzt erst recht – ganz stark
Du bist wie ein Herzbeben
Tief und mittendrin
Ich will dich erleben
Wenn das allerletzte Eis zerspringt

Ich weiß doch sonst genau
Was mich warum wozu führt
Ja ich bin doch sonst so furchtbar schlau
Nur indirekt berührt

Doch du kommst hemmungslos
So ganz nah an mich ran
Fühl` mich wehrlos, du ahnst, dass ich
So nicht von dir lassen kann!

Treib` mich in den Wahnsinn
Aber treib` mich nicht zu weit
Oder bitte doch ein kleines Glück zu weit

Du bist wie ein Herzbeben
Erschütterst bis ins Mark
Bin irritiert, verlegen
Doch jetzt erst recht – ganz stark
Du bist wie ein Herzbeben
Tief und mittendrin
Ich will dich erleben
Wenn das allerletzte Eis zerspringt

– Wenn es zerspringt
– Bis es zerspringt
Spürst du das Beben
– Wenn es zerspringt
Den Puls, das Leben
– Bis es zerspringt

Wie ein Herzbeben
Erschütterst bis ins Mark
Bin irritiert, verlegen
Doch jetzt erst recht – ganz stark
Du bist wie ein Herzbeben
Tief und mittendrin
Ich will dich erleben
Wenn das allerletzte Eis zerspringt

Du bist wie ein Herzbeben
Erschütterst bis ins Mark
Bin irritiert, verlegen
Doch jetzt erst recht – ganz stark
Du bist wie e! in Herzbeben
Tief und mittendrin
Ich will dich erleben
Wenn das allerletzte Eis zerspringt

Herzlich

Du ahnst, Du denkst, Du glaubst,
Du sagst, Du meinst, Du schweigst es aus
Und ich zerdeute mich an Dir
Was Du ahnst, wie Du denkst, was Du glaubst
Wie Du`s sagst, wen Du meinst, was Du mir verschweigst
Des Rätsels Lösung steht vor mir

Ich hab versucht Dich zu begreifen und
Ich versuch es weiterhin
Denn aufzugeben, zu verzweifeln ist
Nun mal wirklich nicht mein Ding

Nein ich kann Dich nicht verstehen
Ich kann Dich nur lieben
Es ist schwer das einzusehen
Ich will Dich nur lieben

Keine Logik hilft mir weiter
Die Erklärung ohne Sinn
Du bist einfach herzlich in mir drin

Ich stell klar, ich wäg ab, ich nehm wahr,
ich studier, ich erfahr, und ich rate Dir
Und Du willst gar nichts davon hören
Wenn Du liest, wenn Du schminkst, wenn Du shoppst
wenn Du schwelgst, wenn Du grinst, wenn Du mich ansiehst
Lass Dich von mir bitte nicht stör`n

Adam, Eva, Mars und Venus und
Irgendwie gibt das ein Paar
Wie, warum, weshalb, wer weiss schon was
die Erkenntnis trifft mich hart

Nein ich kann Dich nicht verstehen
Ich kann Dich nur lieben
Es ist schwer das einzusehen
Ich will Dich nur lieben
Keine Logik hilft mir weiter
Die Erklärung ohne Sinn
Du bist einfach herzlich in mir drin

Text: Hartmut Engler 2008

Hey Mensch

Er kam zu mir, er war mein Freund
er sucht Trost und Rat
er war enttäuscht vom Leben hier
bereit zu jeder Tat
ich hatte Angst um ihn
ich schrie ihn an
Hey Mensch
reiß Dich doch zusammen
schau der Gefahr ins Gesicht
sonst erträgst Du sie nicht
hey Mensch
zeigt sich Dir des Lebens Schatten
ja dann geh doch ins Licht
bis der Schatten zerbricht
er hatte Angst zu leben
und wenn er einmal gefallen war
konnte er sich nicht mehr erheben
keine Kraft, kein Wille war mehr da
Hey Mensch…

All mein Flehn und all mein Bitten
er hat nicht erhört
die Brücke war hoch
und der Tot war tief
er war ja so verstört
ich schrie ihn an
Hey Mensch…

Hohlraumversiegelung

Reden und danach erst denken

Ist ein Volkssport – in der Tat

Quasseln als Ersatzgedanke

Wenn man keinen hat

 

Wir sind umzingelt von Gelaber

Das uns gar nicht interessiert

Verwickeln uns in Wortgefechte

Die Vernunft verliert, beleidigt – isoliert

 

Wenn nichts drin ist in den Köpfen

Leere nur hinter der Stirn

Dann gibt`s ne Lösung , dass nichts austritt

aus dem Quasselhirn

 

 

Wir fordern

Hohlraumversiegelung

Hohlraumversiegelung

Wir fordern

Hohlraumversiegelung

Schluss mit dem gequatschten Stuss

 

Nicht mal die geringste Ahnung

Doch die Meinung forsch erzählt

Die private Herzbanane

Wird wortreich geschält

 

Öffentlich – Stammtischkowalskis

Poltern los – echt medial

Für die Kunst viel Nichts zu sagen

politisch ideal – Für`n Arsch und das global

Nicht mal heiße Luft die anzeigt

Hier arbeitet ein Verstand

Stattdessen treibt verbaler Ausstoß

Uns an des Wahnsinns Rand

 

 

Wir fordern Hohlraumversiegelung!

 

Ein gepflegter Small-Talk

Kann so wichtig für uns alle sein

Doch der Umwelt zu Liebe

Dämmen wir den Wortmüll ein

Durch Hohlraumversiegelung …

Hör gut zu

Ich habe gut und gerne 5 Kilo Übergewicht
ein krummes Ding Namens Nase ziert mein Gesicht
und wie ich an ´ne Frau wie Dich komm, weiß ich nicht
zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt
hab ich Dich oft genervt, selten Rücksicht geübt
doch das ist mir ernst, ich war und bin und bleib in Dich verliebt

Ich zeig Dir noch mal meinen alten Trick
ich sitze am Klavier mit Hundeblick,
und Du weißt, was das heißt

Hör gut zu, Du bist mein Glück
und ich sing Dir meine Lieder
und ich nehme keins davon zurück
Ich lieb Dich immer mehr
Hör gut zu, Du bist mein Glück
nicht immer, aber immer wieder
bin ich total durch Dich verzückt
Du bist mein echtes, pures Glück

Ich bin Dein Tiger, bin Dein Häuptling kuschelnder Bär
die Wahrheit liegt wohl dazwischen, ein Mann hat´s heut eben schwer,
Du hast mein Herz gestohlen, gib es nimmer her
Ein Dschungel aus Alltag und Du mittendrin
ich würd mich dauernd verlaufen, doch Du kriegst das hin
Du findest den Weg, unseren eigenen Weg, weil ich bei Dir bin

Du kannst mir nie sehr lange böse sein
denn mir fällt immer noch was schönes ein
für Dich und das klingt ganz erstaunlich

Hör gut zu, Du bist mein Glück
und ich sing Dir meine Lieder
und ich nehm keins davon zurück
Ich lieb Dich immer mehr
Hör gut zu, Du bist mein Glück
nicht immer, aber immer wieder
bin ich total durch Dich verzückt
Du bist mein echtes, pures Glück

Zwischen Supermarktregalen kriecht ein junger Mann
und sucht verwirrt nach seinem Glück
und er sieht sie
und er sagt nichts
und er schreit nicht
nein, er singt, Hör gut zu ….

Ich bin Dein Lied

Wenn sich alles gegen Dich verschworen hat

Wenn Du nicht mehr durchblickst, keiner Dich sieht

 

Wenn Du vor lauter Antworten die Fragen nicht mehr weisst

Und Dein ganzer Tag sich bückt und dann kniet

 

Dann hör mir zu damit ich Dir helfen kann

Laß es zu, sei so frei, nimm es an

 

Ich bin da

Wenn Du abends die Augen schließt

Ich bin da

Wenn Du in Deine Träume fliehst

Und ich bin da

Wenn Du wieder ins Leben ziehst

Ja ich sing für Dich, kling für Dich

Ich bin Dein Lied

 

Wenn der Niederlagenfrust an Dir knabbert und nagt

Und sich nimmersatt in Dein Selbstvertrauen frisst

 

Wenn die längstverdrängt – geglaubte Angst unter Deine Decke kriecht

aber Du, Du hast sie gar nicht vermißt

 

Dann hör mir zu damit ich Dir beistehen kann

Ja greif zu, drück auf play, nimm mich an

 

Ich bin da…

 

Und dann lassen wir`s krachen

Wir denken nur noch an die

Allerschönsten Sachen

Und wir lassen die Sau raus

Und danach hältst Du auch

Die Stille wieder aus

 

Ich bin da…

Ich bin Dein Lied

Ich denk an Dich

Du bist weit, weit weg und ich sitze hier
vor einem gähnend leeren Blatt Papier
und überlege, was ich schreiben kann

Es ist so viel um mich passiert
das einzuordnen irritiert
am besten fang ich mal ganz einfach an

Refrain:
ich denk an Dich, ich vermisse Dich
ich denk an Dich, ich vergess Dich nicht
ich denk an Dich
Durch ein großes Fenster seh ich in die Welt
manches seh ich da, was mir gefällt
denn die Sonne zeigt mir heute ihr Gesicht

Da sind tausend Dinge, die ich sagen will
und das ist jetzt und hier für mich viel zu viel
denn momentan bleibt einfach unterm Strich

Refrain:
ich denk an Dich, ich vermisse Dich
ich denk an Dich, ich vergess Dich nicht
ich denk an Dich
seh jetzt nicht mehr nur was ist
ich seh auch was draus werden kann
jeder Tag fängt deshalb schöner an
Ich weiß, ich hab mich schon besser ausgedrückt
und Wortsterne vom Himmel gepflückt
doch das hier bringt es einfach auf den Punkt

Refrain:…

Ich lieb Dich

Ein gebrochener Arm, ein gebrochenes Herz
Mitten im Höhenflug, ein Häufchen Elend
dann diese Augen, Dein Blick
bringt die Wende, bringt mir Glück

Hast mich getröstet, hast mich gepflegt
bedingungslos, freier Eintritt in meine Seele
Schlafende Geister geweckt
Dummheit gedeckt

Neuen Mut in mich hineingelacht
mich belebt mit Deiner großen Macht
Ja, das kaum Geglaubte doch geschafft

Ich hab zwar lang gebraucht, gezögert
doch endlich muß es raus

Ich lieb´ Dich, egal wie das klingt
Ich lieb´ Dich, ich weiß daß es stimmt
Denn ich lieb´ mich bei Dir, ich lieb´ mich an Dir
Ich lieb´ mich in Dir fest, wenn Du mich nur läßt

Anfangs war es ein Rausch, doch der Kater blieb aus
Und Du, Schatz und Maus, hast mich gefangen
gelockt und mit dem, was mich reizt
nicht gegeizt

Ich fühl´ mich eifersüchtig wohl nach Dir
Bitte tu´ was sich nicht gehört mit mir
Nimm den netten Jungen und das Tier

Oh, nimm Dir, was ich brauch´
Und hol´ das Beste aus mir raus

Ich lieb´ Dich, egal wie das klingt
Ich lieb´ Dich, ich weiß daß es stimmt
Denn ich lieb´ mich bei Dir, ich lieb´ mich an Dir
Ich lieb´ mich in Dir fest, wenn Du mich nur läßt

Ich lieb´ Dich, egal wie das klingt
Ich lieb´ Dich, ich weiß daß es stimmt
Denn ich lieb´ mich bei Dir, ich lieb´ mich an Dir
Ich lieb´ mich in Dir fest, wenn Du mich nur läßt

Wir spiel´n das Biest und die Schöne
doch welche Rolle spiel´ ich?
Nein, daß Du zweifellos schön bist
nein, das bestreit ich nicht

Ich krieg´ Dich, verlaß´ Dich drauf
Ich krieg´ Dich, ich geb´ nicht auf
Denn ich lieb´ mich bei Dir, ich lieb´ mich an Dir
Ich lieb´ mich in Dir fest

Oh, ich lieb´ Dich

Ich will raus hier

Er plapperte schon Worte
wie es kleine Leute tun
Alles schien in Ordnung und gesund
doch damit nicht mal ganz zwei Jahren
blieb seine Sprache stumm
scheinbar ohne Grund
Und er schrie viel und tobte
zog sich dann weit in sich zurück
und nach falscher Diagnose
und nach Ratlosigkeit blieb nur ein:
„wohl verrückt“
einsam, traurig, Kastenmensch
lebendig begraben, ein steinernes Wesen
das mich im Kerker gefangenhält
Er spielte mit den Murmeln und er saß gern unter´m Tisch
so blieb lange vieles unentdeckt
bis nach Jahren eines Tages
eine neue Therapie zeigte
was da in ihm steckt.
Und er schreibt am Computer
und er schreibt gestützt auf Mutter´s Hand
Er schreibt in seiner eignen Sprache
Kämpft mit Worten und Verstand
gegen seine Kerkerwand
einsam, traurig, Kastenmensch
lebendig begraben, ein steinernes Wesen
das mich im Kerker gefangenhält
Er spielte mit den Murmeln und er saß gern unter´m Tisch
so blieb lange vieles unentdeckt
bis nach Jahren eines Tages
eine neue Therapie zeigte
was da in ihm steckt.
Und er schreibt am Computer
und er schreibt gestützt auf Mutter´s Hand
Er schreibt in seiner eignen Sprache
Kämpft mit Worten und Verstand
gegen seine Kerkerwand
einsam, traurig, Kastenmensch
lebendig begraben, ein steinernes Wesen
das mich im Kerker gefangenhält
Er spielte mit den Murmeln und er saß gern unter´m Tisch
so blieb lange vieles unentdeckt
bis nach Jahren eines Tages
eine neue Therapie zeigte
was da in ihm steckt.
Und er schreibt am Computer
und er schreibt gestützt auf Mutter´s Hand
Er schreibt in seiner eignen Sprache
Kämpft mit Worten und Verstand
gegen seine Kerkerwand
einsam, traurig, Kastenmensch
lebendig, begraben, ein sternernes Wesen
das mich im Kerker gefangenhält
Wo ist der Weg in die wichtige Welt ?
Ich will raus hier aus der Kistenwelt
in die wirre Welt
ich will kein in mich mehr sein
Ich will raus hier.
Wuchernde Erdklumpen auf meiner Seele
unruherastklopfiger Geistüberfall
Chaosgeschehen, autistischer Panzer
Ohneichwesen und rohe Gestalt
Isolationshaft, in zwanghafter Weise bin ich
ein Sklave der Wunderangstmacht.
Ich will raus hier versteh mich
aus der Kistenwelt begreif mich
in die wirre Welt und lieb mich doch
ich will kein in mich mehr sein.

Im Labyrinth

es herrschte großer Wohlstand im ganzen Land
und die Bäuche wuchsen schneller als der Verstand
all die braven Leute
fielen in Dornröschenlethargie
doch all die schlauen Schurken – die schliefen nie
die bauten sich ganz still und heimlich Machtpositionen
und bald fing das ganze an, sich kräftig zu lohnen
damit kein aufgeweckter Prinz
das Dornröschenvolk wachküßt
bebauten dann die Schurken das ganze Land
mit einem Netz aus unsichtbaren Mauern
aus Gesetzen, Werten und Zwang
aus Moral und Ordnung
und das Volk schrie: habt dank – und schliefen weiter
deshalb stecken wir jetzt

tief drin im Labyrinth
wo manch einer beginnt
wach zu werden und zu sehen
daß die Mauern im Weg stehen

hier im Labyrinth
wo der Aufruhr beginnt
doch der Aufschrei verhallt
weil er nur auf Mauern prallt

die Schurken bauten weiter ihre Mauern immer dreister
doch bald waren sie zu laut, die Labyrinthbaumeister
sie stritten sich mit Oberschurken anderer Länder
wer wohl die meiste Macht hat und ob Krieg – daran etwas ändert
da wurden einige der braven Bürger wach
höchste Zeit, 5 vor 12, und sie schlugen Krach
sie machten sich daran
das Labyrinth zu durchlöchern
Licht drang in dunkle Ecken ein
und es sahen immer mehr die Mauern
sie waren schon bald ein kleines Heer
gegen Gewalt und Machtgier
und sie schliefen nicht mehr –
sondern zerstörten das Labyrinth

tief drin im Labyrinth
wo manch einer beginnt
wach zu werden und zu sehen
daß die Mauern im Weg stehen

hier im Labyrinth
wo der Aufruhr beginnt
doch der Aufschrei verhallt
weil er nur auf Mauern prallt

und wenn das Labyrinth zerstört ist
und die Schurken bloß gestellt
wenn die Macht beim Volk ist
und nur noch Frieden zählt
wenn das dann in allen Ländern gleichzeitig wäre
dann bräuchte man überhaupt keine Schurken mehr
die uns einschläfern
und den Durchblick verwehren
die, wenn man nicht aufpaßt
in Kriege und führen.

Im letzten Regen

Weil sie zu viele Wunden hat
findet kaum mehr echte Heilung statt

Ihrer großen Schätze und Kraft beraubt,
zwischen Eis und Fieberglut mißbraucht.

Immer wieder wasserschwarz und himmelrot.
Immer wieder Gift im Leib, auf der Haut den Tod.

Und wenn der Regen auf uns fällt,
und uns der Wind davon erzählt,
sagt nicht, ihr habt es nicht gewußt,
daß sich kein Wind mehr für uns dreht,
daß keiner weiß, wohin es geht,
daß wir im letzten Regen stehn.

Sie war vor uns da, sie wird nach uns sein.
Sie ist Lebensgrund, und wir sind nur gemein.

Immer wieder ihre Güte ausgenutzt,
oh, oh, wann rächt sie sich.
Oh, oh, sie braucht uns nicht, sie braucht uns nicht.

Und wenn der Regen auf uns fällt,
und uns der Wind davon erzählt,
sagt nicht, ihr habt es nicht gewußt,
daß sich kein Wind mehr für uns dreht,
daß keiner weiß, wohin es geht,
daß wir im letzten Regen stehn.

Im Regen stehn, im Regen stehn,
daß wir im letzten Regen stehn.
Im Regen stehn, im Regen stehn,
daß wir im allerletzten Regen stehn

Im Nebel

Seltsam im Nebel zu wandern
seltsam so allein
kein Mensch sieht den andern
er hört ihn nur rufen und schrein
keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt
das unentrinnbar und leise von allem ihn trennt
seltsam im Nebel zu wandern
seltsam so allein
Es verschwindet doch von Zeit zu Zeit
ein Stückchen von der Einsamkeit
und ich komm in eine Ewigkeit
des Augenblicks
Damit dieser Augenblick wirklich ewig wird
muß sich der Nebel verziehn
und die Klarheit, das alldurchdringende sehn
muß für die Einsamkeit stehen
Seltsam im Nebel zu wandern
seltsam so allein
heraus aus dem Jetzt
und dann in das Immer hinein
keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt
das unentrinnbar und leise von allem ihn trennt
seltsam im Nebel zu wandern
seltsam so allein
Es verschwindet doch von Zeit zu Zeit
ein Stückchen von der Einsamkeit
und ich komm in eine Ewigkeit
des Augenblicks

Immer weiter

Die Musik ist viel zu laut
ich kann dich nicht verstehen
Nur dein Duft ist mir vertraut
kann dich vor lauter Licht nicht sehen
Tanzen war noch nie so schwer
tausend Menschen um uns rum
Schubsen, drücken hin und her
diese Enge bringt mich um

Das ist also Disco bei Nacht
nee, so war das nicht gedacht
Ich wünsch` uns ganz woanders
von mir aus auf den Mond
und da tanzen wir dann

weiter, immer weiter, immer weiter
wie es uns gefällt
We keep on dancing
we keep on dancing
we keep on dancing
wie es uns gefällt

Ein Lied jagt dasselbe
der Baß schlägt non–stop auf den Bauch
Der DJ auf die Schnelle
legt den neuesten Gassenhauer auf
Der Rhythmus fein zerhackt
Marionetten um uns rum
Wackeln brav im Takt
die verkauft man hier für dumm

Ich will hier raus
und wenn nicht auf´n Mond,
dann wenigstens nach Haus
Da tanzen nur wir beide
zu Musik, die uns gefällt
und wir dreh´n uns immer

weiter, immer weiter, immer weiter …

Immer wieder

Mein Gott, wie lang ist das jetzt her
Wie lang schon vorbei
Die Tage fliessen so dahin
Das leere Leben fällt ihr schwer
Wenn/wo Erinnerung nicht reicht
Und im Glas ist nichts mehr drin

Da war der Urlaub
In der Toskana
Er war aufmerksam und lieb
Und der Verlobungsring
Die Szene mit dem Kuss
Als er vor ihr auf die Knie ging >>> Plural von Knie????
Und sein Blick
Ist alles was ihr blieb

Ref. Immer wieder
Sieht sie sich die Videos
Von früher an
Immer wieder
Weil es nie (nie) mehr so
Schwerelos einfach
Wie`s damals war, werden kann

Wenn das Gefühl die Leiden schafft
So spürt man den Schmerz
Doch wenn er nachlässt, was bleibt dann
Ne´ Menge nichts keine Kraft
Das schwarzes Loch war mal ein Herz
Das Glas ist leer und starrt sie an

Kindergeburtstag
Torte und Kerzen
Und sie strahlt mittendrin
Und ihr jüngster bläst
Alle auf einmal aus
Alles klatscht, alles macht Sinn
Aber wo ging das alles hin

Ref. Immer wieder
Sieht sie sich die Videos
Von früher an
Immer wieder
Weil es nie (nie) mehr so
Schwerelos einfach
Wie`s damals war, werden kann

C: Morgens fällt der Grund
Fürs Aufstehen schwer
Diese Leere füllt ihr Glas
Und macht es (immer) wieder leer

In Dich

Du wehrst Dich gegen jeden tiefen Blick
und jedem Wort, das Dir zu nah kommt
weichst Du aus
Ich hab geredet, hab mich Dir erzählt
Ich traue Dir
Doch Du bleibst hochgeschlossen
nur ich zieh´ mich aus

Deine wahren Farben schimmern
durch Fassaden, die Du um Dich baust
gib sie endlich frei

Laß mich in Dich, laß mich zu Dir
warum streust Du so viel Rätsel auf den
Weg zu Deiner Tür
Laß mich in Dich, laß mich zu Dir
Dieses Schloß an Deiner Seele wegzuzaubern
ich gäb so viel dafür

Komm, gib mir Deine Hand, hab keine Angst
Die Vorsicht hat Dir viel zu lang
den Mut ersetzt
Ich halt Dich fest, trau Dich
zeig es mir, wie gut das tut
und wie die Neubegierde lebenshungrig wächst

Ohne Schutz, ohne Mißtrauen
in ein Wagnis, die Gelegenheit
mach Dich endlich frei

Laß mich in Dich, laß mich zu Dir
warum streust Du so viel Rätsel auf den
Weg zu Deiner Tür
laß mich in Dich, laß mich zu Dir
Dieses Schloß an Deiner Seele wegzuzaubern
ich gäb so viel dafür

Ein Kuß, der alle Grenzen sprengt
den Himmel aufreißt,
Sterne schenkt,
ist so viel größer als die Angst
hinter der du dich versteckst
wenn es schön wird, fast erschreckst.
Laß mich in dich, laß mich zu dir.
Warum streust du so viel Rätsel
auf den Weg zu deiner Tür.
Laß mich in dich, laß mich zu dir
dieses Schloß an deiner Lust
ganz wegzustreicheln,
ich gäb so viel dafür.

In Gedanken

Sie stand mitten im Leben
Hat das Glück angelacht
Für den Mann und die Kinder
die treibende Kraft

Sie war liebenswert, freundlich
was man herzensgut nennt
Jemand, der gerne hilft
Den man auch gerne kennt

Sie war noch zuversichtlich
Nach dem ersten Befund
Und sie glaubte und hoffte
Denn es gab keinen Grund

Von Gerechtigkeit hielt
Diese Krankheit nicht viel
Sie verfolgte heimtückisch
und sinnlos ihr Ziel

Das Grab längst verschlossen
die Schmerzen vergeh´n
Die Tränen vergossen
Das kann keiner versteh´n

Die Zeit bringt Vergessen
Doch was auch geschieht
Sie lebt in Gedanken
und in diesem Lied
All die Operationen
All die Therapien
Begannen den Körper
die Kraft zu entzieh´n

Doch sie wollte kein Mitleid
Mit Löwinnenmut
Oh, lachte sie weiter
Als ging es ihr gut

Ich sah sie und weinte
Sie tröstete mich
Ja, das war echte Größe
mir war jämmerlich

Sie hat sich auf´s nächste
Konzert so gefreut
Daß sie´s nicht mehr erlebt hat
Tut mir mehr als leid

Das Grab längst verschlossen…

Indianer

Wo sind all die Indianer hin
wann verlor das große Ziel den Sinn

Dieses alte Bild aus der Kinderzeit
zeigt alle Brüder vom Stamm der Gerechtigkeit
Wir waren bunt bemalt und mit wildem Schrei
stand jeder stolze Krieger den schwachen bei

Unser Ehrenwort war heilig
nur ein Bleichgesicht betrog
und es waren gute Jahre
bis der erste sich belog

Wo sind all die Indianer hin
wann verlor das große Ziel den Sinn
So wie Chingachgook für das Guten stehn
als letzter Mohikaner unter Geiern nach dem Rechten sehn

Der „Kleine Büffel“ spielt heute Boß
er zog mit Papi´s Firma das große Los
„Geschmeidige Natter“ sortiert die Post
und in seiner Freizeit sagt er meistens „Prost“

Und die Friedenspfeife baumelt über´m Videogerät
wieviel Träume dürfen platzen
ohne daß man sich verrät

Wo sind all die Indianer hin
wann verlor das große Ziel den Sinn
So wie Chingachgook für das Guten stehn
als letzter Mohikaner unter Geiern nach dem Rechten sehn

Es gib noch ein paar wenige vom Stamme der Schoschonen
die finden sich, erkennen sich am Blick
und deren gute Taten kann man nur durch Freundschaft belohnen sie nehmen ein Versprechen nie zurück

Irene

heut´ gibt´s die neue Frau im Bild
wußten sie schon–
die neue Frau im Bild gibt´s jetzt
bei ihrem Zeitschriftenhändler

erfahren sie alles über Boris Beckers
Verhältnis zur Milka Kuh
warum legen deutsche Hühner
noch keine Tennisbälle
wer verriet den Russen das Coca–Cola–Rezept

Alles in Frau im Bild

und auch diese Woche wieder Millionen
erwartet, der Frau im Bild–Ratgeber mit
Frau Irenes Tips zu allen Lebenslagen

Also, nichts wie hin zum Zeitschriftenhändler

heute gibt´s die neue Frau im Bild

ich schreib, meine Pickel wuchern allzu stark
Irene riet: da hilft nur Quark
Früher war ich Kugelrund
Irene riet: Gassi geh´n mit Hund
wenn er mich will, schenkt er mir Rosen
Irene tippt: er hat Neurosen in den Hosen
sie löst meine Alltagssorgen die nächste Nummer ihres Magazins
erscheint schon Morgen

Irene, oh Irene, Oh Frau Irene
Oh Ire–ene
Deutschland braucht dich
mein Sohn litt am Minderwertigkeitskomplex
Irene riet: dem Bub fehlt Sex
am besten feste Freundin, völlig klar–
und mit Gummi, wegen Aidsgefahr
meinen Mann, dem schmeckt
Irenes leckeres Kartoffelrezept
beim essen nie mehr Streit über Weltanschauung
Irene sagt: das stört doch höchstens die Verdauung

Irene, oh Irene, Oh Frau Irene
Oh Ire–ene
Deutschland braucht dich

Irgendwo

Sie reden auf Dich ein
Schauen in Dich rein
Sie geben Dir nen guten Rat
Ein wirklich gutgemeintes Attentat

Auf Deine Seele,
die Gequälte
Die mit sich selbst nicht
ins Reine kommt

Und prompt macht sie zu
Weil sie keiner versteht
Bis sie im Nebel versinkt
Und sich alles dreht

Völlig ausgeklinkt völlig überfüllt
und doch so leer so schwer

Ref.        Irgendwo in dieser Welt
Liegt ein bisschen Glück versteckt
Irgendwo woho
Irgendwo in dieser Welt
Liegt ein bisschen Glück versteckt
Und ich wünsch mir so
Ich hätts für mich entdeckt

Du bist auf der Flucht
Versteckt in der Sucht
Süchtig nach dem Leben
Anstatt es wieder selbst zu leben

Du willst weg hier
Durch die Hintertür
Doch sie lassen Dich nicht
Sie haben Recht damit

Wie ein Tritt wirkt das
Weil Du nicht mehr verstehst
Dass man Dir helfen will
Bevor Du durchdrehst

Du bist Dir zuviel du bist überfüllt
Und doch so leer so schwer

Ref.        Irgendwo in dieser Welt
Liegt ein bisschen Glück versteckt
Irgendwo woho
Irgendwo in dieser Welt
Liegt ein bisschen Glück versteckt
Und ich wünsch mir so
Ich hätts für mich entdeckt

C-Teil                Irgendwo
Liegt Ruhe und Balance
Und die Zufriedenheit im Blick
Ja ich nutz die nächste Chance
Ich zieh mich raus, hol mich zurück
Es liegt in meiner Hand
In meinem Land

Irgendwo in dieser Welt
Liegt ein bisschen Glück versteckt
Und ich wünsch mir so
Ich hätts für mich entdeckt

Irgendwo in dieser Welt
Gibt es Ruhe und Balance
Und Zufriedenheit und
Eine nächste Chance

Jedesmal

Wenn es nach oben geht

Geht`s irgendwann auch runter

Du hast das oft mit mir erlebt

 

Mit Dir als Copilotin

will ich auf die Startbahn

Zeit, daß sich wieder was bewegt

 

Bis an meine Grenzen

Kommst Du mit

und ich geb Gas

 

Wenn ich zu hart lande

bremst Du mich

Du bist weiches Gras

 

Jedesmal

Jedesmal bist Du

Du bist wenn es eng wird

Bei mir und für mich

 

Jedesmal

Jedesmal bin ich

Ich bin gottfroh, daß ich Dir vertrauen

Und mich blind

verlassen kann auf Dich

 

Wenn sie herausgefordert wird,

zeigt sich die Seele

dann fährt sie achtlos Achterbahn

 

Trotz Höhenangst

Die Euphorie ist die Belohnung

Der Preis ist durch ein Tal zu fahren

 

Du durchlebst das mit mir

Hoch, die Gläser stossen an

Glück ist so zerbrechlich

Du nimmst Dich meiner Scherben an

 

Jedesmal bist Du

Jedesmal …

 

ich bin gottfroh, dass ich Dir vertrauen

und mich blind

verlassen kann auf Dich

 

Wie auf die Sonne

Die auf und unter geht

Wie auf den Zeiger

Der sich unaufhaltsam

weiter Dreht und dreht

 

Ich danke Dir, Du stehst zu mir

Du warst und bist und bleibst

Das wünsch ich mir, nur damit Du´s weißt.

 

 

Jedesmal ….

 

 

Katharina

Die grosse Kleine, fühlt ganz groß
Auf dem Protestmarsch weg vom Schoß
Keine Wegweiser, die sie sehen will
Viel zu viel

Alles was sicher war, geht über Bord
Ein neuer Sinn steckt hinter jedem Wort
Neugierig zwischen festhalten und fliehen
ungestüm

Ihr Zimmer ist verschlossen
Wenn sie auf die Reise geht
Auf der Suche nach dem unbewohnten Platz
Der ihr gehört, der in ihr liegt
Und hoffentlich, entdeckt sie sich
selbst, als Schatz

Oh Kathrina
Schein und Sein
Das ist kompliziert
Doch Du bist nicht allein
Manchmal geht’s hin
Und dann wieder her
Da durchzublicken ist so
schwer
Kathrina trau Dich rein
Es geht nicht darum
Die Coolste zu sein
Manchmal nach vorn
Dann wieder zurück
So findest Du Dein
Eignes Stück vom Glück

Verbote, Gebote, die Werte an sich
Stehen in Frage sind lächerlich
Hormone, Intimsphäre, Aufruhr und Frust
Lebenslust

Mit Handy als Vertrautem
Und dem Make-up im Gepäck
Zieht sie los – ist unberechenbar
Es gibt viel zu erleben
So viel Spannendes passiert
zum ersten Mal

Oh Kathrina
Schein und Sein…

Der Teddy ist längst eingemottet
Bei ihr liegt jetzt Mark
So wie der lächelt glaubt man gern
Dass er sie wirklich mag

Wie findest du dein eignes Glück?
Kathrina…

Kein Krieg

Kinderhände malen Bomben auf ein Blatt Papier
und ein rotes Fragezeichen, keiner kann doch was dafür.
Die Guten und die Bösen, die Rollen sind verteilt,
das Drehbuch hält mit Sicherheit kein Happy–End bereit.
Das Fadenkreuz im Bildschirm und dann ein heller Knall.
Nur streng geschminkte Ahnungen vom wirklichen Verfall.
Das Meer schlägt hohe Flammen, und schwarze Wolken ziehn,
und mehr als sonst sieht man, die Leute leise betend knien.

Kein Krieg ist heilig,
kein Krieg ist gerecht,
im Teufelskreis der Waffen
wird gestorben und gerächt.

Kein Krieg ist edel,
kein Krieg lebt von Mut,
er ist unvorstellbar grausam
und auch für sogenannten Sieger nur zum Verlieren gut

Unschuld ölverklebter Federn, die Welt verliert die Schlacht,
bis nicht mal mehr Profitgier unseren Todeshändlern lacht.
Haßgeimpft im Wüstensand, im Herzen schon das Gift,
bis kein Mensch mehr am Leben bleibt und dann erst Frieden ist.

Kein Krieg ist heilig,
kein Krieg ist gerecht,
im Teufelskreis der Waffen
wird gestorben und gerächt.

Kein Krieg ist edel,
kein Krieg lebt von Mut,
er ist unvorstellbar grausam
und auch für die sogenannten Sieger zu viel verlorenes Blut

Schlimmer als ein Alptraum, Tote werden nicht mehr wach.
Die Bauern sind zuerst vom Feld bei dieser Art von Schach.
Kinderhände malen einen, der den Krieg verlor.
Im Radio läuft `Brüder`, und ich stell`s mir gerade vor.

Nie mehr vergossenes Blut, kein Herz mehr blind.
Stell dir vor, daß Brüder endlich Brüder sind. Stell`s dir vor.

Kein Krieg ist heilig,
kein Krieg ist gerecht,
im Teufelskreis der Waffen
wird gestorben und gerächt….

Kinder sind tabu

Solche Bilder hab´ ich noch nie gesehen
Solche Bilder will ich auch nie mehr seh´n
Mitleid und Abscheu
Mir war nur noch schlecht.
Daß es so was gibt, hab´ ich wohl gewußt
Sie verstecken es hinter perverser „Lust“
Doch die nackte Gewalt
ist das Mittel und der Zweck
Die jungen Opfer sind zerbrechliche Wesen
sind hilflos, sie haben nichts getan
Opfer, die man leicht beeinflussen kann
Sie sind völlig schutzlos, ausgeliefert
Angst, die sie gefügig macht
bedroht und eingeschüchtert.
Nein – Verbrechen ist kein Spaß
Und Liebe ist kein Haß.
Kinder sind tabu, Kinder sind tabu
Laßt die kleinen Menschen in Ruhe
Ihr Leben verstehen – ohne Angst und Gewalt
Sich wachsen seh´n – Kinder sind tabu
Das ist kein Kavaliers– kein Sexualdelikt
Sie machen Geld damit – sogar im Internet
Kinder werden videogerecht gequält.
Das ist nicht weit weg, das ist unter uns
Diese „Zärtlichkeit“ ist Folterkunst
jedes Schuld– und Mitgefühl krank – fremd
Wenn ich als Vater an die Opfer denke
mir das Mitleid für die Täter fehlt
dann geb´ ich zu, ich will´s nicht versteh´n
Wie man einem schwachen kleinen Mann
einer kleinen Frau so was antun kann
Jeder ist mir zuwider, der Kinder so benutzt
Sie brauchen unseren Schutz.
Kinder sind tabu, Kinder sind tabu
Laßt die kleinen Menschen in Ruhe
Ihr Leben verstehen – ohne Angst und Gewalt
Sich wachsen seh´n – Kinder sind tabu
Wenn der „nette Herr“ dort in der Nachbarschaft
sich an kleinen Jungs zu schaffen macht
ist der Schaden groß, doch die Strafe klein
das wird schon nicht so schlimm gewesen sein.
Wenn der „gute Onkel“ der den Kitzel vermißt
zu ganz kleinen Mädchen ganz „lieb“ ist
Dann reicht es, wir drücken kein Auge mehr zu
Faßt sie nicht an, laßt sie endlich in Ruh´
Denn Kinder sind tabu.

Kleiner Prinz

Die großen Architekten
bauen die Häuser himmelhoch
Ob man Wolken greifen kann ?
Berühmte Astronauten
fliegen um und auf den Mond
und sie glauben, daß es lohnt
Doch Du brauchst noch nicht
von alledem zu wissen
Kleiner Muck schlaf´ ruhig
und Morgen scheint ein neuer Tag
Die großen alten Männer
spielen gern Menschenschach
bis am Ende keiner lacht
Manch´ berühmter Sänger
badet in immer mehr Applaus
Sag´, wann ist die Show wohl aus
Dir in Deinem Bettchen
ist das ziemlich pupsegal
daß Du mich manchmal damit ansteckst
find ich fein
Deshalb klink ich mich ´ne Weile aus
aus diesem Größenwahn
denn das Größte für mich
ist noch so klein
Und das bist Du
mein kleiner Prinz
Oh – ich mach´ mich zum Trottel
nur damit du grinst
Ich kännt´ Dich fressen
Ich schwärm´ für Dich
Total vernarrt und verliebt bin ich in Dich
Mein kleiner Prinz
Sogar der Mond scheint heller
wenn er auf Dich strahlt
hör´ nur, wie Dein Papa prahlt
Ich knuddel–küß Dich schamlos
Du kannst Dich noch nicht weh´n
kannst Dich später beschwer´n
Ich mach mit Dir den Flieger
und Du schmeißt Dich weg vor lachen
ich kenn´ nichts
was mich so einfach glücklich macht
Ich weiß jetzt, was ich so vermißt hab´
die ganzen Jahre lang
was mein Leben täglich reicher macht
Und das bist Du
mein kleiner Prinz
Oh – ich mach´ mich zum Trottel
nur damit du grinst
Ich kännt´ Dich fressen
Ich schwärm´ für Dich
Total vernarrt und verliebt bin ich in Dich
Mein kleiner Prinz

Königin

Als ich damals am Ende war
hast Du mich langsam aufgebaut
Du hast mir zugehört oft nächtelang
den neuen Anfang wahrgemacht.
Dann hab´ ich Dich in mich eingesaugt
mit Augen, Haar und Haut
Ich war die Kerze, die die Flamme braucht
Du hast mich angezündet und gelacht
Und dann kam die Liebe
Und sie wuchs ganz leise
Und zog ihre Kreise
Dann kamen die Jahre
Und die Zeit, sich klar zu machen,
was man will.
Ich hab´ sogar Deine Macken lieb
auch wenn es davon ´ne Menge gibt
Und weil das so ist, gibt´s ein Dankeschön dafür
Na, klar ein Liebeslied von mir
Du bist
Noch immer meine Königin
Noch immer meine Beste
Noch schlimmer hat Dich keiner lieb
hoffentlich, wer weiß
Für immer
Geh´n Dir manchmal die Pferde durch
dann bring´ ich sie schon zum steh´n
Und wenn die Welt sich scheinbar um mich dreht
läßt Du mich meine Grenzen seh´n
Wir kennen uns beide
von der dunklen und der strahlenden Seite
Wir wünschen uns beide
daß die Liebe bei uns bleibt
Ich hab´s Dir nicht immer zugetraut
und ich hab´ ziemlich viel Mist gebaut
Doch Du kannst immer noch
das Gute in mir seh´n
und jede Krise besteh´n
Du bist
Noch immer meine Königin …
Manchmal bist Du viel zu laut
dann wieder unvergleichbar lieb
Du bist ein ehrlich schlechter Diplomat
der mich im Ernst zum Lachen kriegt
Und wenn alles gut geht bleibst Du mir
Für immer meine Königin
Für immer meine Beste
Noch schlimmer hat Dich keiner lieb
immer noch, oh ja
Für immer

Kopf frei

Angesagtes, Opportunes
Rückratlose, Blasse tun es
Bist Du zufrieden?

Ganz nach oben buckeln, ducken
Und schön nach dem Vorteil gucken

Bist Du zufrieden?

Machtgeil nach unten treten
Hoch die Leiter, geil die Feten

Bist Du zufrieden?

Existenz, vom Geld entstellte
Richtung Himmel, glatt verwählte

Bist Du zufrieden?

Was Du siehst ist was Du kriegst
hast Du das verdient
Du hast Dir doch
den schmalen Grat zum
Glücklichsein
schon gründlich selbst vermint

Mach Dir den Kopf frei
Genug gequält
Mach Dir den Kopf frei
Für das was zählt
Das macht Dein Herz frei
Bis es versteht
Daß ohne Liebe, ohne Liebe,
Einfach gar nichts geht

Leben ja, doch Leben lassen?
Kannst Du diese Härte fassen?

Oh, nicht zu fassen!

Druck erzeugen Ellenbogen
Heuchlerisch in Not gelogen

Oh, nicht zu fassen!

Hatte Mami Dich nie lieb?
Du „nimm Dir viel und gib nie“–Dieb

Oh, nicht zu fassen!

Hat Dir Mami nie gesagt:
Täglich eine gute Tat

Hast Du`s vergessen?

Weißt Du noch wie gut das tut
den Spiegel anzusehn
und sich dabei
echt wohl zu fühln
und sich nicht
angewidert
wegzudrehen

Mach Dir den Kopf frei ….

Keine Freude
keine Träne
ohne Liebe

keine Seele
keine Wärme
ohne Liebe

keine Träume
keine Lieder
ohne Liebe

keine Schöpfung
kein Vertrauen
ohne Liebe

kein Glaube
kein Verzeihen
ohne Liebe

kein Vergeben
kein Teilen
ohne Liebe

Kein geben
kein achten
ohne Liebe

kein feiern
kein Leben
ohne Liebe

Kowalski

Kowalski fliegt im Sommer nach Athen
um mal was Schöneres zu seh`n
Denn seine Frau, die Trude
steht nun mal auf Buxtehude
Er liest im Meckermann Prospekt
und weiß, wie lecker Gyros schmeckt
und die Griechin die so toll is`, namens Akropolis

Er hat gehört, daß sie auf deutsche Männer schwört
und Herr Kowalski träumt vom heißen Sommerflirt
Was er dann erzählen kann, das reicht bis nächstes Jahr
und dann ist ja der nächste Urlaub da
Kowalski auf Urlaubsfahrt
Fotoapparat
Kowalski – Scheckbuch in der Hand
Ouzo, Sonnenbrand
Kowalski, der Urlaubsgigolo
macht gerne Frauen froh
Zu traut er sich das nie
Kowalski – Made in Germany

Kowalski bucht ne Halbpension am Strand
sieht schöne Körper dort im Sand
die bruzzeln in der Sonne
Knusperhühnchen voller Wonne
und im Hawaii–Hemd balzt er dann
ne süße kleine Griechin an
doch seine Kugelform
entspricht nicht ihrer Schönheitsnorm

Fortan sieht er den Strand nur vom Toilettenrand
Denn das Olivenöl, das macht Kowalski schlank
So vergeh`n die Wochen und der Urlaub ist vorbei
Vielleicht klappt`s nächstes Jahr in der Türkei

Kowalski auf Urlaubsfahrt…

Kowalski, uhuhuhu,
schubschubschubidu
Kowalski, yeah yeah yeah
Kowalski, eijeijei
ei ei eijeijei
Kowalski, ih ih ih
Kowalski, Made in Germany

Kowalski II

Kowalski bucht last minute Billig–Flug
und wittert sofort Lug und Trug,
weil der Verspätung hat
Kowalski hungert nimmersatt.
mißmutig schleicht er dann an Bord
und denkt vermutlich gleich an Mord,
weil diese Stewardessen
ausgerechnet ihn vergessen.

Kurz vor der Schwelle zur Anwendung
von Gewalt kriegt er sein Essen doch noch,
und natürlich kalt.
Ziemlich schlecht gelaunt freut er sich dann auf die Türkei.
die Koffer sind im Flugzeug nach Hawaii

Kowalski in Urlaubsnot
bucht Sonderangebot.
Kowalski – Beschwerdebuch zur Hand.
und das sogar am Strand.
Kowalski – der Selfmade–Advokat
vor Gericht knallhart.
Zu Hause kriegt er Geld zurück.
das ist Kowalskis Urlaubsglück.

Kowalski ist noch von der Reise matt.
sein Bett ist hart, die Luma platt.
im Nachbarbungalow stöhnt nächtens
laut `ne Bodyshow.
Im neuen Tangaslip ganz cool
geht`s morgens endlich dann zum Pool.
doch dieses Eau de Chlor
das kommt ihm ziemlich türkisch vor.

Enttäuscht vom heißersehnten femininen Wild.
das sich ja hierzulande schleierhaft verhüllt.
macht er sich, Prospekt zu Hand,
schnell auf den Weg zum Strand.
Luftlinie nur 1km.
fünf sind`s wohl zu Land

Kowalski III

Endlich Pause, die Urlaubsreise
war überfällig und diesmal teuer.
An Zuhause erinnert nichts mehr,
oh, die Karibik verzaubert ungeheuer.

Oh, dieser Hüftschwung und diese Kokoshaut
und diese kleine Tropic–Bar direkt am Strand gebaut.

Was brauch ich noch,
was will ich mehr,
das Paradies ist hier.
Da hör ich direkt hinter mir:
„Ham ´se kein deutsches Bier?“

Kowalski verfolgt mich überall.
Kowalski der absolute Härtefall.
Kowalski bekleckert sich mit Rum.
Kowalski lallt bald auf der ganzen Welt herum.

Unter Palmen, mit Strohhalmen,
Pinacolada, er torkelt auf der Strada.

Er erzählt mir von Sweet Maria
und von der Impfung gegen Malaria.

Dann fängt er an zu grölen:
„Ich hab noch Sand in den Schuhen“
Ich krieg ,ne Krise,
wann läßt er mich in Ruh`?

Ich wünsch mich ganz weit weg,
am besten zu den Eskimos.
Da haut er mir ins Kreuz:
„Da war ich schon, da is nix los“

Kowalski Hoola hoola hoo
Kowalski Japadapadoo
Kowalski Dideldideldum
Kowalski zuviel Rum, das haut den Otto um, bum !

La Le Lu

La Le Lu – nur der Mann im Mond schaut zu
wenn die kleinen Babys schlafen
mach´ die Augen zu

La Le Lu – vor dem Bettchen steh´n zwei Schuh´
und die sind genauso müde,
Kindchen, wie du

dann kommt auch der Sandmann
leis´ tritt er ins Haus
sucht aus seinen Träumen
dir den schönsten aus

La Le Lu – was mir im Bettchen fehlt bist du
und vielleicht ein Stündchen schnuckeln
mach´ die Augen zu

La Le Lu – vor dem Bettchen steh´n zwei Schuh
und die sind genauso müde,
Kindchen, wie du

dann kommt auch der Sandmann
leis´ tritt er ins Haus
doch eh´ er uns seh´n kann Baby
knips´ die Lampe aus

Land in Sicht

Ein kleiner Tropfen Sorge
fällt in einen Bach
voll Angst
und zieht Dich in den
Fluss mit aller Macht

Der Fluss wird schneller
es gibt jetzt keinen
Halt für Dich
er reißt Gedanken und Gefühle

mit sich bis Du untergehst
und letztendlich versinkst

Nimm den Kopf hoch
da ist spiegelglatte See

und beruhig Dich
das geht vorbei
ja Du treibst im
offnen Meer

Irgendwann
oh ich glaub daran
ist Land
sei geduldig
Land in Sicht
wichtig ist dabei
verlier die Hoffnung nicht

Irgendwann
oh ich glaub daran
ist Land
sei geduldig
Land in Sicht
oh ich glaub daran
laß Dich nicht im Stich

Dein Herz und auch
Dein Wille
spannt die Muskeln an
Du folgst ganz instinktiv
und wirfst den Motor an

Die Züge werden sicher
halt Dich Richtung Horizont
Wo das Ungewisse wohnt
und auf Dich wartet
bis Du weiter siehst

bereit für das
was kommt

Halt den Kopf hoch
da ist himmelweite See

alles möglich
es bleibt dabei

Ja du schwimmst im
offnen Meer

Irgendwann…

Und da packt Dich
eine Strömung
und sie bringt Dich
auf den Weg

und sie trägt Dich
bis Du wieder
auf festem Boden stehst

Irgendwann…

Leben

Wie nur konntest Du das tun ?
Hast Du nichts dabei gefühlt ?
Was nahm Dir all die Skrupel, all die Scham

Du hast gewissenlos gehorcht
Mord befohlen, ausgeführt
Das Gas war leise, nur die Schreie laut

Die Bilder machen fassungslos
Gruben voller Leichen
Voller nicht erfüllter Hoffnungen

Du hast als Richter, Henker
ihre Zukunft geraubt
Wie kann ein Mensch zum Unmensch werden ?
Das höchste Gut mit Füßen treten

Leben – mehr als nur zu überleben
Leben – das ist Ursprung und Ziel
Leben – als kleiner Teil des großen Ganzen
Lebenswert zu sein

Daß im Namen einer Politik
Daß im Namen einer Religion
Menschenverachtung uns in Kriege geführt

Und daß der Wahnsinn triumphiert
Wo ein Leben nur als Opfer dient
All das blieb uns bis jetzt erspart

Wir kennen nur die Bilder
Das genau ist unsere Chance
Wenn wir begreifen, wenn wir lernen wollen
Wie Du und ich und wir gemeinsam

Leben – mehr als nur zu überleben
Leben – das ist Ursprung und Ziel
Leben – als kleiner Teil des großen Ganzen
Lebenswert zu sein

Leicht

Seit meiner letzten Vertreibung aus meinem
vermeintlichen Paradies war ich freiwillig
weggesperrt war mein eigenes Verlies • Vom
Grübeln hatt ich die Angst geerbt dass ich
mich bald verlier dann endlich Deine
Erscheinung mein Schlüssel liegt in Dir •
Wenn es Dich nicht gäbe wenn Du nicht für
mich wärst würd ich Dich erfinden damit Du
mich bekehrst • Refrain: Es geht so leicht
alles geht so leicht mit Dir ich bin die
Schwere los Du bist los ich mag Dich nah
bei mir es geht so leicht alles geht so leicht
mit Dir ich bin die Schwere los du bist los
ich will Dich hier bei mir • Da gab es feine
Zuneigung wo ich sonst auf Widerstände
stieß und Worte die es gut meinten und keines
das „auseinander“ hieß • Sogar beim
Schwimmen entgegen den Strömungen kraul
ich neben Dir Du in– und auswändig Schöne
Du kluges Menschentier • Wenn es Dich nicht
gäbe dann fühlte ich mich hohl dann müsst
ich Dich erfinden zu unser beider Wohl •
Refrain:… • Wenn ich Dir das so erzähl Du
weißt es was ich mein und wie ich fühl Du
begreifst es alles was Du von mir willst ich
mach es weil Du niemals zuviel willst schaff
ich es • Wenn ich Dir das so erzähl Du weißt
es was ich mein und wie ich fühl Du
begreifst es alles was Du von mir willst ich
mach es weil Du mich willst schaff ich es
Refrain

Lena

Die Augenringe erzählen die Nacht,
Fremdes Hotel, bin fröstelnd aufgewacht.
Mit nem Gewissen, das mich ständig beißt.
Oh, du fehlst mir so.

In der Arena gestern noch der Held,
Heute der Typ, der den Hörer falsch herum hält.
Ach, warum gehst du denn nicht ran?
Ich vermiß dich so.

Wenn der Himmel mir jetzt auf den Kopf drauf fällt
bist du die einzige, die noch zu mir hält.
Ich brauche jetzt deine ruhige Hand.
Oh, meld dich doch bei mir,
ich gäb sonst was dafür.

Lena, du hast es oft nicht leicht.
Wie weit die Kraft doch reicht.
Wenn ich am Boden liege,
erzählst du mir,
daß ich bald fliege.
Lena, wie ein klarer warmer Wind,
wenn die Tage stürmisch sind,
laß ich mich zu dir treiben,
Seelen aneinander reiben.

Bin viel zu oft weit weg von dir.
Abgestürzt gestrandet neben dir.
Mein Glück, daß du Bruchpiloten magst.

Du kennst mich gut, ich schwör dir nie zu viel.
Aber du weißt, du bist mein wahres Ziel.
Du hast mich immer noch nicht satt.
Du bist Luft für mich, die ich zum Atmen brauch`.
Die Landebahn in meinem Bauch,
Die Tropfen für mein schwaches Herz
Ich lieb dich alltagsgrau,
ich lieb dich sonntagsblau

Leonie Tamina

7 Wochen bevor sie kam

da war schon klar

daß sie anders war

 

ein wunder Rücken

und ein zu großer Kopf

und die Nahrung ging

durch nen kleinen Knopf

im Bauch

 

die Beine würden niemals gehen

ihr Kopf so manches wohl nur

nach und nach verstehen

 

Nach 7 Jahren und ein Duzend OP`s

War ihr Lachen das

Was der Familie half

 

Die Sprache war noch

immer nicht da

Doch das Schicksal kriegte

Ein klares Ja

zu spüren

 

Da gab es Mut, es gab Ideen

Auszuprobieren, was helfen kann

Man wird schon sehen

 

Leonie Tamina

Und ihr Tanz mit den Delphinen

Zeigt uns wie das Leben

Manchmal eben anders lacht

Leonie Tamina

Und ihr Tanz mit den Delphinen

Wer weiß was ein

Dasein kostbar macht

Was es wertvoll macht

 

Durch Delphin Tochter Lotus

Und die Delphin Mama

Kam sie auf den Geschmack

Und die Worte waren da

 

Und sie plappert süß

Ist sogar beim Fluchen ganz fit

Teilt sich mit, nascht Pudding

Jeder kleine Schritt

hilft mit

Wie sie Grimassen schneiden kann

Das kommt besonders gut bei den

Beiden Schwestern an

 

Sie tanzt und singt im Rollstuhl

Von Titanstangen gestützt

Die Zukunft ungewiß

Von der Familie beschützt

 

Sie träumt von den Delphinen

Und sie will sie wiedersehen

Und wie jedes Kind, hofft sie

Daß Träume in Erfüllung gehen

 

Letzte Ausfahrt

Er war wie vom Blitz getroffen als er sie damals sah er zog ihr hinterher nach Berlin • Bis dahin war
sein Leben leer doch wohlorganisiert sie war das Tor zum Himmel für ihn • Für sie verließ er auch sein
Mädchen aus der Provinz wo alles spießig und so muffig war • Die große weite Welt stand offen und
er war der Prinz er würde König werden das war klar • Doch dann kam alles ganz anders jetzt sitzt er
hier all das Mögliche wie ausgebremst was wäre wenn, fragt ihn das 3. Bier und der Mut für die Antwort
wächst heimatlos schneller als man denkt • Refrain: Letzte Ausfahrt nach zu Hause letzte Chance noch
umzudrehn neue Straßen, neue Heimat keiner kann die Zukunft sehn sag mir, wohin soll die Reise
gehn? • Sie wollte einfach mehr vom Leben als den russischen Schnee auch wenn er ziemlich viele
Herzen wärmt • Und dieser tolle Typ aus Potsdam versprach ihr die Welt sie hatte immer schon für
Helden geschwärmt • Sie folgte ihm in das verheißene Schlaraffenland wo Schaufenster die Sinne verwirrn
• Doch nach der Hochzeit war ihr Held nicht mehr so galant sie hoffte noch „so kann ich mich
nicht irrn“ • Jetzt steht sie hinter der Theke die halbe Nacht in einer roten Bar im Affenland sie spürt,
dass ihr Leben sie allmählich eiskalt macht heimatlos nimmt sie endlich ihr eigenes Schicksal in die
Hand • Refrain:… • Sie sitzen gegenüber auf der Fahrt im Zugabteil sind einander unbekannt mit großen
Koffern, wieder frei und der Zufall schmiedet Pläne, dann der erste tiefe Blick heimatlos-verwandte
Seelen und ein kleiner Hauch von Glück • Refrain:…

Lichter aus

Ach wie gut das tut
wir helfen
ansonsten machen wir es
wie bisher
das Gewissen
auszublenden
das ist gar nicht so schwer
Die Dinge laufen doch
mal ehrlich
immer noch und eigentlich
ganz gut
Na ja bei allzuviel
Licht betrachtet
versteht man schon
so`n bisschen Wut
Ach – vergiß – es!

Die bleiben draußen
wir sind drinnen
die Party steigt
in unserem Haus
wir feiern einfach
das Vergessen
der Letzte schießt die
Lichter aus

Wir sind Weltmeister
im Verdrängen
wie gerne machen wir uns
etwas vor
und öffnet jemand uns
die Augen
verschließen wir sie
schon beim nächsten Tor

Und dabei wär es oft
leicht möglich
die Dinge völlig anders
anzugehen
Doch dagegen
stehn Ausreden
der Mensch ist von

Die bleiben draußen
wir sind drinnen…
Wir feiern nachhaltig vergessen
der Letzte schießt die Lichter aus

In die Finsternis hinein
schleicht sich leise
Ahnung ein
wie das wär
und wie das geht
wenn man das Prinzip
umkehrt

Helle Köpfe schmieden Pläne
Geschickte Hände bauen ein neues Haus
Die Freude feiert
hier die Party
und keiner schießt die Lichter aus

Die bleiben draußen
wir sind drinnen…
Wir feiern einfach das Vergessen
der Letzte schießt die Lichter aus


 

Lied für all die Vergessenen

Geblendet von allzuviel Scheinwerferlicht
vergißt man so viele und sieht manche nicht.
Habt mir Wege geebnet und Schatten verscheucht,
und euch mit mir gefreut, und deshalb ist das hier für euch:

Du stehst nie in der Zeitung wie die Großen dieser Welt,
doch für mich bist du – sowie du bist – im kleinen ein Held.
Nach dem Krieg am Nullpunkt hast du gerackert und geglaubt,
dein Leben lang für die Deinen am Leben gebaut.
Luxus war nie wichtig und kein blinder Respekt.
Mein Gewissen mußte keine Verbote umgehn.
Nur deine Bescheidenheit, die hab ich nie erlernt.
Daß wir beide Fehler haben, hab` ich nie übersehen.

Das ist ein Lied für all die Vergessenen,
die nie im Rampenlicht stehen.
Für alle die, die nie drauf versessen sind,
die ganz großen Räder zu drehn.

Auch für dich ist dieses Lied hier,
weil ich zu selten an dich denk.
Hast mich still und geduldig verwöhnt und beschenkt.
Das war so völlig selbstlos,
als wäre daß normal,
Geboren, erzogen, beschützt, geliebt
ja, du warst immer da.

Die Wölfin, die ihr Junges verteidigt und schützt
und vermutlich in der Not auch ihr Blut gibt.
Mir bleibt da nur noch „Danke“,
nicht viel, aber´s tut gut
wenn zum Reden – wie so oft – uns der Mut fehlt.

Das ist ein Lied für all die Vergessenen …

Geblendet von allzuviel Scheinwerferlicht
vergißt man so viele und sieht manche nicht.
Habt mir Wege geebnet und Schatten verscheucht,
euch mit mir gefreut, Ich denk an euch

Lucy

Endlich zu Hause, machs mir bequem

Ein kühles Bier und in die Glotze sehen

Gleich geht’s mir besser, Du bist bei mir

Du schmiegst Dich an und ich kraul Dich dafür

 

Du verstehst mich

Zumindest glaub ich das

Vielleicht ist das auch egal

 

Lucy ach Lucy

Oh wenn ich Dich nicht hätt

Dann wär es trister, wär es trauriger

Und im Leben nicht so nett

 

Lucy ach Lucy

Fühl Dich wohl in Deinem Fell

Und bleib bei mir auf dem Sofa

Beste Katze dieser Welt

 

Ich kann erzählen, was ich will

ich muss nicht reden, wenn ich nicht will

Wir sind verlässlich und trotzdem frei

ich bring Dir Futter und Du schnurrst dabei

 

Du verstehst mich

Zumindest glaub ich das

Vielleicht ist das auch egal

 

Lucy ach Lucy….

Mach es nochmal

Die Dinge liegen unkompliziert
Oh, ich wäge ab, ich prüfe
gleich von mehreren Seiten
Das Für und Wider
hält mich tief verstrickt
In ein Gedankennetz, das Hier und Jetzt
In ganz fernen Weiten
Da funkt die Erde zu mir hoch
Schatz, kannst Du helfen ?
Und ein Baby schreit
Schon bin ich zurück
Gerade noch bevor mein Geist entschwebt
Ich wachse auf, ich fühl´ mich gut
Das machst Du geschickt.
Ja, ich bin zu Hause
Nur Du weißt, wie das geht
Und was es mir bedeutet
Was hinter all den kleinen Gesten steht
was dahinter steht
Mach es noch mal
Du allein weißt, was ich meine
Bitte noch mal
Nur für uns beide
Mach es noch mal
All das grob geliebte Feiner
Oh bitte, mach es noch mal – Ja !
Du löst die Dinge grandios
Alles was mir schwerfällt
geht bei Dir von alleine
Einfach, geradeaus und schwerelos
Du liebst mich ohne jeden Zweifel
und noch mehr, wenn ich weine
Jeden Tag auf´s neue
Mal matt und mal mit Glanz
Das ist schon ´ne Leistung
Was Du für mich und mit mir anstell´n kannst
wie nur Du das kannst
Mach es noch mal…
Du bist so herrlich unverkrampft
Ich weiß, daß du mir jetzt gleich sagst
Was Du am liebsten magst
Und dann, dann tun wir das
was du magst
Ich hab´ „Ich liebe Dich“ gesagt.
Mach es noch mal
Du allein weißt, was ich meine
Bitte noch mal
Nur für uns beide
Mach es noch mal
Auch wenn ich Dir zu gierig scheine
Oh bitte, mach es noch mal.

Mächtig viel Theater

Wer alles glaubt, was sie erzählen
kann nur das kleinere Übel wählen
wer alles tut, wie sie es sagen
beschwert sich nie, stellt keine Fragen
Paßt Dein Geist in ein Korsett ?
Findest Du Langeweile wirklich nett ?
ist das, was Dich drückt
höchstens Dein Schuh ?
Dann hör´ mir jetzt nicht mehr zu !
Denn hier ist für alle
die sich beim Suchen gern verwirr´n
die beim Schlendern durch die Gassen
sich gewinnen, Zeit verlier´n
die gehorsam zu sich selber sind
in kleiner Nischen flieh´n
und von dort das trostlos Triste
mit Spaß und Liebe ganz lebendig
fein und bunt garnier´n
Mächtig viel Theater
Hier im Labyrinth
Abseits der irren Wege
die uns vorgezeichnet sind
Mächtig viel Theater
Hier im Labyrinth
Wo immer noch Gedanken frei
und ziemlich nötig sind
Wo Ordnung das ganze Leben ist
Wo die Vernunft ihr Herz vermißt
da kann auch Wahnsinn Methode sein
Geregelt, verwaltet, gebügelt und rein
Weißt Du denn, wohin Du willst ?
Ob Du Deine Rolle spielst ?
Oder hängst Du an Fäden
und funktionierst ?
Es wird Zeit, daß Du Dich kapierst
Da probt in einem Keller
eine verspielte kleine Band
Und sie läßt die Funken sprühen
Und die Wände wackeln, bis dann endlich
keiner mehr ruhig pennt.

Manchmal

alles hetzt an mir vorbei
keiner sieht mich an, keiner lacht
versteinerte Gesichter, toter matter Blick
lebendige Leichen, keiner schaut zurück

alles hetzt an mir vorbei
keiner sieht mich an, keiner lacht
alle hasten und treiben und machen soviel
doch auf diese Weise wird nichts vollbracht

neongrelle Fratzen rasen
Rolltrepp auf, trepp ab
im Aufzug Platzangst, Schweißgeruch
die Luft wird dick und knapp

die U–Bahn Korridore stinken nach Urin
und ein Penner lallt flüssig über Lebenssinn
in diesem Klima fällt das denken schwer
und dieses Klima macht die Hirnzellen leer

manchmal ballt meine Hand sich zu einer Faust
manchmal halt ich die Ohnmacht und die Kälte nicht aus
manchmal werd´ ich so höllisch aggressiv
manchmal bin ich so manisch depressiv
doch das geht schon vorbei
bisher ging das immer vorbei
geändert hat sich nichts

Die Management–Krawattenknaben
die den Wettlauf organisieren
drücken gnadenlos auf ihre Stoppuhr drauf
und lächeln, weil sie nie verlieren

Die hab´n sich irgendwo eine Oase gebaut
die wissen wann´s gefährlich wird und wie man abhaut
sowas halt ich nicht aus, sowas bringt mich um
am besten nicht dran denken, am besten taub und stumm

manchmal ballt meine Hand sich zu einer Faust
manchmal halt ich die Ohnmacht und die Kälte nicht aus
manchmal werd´ ich so höllisch aggressiv
manchmal bin ich so manisch depressiv
doch das geht schon vorbei
bisher ging das immer vorbei
geändert hat sich nichts

Manchmal wenn ich traurig bin

Manchmal, wenn ich traurig bin
hör ich dieses Lied
und warte dann, ganz hoffnungsvoll
was mit mir geschieht

es schleicht sich in die Seele ein
und repariert die Welt
und lässt mich dankbar fühlen
daß es nichts von „traurig“ hält

Die Irrungen und Wirrungen
gehen verloren in Harmonien
ich laß dunkle Gedanken ziehn

Manchmal wenn ich traurig bin
hör ich dieses Lied
und zu guter Letzt ist einfach
das hier was geschieht
zu guter Letzt ist einfach das hier
was ich spür

 

Mehr als Dein Verstand

Rein mathematisch und rein von der
Logik und rein vom Prinzip hast Du
recht das was Du sagst ist belegbar
und in Deinem Urteil bist Du echt gerecht
• Ich kann Dich verstehen doch ich
begreif Dich nicht • Der „viel-weiter“
Denker der geistreiche Trinker der
unglückliche Philosoph die flirten mit
anderen Ideen mach Du Deiner
Wahrheit nur weiter den Hof • Du
kannst das verstehen doch Du begreifst
es nicht • Refrain: Da ist mehr als Du zu
sehen glaubst mehr als Du zu glauben
traust mehr als Du Dir auch nur träumen
lässt und längst mehr als Dein
Verstand • Wolken die schmecken und
Falter die lachen und die Wunderbar
gibt es nicht oder sind unsere verkrüppelten
Sinne ganz einfach dafür zu
schlicht? • Was sieht ein Blinder? • Was
sieht ein Seher nicht? • Refrain:…

Mehr als mich

schon seit Stunden lieg´ ich
wach in meinem Bett
es dämmert, kaltes Licht schiebt die
Gedanken an dich weg
zerschlagen und müde grab´ ich mich
tief in die Kissen ein
nach all der Zeit mit dir
ist es schwer in diesem großen Bett allein

ich schaff´s nicht aufzustehen
schieb´ den Tag weit vor mit her
was von mir übrig ist,
schreit, ich vermiß´ dich sehr
überhaupt hab´ ich ohne dich zu gar nichts Lust
und nichts hat für mich Sinn
jetzt erst wo du weg bist, ist mir endlich klar
daß ich ohne dich am Ende bin

ich brauch´ mehr als mich
ich brauch´ so viel von dir
und ich will dich, will dich jetzt
ich will dich, und ich will dich nah bei mir

schon seit Tagen spür´ ich
daß mir etwas fehlt
seit du weg bist
ist nichts passiert was zähl
ich kriech´ aus dem Bett und hab´ Hunger nach dir
das kann kaum schlimmer sein
als in Hitze ohne Wasser, in ´nem Tunnel ohne Licht
laß mich bitte nie mehr so lang allein

ich brauch´ mehr als mich
ich brauch´ so viel von dir
und ich will dich, will dich jetzt
ich will dich, und ich will dich nah bei mir

Mein Freund Rüdi

Er lebt in einer andern Welt,
es ist schwer, ihn zu verstehn
Und daß er nicht wie andere ist,
das ist ihm wohl auch anzusehen.

Schreiben und Lesen ist ihm fremd,
vieles vergißt er, manches nicht,
z.B. Herzlichkeit die nie,
oh nein, die trägt er stets in sich.

Und steht er vor den Boxen
Und groovt sich langsam ein
Und drückt sich an mein Ohr
Und flüstert nur `mein Freund`
dann denk` ich, er muß was ganz
Besonderes sein.

Keiner rockt, wie er das tut.
Er hat den Groove total im Blut.
Er muß da mit, er grinst vor Glück:
Mein Freund Rüdi lebt Musik.

Vor und zurück, er flippt und schwitzt
oft stundenlang, kennt jedes Lied.
Und wer den Tiger tanzen sieht,
vergißt den Zufallsunterschied.

Liebe Chaoten, Kindereien,
da ist was los in seinem Heim,
arbeitet er und fühlt und liebt
ein kleiner Schritt kann Großes sein.

Er drückt mich lieb und lang:
`Bis bald dann im Konzert`.
Reich, schön, berühmt
ist plötzlich nicht mehr so viel wert.
Das Leben muß was ganz Besonderes sein.

Menschlichkeit

Erstmal stolpern, fallen, aufstehen
Erstmal suchen, zögern, hinsehen
Wieder stolpern, dann aufrecht widerstehen
Wieder suchen, das Finden nicht übersehen

Über Stock, über Stein,
in die Welt hinein

Erstmal Fehler um zu lernen
Um das Ausmaß zu verstehen
Beim sich nähern und Entfernen
Sich selbst nicht aus dem Weg zu gehen

Überm Land überm Meer
Ziehen die Wolken auf

Über Dir über Mir
Nimmt alles seinen Lauf
löst die Wolken auf

Was uns treibt
Was uns übrig bleibt
In der bemessenen Zeit
Ist Menschlichkeit
Das was uns führt
Was uns berührt
Ist Menschlichkeit
Die göttlich uns menschlich bleibt

Erstmal fragen, dann besinnen
Wer reicht wem zuerst die Hand
Wer verlieren kann, kann gewinnen
Köpfe stecken nicht im Sand

Überm Land überm Meer
Ziehen die Wolken auf

Über Dir über Mir
Nimmt alles seinen Lauf
das löst die Wolken auf

Was uns treibt….

Messias

2000 Jahre ist es nun schon her
eine lange Zeit
da war er auf der Erde
doch man schlug ihn sehr bald an das Kreuz
die Menschen hatten Angst
vor seinem gefährlichen Gedankengut
er liebte den nächsten, nicht das Geld
war Mensch und hatte Mut
Messias war da
und allen war ganz klar
der Mann, der ist verrückt
doch einige wollten
die Ideen befolgen
manche brachten sie das Glück
Gegen 1990 hat es dann Messias
noch einmal versucht
er dachte, nun hätten alle gelernt
den nächsten zu lieben, das sei gut
er kam mit langen Haaren
und sprach die Botschaft ehrlich aus
den nächsten zu lieben, ganz ohne Gewinn
und alle, alle lachten ihn aus
er sitzt im Irrenhaus
Messias darf nicht raus
Messias ist verrückt
wo gibt`s denn so was
Liebe statt Haß
Messias ist verrückt

Mit Dir

Mit Dir hab ich die Zeit verbracht
Mit Dir geweint, mich krummgelacht
Mit Dir hab ich das Ziel bestimmt
Und welchen Weg man dahin nimmt
Mit Dir verbunden, das gefunden
Wofür sich alles lohnt
Mit Dir entdeckt und ausgegraben
Was uns innewohnt

Was hätt ich ohne Dich getan?

Ref. Ja ich wünsch mir, dass es weitergeht
Dass wir beide zusammen bleiben
Dass egal woher der Wind auch weht
wir unsere eigene Geschichte weiter schreiben

Mit Dir war ich ein Widerstand
Mit Dir ein Rücken an der Wand
Mit Dir versäumt ich keinen Traum
Mit Dir gewann ich Zuvertrauen
Mit Dir gewachsen und erwachsen
Ist gegenseitig Halt
Mit Dir geh ich aufs Drahtseil
und mit Dir werd ich alt

Doch bis dahin ists noch weit

Ref. Ja ich wünsch mir, dass es weitergeht
Dass wir beide zusammen bleiben
Dass egal woher der Wind auch weht
wir unsere eigene Geschichte weiter schreiben

C. Jeder sucht Zuflucht
Und Du bist mir so ein Ort
Wo Liebe wohnt
Wo Freundschaft
Viel mehr ist als ein Wort

Ref. Ja ich wünsch mir, dass es weitergeht
Dass wir beide zusammen bleiben
Dass egal woher der Wind auch weht
wir unsere eigene Geschichte schreiben

Mittendrin

Gesichter und bunte Lichter
Oh – die umschwirren Dich
Wenn Du Dich drehst
Und Dein Stillstand
Der hält die Welt an
Doch nur für Dich, nur
Wenn Du es willst

Wir sind mittenrein geboren,
und sind mittenrein geraten
uns hat keiner recht erklärt
wie dieses Leben geht
und wir strampeln um die Wette
und wir bleiben auf der Strecke
und wir stehen wieder auf
weil dieser Weg weitergeht

und zwischendurch hol ich vom
Himmel Dir `nen Stern
Ja der funkelt so verläßlich
das steckt an – ich lebe gern

Siehst Du? Hörst Du?
Wir sind mittendrin
Riech es, fühl es
Wir sind mittendrin
Träum es, wünsch es
Nutz den 7. Sinn
Steh nicht daneben
Wo willst Du denn hin
Wir sind mittendrin

Gesichter und bunte Lichter
Wie sie verschmelzen
In Deinem Traum

Spür die Ruhe
Auf Deiner Suche
Ganz augenblicklich
In Zeit und Raum

Wir sind mittenrein geboren,
und sind mittenrein geraten
uns hat keiner recht erklärt
wie dieses Leben geht
und wir strampeln um die Wette
und wir bleiben auf der Strecke
und wir stehen wieder auf
weil dieser Weg weitergeht

Warum in die Ferne schweifen
Du bist mir so nah
Ja Das Gute liegt in uns
es war immer da

Siehst Du ? Hörst Du?
Wir sind mittendrin
Riech es, fühl es
Wir sind mittendrin
Träum es, wünsch es
Nutz den 7. Sinn
Steh nicht daneben
Wo willst Du denn hin

Nach all den Jahren

Du siehst müde aus
Mein Freund, wie geht es Dir?
War die Nacht mal wieder lang?
– ich kenn Dich doch-
Du hast bestimmt `ne Neue, `ne Rakete
die Du uns heute Abend präsentierst

Du siehst traurig aus
So kennt Dich keiner
Ein Held wie Du strahlt alle an
Was ist mit Dir Du bist der tolle Hecht
Die Kumpels Deine Neider
Es gibt doch nichts
Wovor Du kapitulierst

Du warst der einfühlsame Herzensbrecher
Der Mann für (auf) alle Fälle in der Nacht
Verständnisvoll, sympathisch, siegessicher
Und keiner der sich plötzlich Sorgen macht

Ref. Nach all den Jahren
Bist Du Dir endlich
Darüber im Klaren
Dass das alles nichts war
Mit Deinen Damen
Es ist hart begehrt zu sein
Und deshalb ist der arme
Graue Kater wieder allein

C:
Der Prinz sucht
die Prinzessin
Es geht nur um das wie
Hoffnung, die gibt es
Nicht nur im Märchen
Besser spät als nie

Von A wie Annabel
Bis V wie in Verena
Hast Du das Alphabet
Fast komplett geknackt
Der Reiz des Neuen hat Dich angezogen
Die Langeweile kam dann splitternackt

Der erste Lack am bröckeln, Zeit
Zeichen
Der Spiegel zeigt das Grauen
Erstmal nur im haar
Einsam durchwachte Nächte
Lassen fragen
Ob alles wirklich so in Ordnung war

Nächstes Mal

Das war ein richtig guter Tag
Ich freu mich
auf einen Abend den man feiern kann
Ein gutes Essen unter guten Freunden
Ist mir ein Fest, dann und wann

Es gibt so wahnsinnig viel zu erzählen
Und dieser rote Tropfen, der schmeckt
Geschichten auf der Zunge, aus der Seele
Die Lust auf mehr ist schnell geweckt

Doch wenn´s am schönsten ist,
Dann aufzuhören
das liegt mir doch zu fern
Dem besten Vorsatz sag ich tschüss, Bis morgen,
hab mich gern

Ref. Nächstes Mal,
nächstes Mal
Mach ich es besser als diesesmal
Das ist was anderes
Nächstes Mal krieg ich das hin
Nächstes Mal,
ich versprech es
Nächstes Mal
wird alles besser als dieses Mal,
von wegen jedes Mal
Nächstes Mal da bieg ich`s wieder hin

Ein Uhr, Zwei Uhr, Drei Uhr, oh je
1,2,3, die Uhr rast gen Morgen
und war da nicht ein wichtiger Termin,
egal,ein guter Gag vertreibt sofort die Sorgen
den zu verpassen, das wär schlimm

Und wenn dem Morgen vor mir graut dann ist das gegenseitig
Liebe Vernunft, lass mich in Ruh
Ich hab zu tun, Prost, anderweitig

Ref. Nächstes Mal,
nächstes Mal
Mach ich es besser als diesesmal
Das ist was anderes
Nächstes Mal krieg ich das hin
Nächstes Mal,
ich versprech es
Nächstes Mal
wird alles besser als dieses Mal,
von wegen jedes Mal
Nächstes Mal da bieg ich`s wieder hin

C.: Oh jetzt mal im ernst
Ich bin nicht unverbesserlich
Zumindest glaub ich`s nicht
Oh bitte nimm mich ernst
Das ist mir wichtig, wesentlich
Nur manchmal reicht das nicht
reicht das nicht
Aber: Nächstes Mal

Ref. Nächstes Mal……..

Neue Brücken

Ich find´ auf meinem Globus so viel Flächen ohne Brot
und ehemals bunte Teile färbt ein Blutstrom tödlich rot
die Gier, Haß, Neid und Rachsucht sind die Seuchen dieser Welt
das Immunsystem verläßt sich auf den Waren–Gott, das Geld

Die Klugheit liegt am Boden,
die Vernunft wird noch verrückt
die niedrigsten Instinkte schlagen zu
wohin man blickt

Das alles scheint weit weg, doch es beginnt vor Deiner Tür
der nächste der die Kälte spürt, kann meistens nichts dafür

Neue Brücken, über Flüsse voller dummer Arroganz
neue Brücken, über Täler tiefster Intoleranz
neue Brücken, neue Wege, aufeinander zuzugehen
ganz behutsam, voller Achtung, miteinander umzugeh´n

Brüder gibt´s am Stammtisch, Schnaps im Kopf, den Geist im Glas
in Sorge um ihr Vaterland, gedeiht der Fremdenhaß
daß Deutsche bess´re Menschen sind, wer´s nicht weiß, kann´s dort erfahren
und daß das alles nicht so schlimm war bei Adolf, in den Nazi–Jahren

Der Scheich ist hoch willkommen
wenn er für Panzer Dollars gibt
sein Landsmann auf der Flucht vor Folter
ist weniger beliebt

Die Tür wird schnell verriegelt, ist das kein Asylbetrug
die paar gutgemeinten Lichterketten waren noch lange nicht genug

Neue Brücken, über Flüsse voller dummer Arroganz
neue Brücken, über Täler tiefster Intoleranz
neue Brücken, neue Wege, aufeinander zuzugehen
ganz behutsam, voller Achtung, miteinander umzugeh´n

Never-Neverland

the skys are grey above my head
and heavy as a shroud
all the details of the day
they drag my spirits down

I’m driving on this road so long
the tank is running low
lost in sadness and this means
there’s no place left to go

got to leave, get away, got to help me please
when a smiling child takes me by the hand
he winks at me and gleams
come with me, come away
let me show the way
to open your heart
so you’ll understand

come along
come with me to never-neverland
on the path you’ve chosen
come with me to never-neverland
where all you learn in school is banned
come with me to never-neverland
any way you’ve chosen
imagination holds the key
to never-neverland

wild pictures in the clouds
new horizons in the blue
and their breezes sing a song
makes every wish come true
I’m alive
there’s a magic inside of me
and the judges and the juries shout:
you mad!
I stretch my fingers out
Im a witch with a spell
that’s out calling me
as long as the child
in mirror still grins

come along
come with me to never-neverland
on the path you’ve chosen
come with me to never-neverland
where all you learn in school is banned
come with me to never-neverland
any way you’ve chosen
imagination holds the key
to never-neverland

Peter Pan and Captain Hook
with twenty thousand dragons
you can see ‘bout anything you please
oho rocketships and monster house
a thousand angels laughing
you can see ‘bout anything you please
you can dive and sloop and fall
catch the biggesthorse of all
you can dance and play the fool
even stay out of school
all this is easy
when you find the magic land
just let yourself go crazy
with answers in your hand

come along
on the path you’ve chosen
come along
any way you’ve chosen

come along
come with me to never-neverland
on the path you’ve chosen
come with me to never-neverland
where all you learn in school is banned
come with me to never-neverland
any way you’ve chosen
imagination holds the key
to never-neverland

come along
come with me to never-neverland
on the path you’ve chosen
come with me to never-neverland
where all you learn in school is banned
come with me to never-neverland
any way you’ve chosen
imagination holds the key
to never-neverland

The answer’s in your hand
come along
to never-neverland
come along
come with me to never-neverland
come along
to never-neverland
come with me to never-neverland

Nichts ohne Grund

Warum glaubst du, daß das richtig ist,
was du tust und wie du bist?
warum fragst du dich nie, was das alles soll,
ist da nichts, was du vermißt?

Nichts ohne Grund
Nichts ohne Grund

Warum verlierst du nie die Fassung, gibst dir nie ,ne Chance?
Explodier` doch mal – oder versink` in Trance.
Du bist nie der Letzte, riskierst nie zu viel,
alles was du nicht tust, tust Du im Stil
Du kommst nie zu spät und du bist nie verpennt,
was sich menschlich nennt, ist dir fremd.

Nichts ohne Grund

Hoch geachtet und schulterbeklopft, geschätzt und respektiert.
Na gut, wenn du damit zufrieden bist, doch macht denn so das Leben Spaß?
Wer stirbt denn schon gern an Langeweile.

Du bist so tierisch konsequent
Immer volle 100 Prozent
Du bist so wahnsinnig vernünftig
Und du tust nichts ohne Grund.
Du bist so eklig konsequent
Einer, der die Antwort längst schon kennt
Du reistest gern Deine Prinzipien
Und Du tust nichts ohne Grund
Nicht ohne Grund

Nie genug

Der Pfarrer riß den Jungen am Haar
und die Ohrfeige saß, weil er unartig war
Vor der ganzen Klasse, Tränen im Gesicht
das ist längst verzieh´n, der Junge war ich

Leere Formeln, als Gebete getarnt
vor den Spätfolgen der Onanie gewarnt
Wunderglaube gegen Phantasie
gehorsame Schäflein fallen auf die Knie

Sie thronen unfehlbar, die alten Männer aus Rom
verbannen die Zweifler und auch das Kondom
die Lust ist des Teufels, aus Angst vor Frauen
welcher Reichtum an Macht, Armut an Vertauen

Das Buch der Bücher auf Regeln beschränkt
was zwischen den Zeilen steht, verdrängt
habt Euch vom Lachen und Lieben und Leben entfernt
ich hab auch abgestreift und selbst gelernt

in Musik, einer Melodie
die mir Gänsehaut verpaßt
in einer Idee, einem Bild, einem wahren Wort
einem Kuß, der selbstlos macht
liegt so viel Gott
das liegt in der Luft und das hat so viel Kraft

Davon krieg ich nie genug
jeden Atemzug um Zug
davon krieg ich nie genug
ich brauch mehr, mehr als genug
davon krieg ich nie genug

Die Angst vor der Sünde hat die Freude gelähmt
die unbändige, göttliche Lebenslust gezähmt
triste Mienen bringen Dunkel in Licht
küßt ihr nur den Boden, ich küß lieber Dich
In einer Umarmung
einer durchgefühlten Nacht
liegt so viel Gott
mein Gott, das lieb ich
das hat mich gepackt

Davon krieg ich nie genug
jeden Atemzug um Zug
davon krieg ich nie genug
ich brauch mehr, mehr als genug
davon krieg ich nie genug
jeden Atemzug um Zug
davon krieg ich nie genug
ich brauch mehr, mehr als genug
davon krieg ich nie genug
ich brauch mehr noch viel mehr
noch viel mehr, mehr, mehr
davon krieg ich nie genug

Ich hör ganz tief in mich
Ich hör´ ganz leise meine Stimme.
Ich hör´ ganz tief in mich
Ich hör´ ganz leise, was die Stimme
singt – und das klingt
nach mehr.

Nimm Dir

Du gibst
Du gibst
Du gibst Alles
Alles was Du geben kannst
ob es reicht
weißt Du nicht
weil kein Lob
die Zweifel frißt

Du gibst
Bis Dir nichts mehr
Bis Dir nichts mehr bleibt
Du bist leer
ziemlich leer
und so fällt Dir bald
auch das Leichte schwer

Geben ist nur möglich
wenn man auch mal
nehmen kann

Also nimm Dir
so viel Du vertragen kannst
Nimm Dir
was immer Du brauchst
Nimm Dir trau Dich
bitte Nimm nicht Alles
ganz so ernst

Du gibst
Du gibst Alles
Alles was Du geben kannst
das ist viel
das ist mehr
als die Welt von Dir verlangt

und Du nimmst
Nimmst Dir Alles
zu Herzen, was traurig macht
Sag mir wann
hast Du das letzte Mal
an Dich gedacht

Weinen kann nur schaden
wenn man gar nie
lachen kann
Nimm Dir…

Setz Dich, entspann Dich
der Tisch ist gedeckt
gönn Dir was
ruh Dich aus
freu Dich, genieß es
und laß alles los
was Dich auch nervt
laß es raus
laß es raus

und dann Nimm Dir
so viel Du vertragen kannst
nimm Dir
was immer Du brauchst…
Bitte nimm nicht alles ganz so ernst

Du gibst
Du nimmst
Geben ist nur möglich
wenn man auch mal
nehmen kann
Weinen kann nur schaden
wenn man gar nie
lachen kann
Du gibst

Du nimmst

 

Noch ein Leben

Ein kalter Schauer jagt mir durch die Haut
aus dem Gedächtnis nie gelöscht.
Warum in jener Nacht
was hast du nur gedacht
was hat die Zweifel weggewischt?
Die tiefe Traurigkeit in dir
dafür fehlte das Gespür
hab ich ganz anders als dein Lächeln
im Trubel übersehn.
„Drachen sollen fliegen“ war dein Lieblingslied
und in jener Nacht hast du es wahr gemacht
und bist losgeflogen
ganz ohne Flügel aus dem 13. Stock.
Du hast dein Ende selbst gewählt
hast dich mit leben so gequält
doch war das fair? War das nicht feige?
Du gibst keinem mehr `ne Chance.
Erst wenn dein letzter Vorhang fällt
erst dann verliert die Welt den Mut für dich,
ich wünsch` dir trotzdem alles Gute,
da, wo du jetzt bist.
Du warst für jeden Pfeil
schutzloses Ziel
für diese Welt zu viel Gefühl.
Was war der letzte Tritt
zum allerletzten Schritt
hat dich der Todesrausch verführt?
Daß du die Antwort schuldig bleibst
und so die Trauer nie vertreibst
ist rücksichtslos und tut genau den Falschen,
die dich brauchten, weh.
Zu spät, um dir zu zeigen, was du hier versäumst
wie man hofft und träumt, kannst du dir denn
verzeihn, ich wollte
keine Drachen fallen, sondern steigen sehn.
Du hast dein Ende selbst gewählt
hast dich mit leben so gequält
doch war das fair? War das nicht feige?
Du gibst keinem mehr `ne Chance.
Erst wenn dein letzter Vorhang fällt
erst dann verliert die Welt
den Mut für dich, ich wünsch` dir trotzdem
alles Gute, da, wo du jetzt bist.
Ich wünsch` dir
noch ein Leben
noch ein Leben
noch ein Leben
mit einer fairen Chance.
Ich wünsch` dir
noch ein Leben
noch ein Leben
noch ein Leben
doch du hast nur eine Chance.

Nur im Film

Ich komm´ nach Hause
bin müde und geschafft
ich leg´ die Beine hoch
und mach´s mir bequem
Fernsehen wär´ jetzt gut
´was zum Knabbern und ein Bier
Ich würd´ gern´nen Krimi seh´n
also drück´ ich auf den Knopf

Ein Mensch in Uniform
tritt einer Frau in den Bauch
Sie bewegt sich nicht mehr
aus der Pistole steigt Rauch
Ein kreidebleicher Mann
hält ein totes Kind im Arm
Verwundete schreien
Sirenen geben Alarm

Ein kleines rundes Ding
fliegt durch die Luft und explodiert
abgerissene Glieder
es wird weiter massakriert
Feuer, Blut und Trümmer
das ganze wirkt wie echt
Wenn das nicht im Film wär´
wär´ mir lange schon schlecht

Nur im Film, nur im Film
so was gibt es nur im Film
Nur im Film, nur im Film
so was gibt es nur im Film

Die Frau, die da geschlagen wird
die spielt schon fast so gut
Ich fange an mich zu fragen
ob sie das freiwillig tut
Das Blut ist doch wohl Ketchup
die Wunde wohl Make–Up
und trotzdem ist mir das
zur besten Sendezeit zu hart

Ein völlig krankes Hirn
hat sich das Drehbuch ausgedacht
noch so eine Szene
dann bin ich geschafft
Ich bin bestimmt nicht zimperlich
das ist ja nur TV
die Wirklichkeit ist anders
Mensch, das weiß ich genau

Nur im Film, nur im Film
so was gibt es nur im Film
Nur im Film, nur im Film

Nur zu Dir

Beamen wär´ jetzt prima
Doch das ist längst noch nicht erfunden
Die Strecke zieht sich Tonnenmeter endlos hin

Stunden auf der Straße
Ich verfluch´ schon die Sekunden
Entzug von Zärtlichkeiten ist doch wirklich schlimm

Wie lange bist Du jetzt am Warten ?
Wie lange haben wir uns nicht gesehen ?
Ich will Dich ganz, nicht auf Raten
Oh, wie soll ich solche Tage nur überstehen ?

Ich will zu Dir, nur zu Dir
Höchste Zeit, hab´ mich so auf Dich gefreut
Dich vermißt, nur Luft geküßt
Bin zum Äußersten bereit
Wann bin ich denn endlich da ?
Ich kann nicht mehr, ich muß, ich will zu Dir

Ich träum in Deine Arme
Doch meine Hände sind am Steuer
Es regnet eimerweise, und ich hasse diesen Stau

Im Radio ´ne Schnulze
Er singt von einem Feuer
Von Sehnsucht
und wie kann es anders sein, von einer Frau

Hat sich alles gegen mich verschworen ?
Ich brauche Dich, mein Wagen braucht Benzin
Was hab´ ich hier in aller Welt verloren ?
Ich brauche dringend Deine Streichelmedizin

Ich will zu Dir, nur zu Dir
Höchste Zeit, hab´ mich so auf Dich gefreut
Dich vermißt, nur Luft geküßt
Bin zum Äußersten bereit
Wann bin ich denn endlich da ?
Ich kann nicht mehr, ich muß, ich will zu Dir
Ich will zu Dir, nur zu Dir
Höchste Zeit, hab´ mich so auf Dich gefreut
Dich vermißt, nur Luft geküßt
Bin zum Äußersten bereit

Mein ganzer Haushalt an Hormonen
Befindet sich in Aufruhr
Und jetzt meutert auch noch
das Adrenalin

M–meine Haut zuckt in Richtung Hupe
Ruhig Blut, ruhig Blut
Wer wird denn gleich
Geduld und Fassung verlier´n ?

Na ich, wenn ich nicht bald bei Dir bin
Ich, weil ich dann außer mir bin
Stau behindert beim Verkehr
rette mich, rette mich, rette mich, rette mich !!!

Wann bin ich denn endlich da?
Ich kann nicht mehr, ich muß, ich will zu Dir
zu Dir, nur zu Dir…

Nutzlos

So wie jeden Tag auf der Parkbank dort,
er füttert graue Eulen,
den Kragen hoch, den Hut ganz tief,
mit großen, festen Händen,
Er spricht nicht viel,
und auch die Kneipe sieht
ihn nur ganz selten.
Der Wirt erzählt: Ein armer Hund,
kein Mitleid kann da helfen.
20 Jahre Schweiß und Lohn,
für andere abgehetzt
dann Pech – Konkurs und Kündigung–
dann nichts – und das bis jetzt.

Zu lange nutzlos,
völlig isoliert.
Frost im Herzen,
zu lange nichts passiert.

Er hat geglaubt,
wer Arbeit will, der kriegt
auch schließlich eine,
statt dessen gab`s Almosen,
vom Sozialamt ein paar Scheine.

Zum jünger werden nicht genug.
zum ärmer machen reichlich,
Mitte 40 – kaltgestellt.
Freunde wurden kleinlich.
Früher stand er mittendrin,
geachtet und geschätzt
jetzt schämt er sich,
die Würde wie die Kleider–abgewetzt.
Zu lange nutzlos,
nichts was berührt.
krank an der Seele.
in sich verirrt.

Zu lange nutzlos,
völlig isoliert.
Frost im Herzen,
zu lange nichts passiert.

Draußen vor der Kneipe
hängt ein braunes Wahlplakat.
verspricht den Deutschen haltlos Halt
die sich allein gelassen fühlen.
Der Mann dort auf der Bank fällt mir ein
und ich frag´ mich.
was er wohl von solchen Sprüchen hält ?

Ohne Dich

Ich steh` am Fenster, nein, ich wart` nicht auf dich.
Kipp noch ein Bier weg, nein, ich denk nicht an dich.
Bin ungebunden, nichts was mir blieb, ich bin frei.
Genieß` die Stunden, dann eben allein! Gut!
Betten zerwühlen, war am schönsten mit dir.
und sich verstehen, war am tiefsten mit dir.
und auch mein Drachen stieg am höchsten mit dir.

Ich wollt doch nur dein Bestes,
und das alles für mich.
Und als Belohnung
läßt Du mich jetzt im Stich.
Glaub bloß nicht,
ich knie vor dir nieder.
Ach, ich bin drüber weg, was glaubst`n du.
´s war nur ein klitzekleiner Schrecken, den steck ich weg.

Ich schaff` es ohne dich.
Ganz bestimmt allein und ohne dich.
Mir geht`s doch gut.
Ich fühl` mich fürchterlich, gar nicht gut.
Ich schaff` es ganz und gar nicht ohne dich.

Ich geh auf Parties, ach, ich hab so viel Spaß.
Bleibt nur die Frage, Herrgott, warum bin ich so blaß?
Nein, ich vermiß` dich nicht, aber ich trinke zuviel.
Da muß ich durch, nee, wegen dir heul` ich nie.

Da gibt`s auch andere Frauen.
Ich weiß, ich muß mich nur trauen.
Denk nicht, ich war immer nur die allerehrlichste Haut.
Doch daß du mich jetzt so in die Pfanne haust,
verzeih ich dir nie – Schluß und aus.
Das hab ich wirklich nicht verdient. Nein !

Ich schaff` es ohne dich.
Ganz bestimmt allein und ohne dich.
Mir geht`s doch gut.
Ich fühl` mich fürchterlich, gar nicht gut.
Ich schaff` es ganz und gar nicht ohne dich.

Ohne Dich
Bin nicht die Hälfte wert ohne Dich
Mir geht´s beschissen,
Ich fühl´ mich fürchterlich, gar nicht gut
Ich schaff´ es ganz und gar nicht ohne Dich

Parkbank

Es tut mir leid

Wenn ich oft nicht richtig zuhör

Wenn ich in Gedanken

Und nicht wirklich bei Dir bin

 

Es tut mir leid

Daß meine Sorgen, meine Nöte, meine Pläne

Oft viel wichtiger als Deine

Für mich sind

 

Doch es tut mir gar nicht leid

Daß ich so fühle wie ich fühl

Nein das tut mir nicht leid

 

Ich kann Dein Licht im Dunkeln sehn

Ich will mit Dir den ganzen Weg lang gehen

Bei allen Unterschieden und Problemen

Kann ich uns doch in der Zukunft

Grau vertraut auf einer Parkbank sitzen sehn

 

Es tut mir leid

Daß ich sehr oft übersehe

Was Du nicht nur für Dich

Sondern für uns beide tust

 

Es tut mir leid

Daß ich nicht immer

Zeigen kann und sagen kann, was in mir ist

Und Ja – wie wichtig Du mir bist

 

Doch es tut mir gar nicht leid

Daß es so ist wie es jetzt ist

Nein das tut mir nicht leid

 

Ich kann Dein Licht im Dunkeln sehn…

 

Pech gehabt – Glück gehabt

verbannte Erde, dürres Land / heißes Afrika
kaum das Licht der Welt erblickt
dem Totenbett schon nah
gegessen wird was eßbar ist
Hunger heißt die Qual
Gott lenkt ab, beten hilft
sagt der Priester am Talar

Kinder gibt´s wie Sand am Meer
die meisten gibt´s nicht lang
was fängt ein kleiner Neger
mit Wasserbauch auch an

registriert als arme Opfer
keiner hat sie je gefragt
einfach nur am falschen Ort
auf die Welt gewagt

Pech gehabt, einfach Pech gehabt
nicht bestraft, nicht gewollt
einfach Pech gehabt

Wohlstand, Frieden, Sicherheit
die väterliche Hand
garantiert das Bündnis
dem westlichen Land
alles gibt´s im Überfluß
Lebensqualität
wer sehr viel erntet hat bestimmt auch
sehr viel ausgesät

Macht und Wissen hat man für sich
noch ist nichts verloren
als Ziel den Vorteil zu bewahren
keiner ist umsonst geboren

Kinder sehen in die Zukunft
Kinder sehen fern
solang die Welt das aushält
lachen diese Kinder gern

Glück gehabt, einfach Glück gehabt
nicht verdient, nicht belohnt
einfach Glück gehabt

Prinzessin

Wenn der Morgen still und heimlich
in das Zimmer kriecht
und ich beim ersten Augenaufschlag
Deine Nähe rieche
wenn das Tageslicht allmählich
jeden Traum vertreibt
und der Kopf kreist um
Phantasie und Wirklichkeit
dann schau´ ich Dir Prinzessin
beim schlafen zu.
Du bist so wunderschön

Prinzessin, laß die Augen zu
ich will ganz tief in Dich sehen
wie Du zuckst und wie Dich schaudert
wie Du friedlich schläfst
ich schleich´ mich in den Traum zu Dir
ich liebe Dich
ich mag Dich schlafen sehen

Dein Gesicht fängt Zug um Zug
mir zu erzählen an
manches Neuentdeckte
vieles lieb vertraut, bekannt
da sind Bilder, die verschüttet
fast verloren waren
und Momente, so voll Leben
die die Zeit uns nahm
das alles ist in Dir, Prinzessin
schlaf ganz ruhig
Du bist so wunderschön

Prinzessin, laß die Augen zu …

Raus aus dem Schoß

Auch wenn alles Schöne, Erträumte
ein Trugbild war
Auch wenn überhaupt nichts, so
wie Du wolltest, lief

Wenn Dir alles vorkommt wie ein
Drink an der Sonderbar
Und Dein Selbstbildnis hängt schief

Auch wenn Du weißt dass man
Gefühle nicht wiegen kann
Und das Päckchen, das Du trägst
ist trotzdem schwer

Wenn Du glaubst, jemand hätte sich
ohne Dank aus Dir aufgetankt
Und Du spürst, dein Herz ist leer

Dann heilen kleine Wunder
Die meisten Wunden weg

Ref.    Wenn ein neuer Tag
Mit Dir erwacht
Und Dir zeigt was möglich ist
Wenn die neue Chance entgegenlacht
Und Dich packt, bis Du sie willst
Dann erleb Dich groß
Mach die Leinen los
Raus aus dem Schoß

Auch wenn es weh tut, dass die
Eine Dich nicht mehr will
Und Du hast noch nicht mal
An eine andere gedacht

Wenn Dich das Alleinsein umhüllt
Isoliert und still
Keiner mehr neben Dir lacht

Auch wenn Dein Mitleid
Noch dem eigenen Leiden gilt
Auch wenn nur noch Deine
Katze Dich liebt

Auch wenn Dein Selbstwert
Sich selbst nicht aus dem Keller bringt
Bis es Dich fast nicht mehr gibt

Dann vertrau den kleinen Wundern
Die meistern Wunden weg

Ref.    Wenn ein neuer Tag
Mit Dir erwacht…

Roboter

Probleme gibt es nicht für mich
ich find´ das Leben schön
Elend, Hunger, Tod und Krieg
kann ich nirgends sehen

Dafür gibt es viele schöne Sachen
die mich glücklich machen
stimmen im TV und Plakate an der Wand
verheißen mir täglich das schlara–afenland

Er ist Roboter, aus Fleisch und Blut
sie programmieren ihn, und er findet das gut
jeden neuen Trend baut er sich ein
denn er lebt, dafür zu sein.

dynamisch, unternehmungsgeil
ins Coca–Cola–Life
poppig, punkig, exklusiv
modisch will ich sein

Am liebsten zieh ich mir die neusten Videos rein
zum lachen und mit Sex und Crime – Sex und Crime
geile Frauen aufzureißen fällt mir nicht schwer
doch ohne Walkman geht nichts beim geschle–ächsverkehr

Er ist Roboter, aus Fleisch und Blut
sie programmieren ihn, und er findet das gut
jeden neuen Trend baut er sich ein
denn er lebt, dafür zu sein.

Rolf rockt

Das Bandfoto 1978
Hängt noch immer an der Wand
Wir waren damals zu sechst
Er gab so gut wie nie
Seine Gitarre aus der Hand

Die längste Mähne und den stursten Kopf
Und ein riesengrosses Herz
Er konnte nerven und begeistern
Und ein Freund sein doch dann
Am Ende stand der Schmerz

All seine Pläne hat der Krebs durchkreuzt
Er musste viel viel zu früh gehen
Doch seine Träume nahm er mit
Und wenn ich an ihn denke
Kann ich ihn vor mir sehn

Ref. Rolf rockt den (im ) Himmel > die Klammer belassen!!!
Rolf rockt mit einer göttlichen Band
Rolf rockt jetzt für alle Engel
Bei freiem Eintritt
Free Drinks and open-end

Die Headbanger sind dort goldgelockt
Es gibt Applaus vom Engelschor
Neben ihm Jimi Hendrix
Auf der Wolkenbühne
Die Beatles John und George davor

Doch was ihn sicher am meisten freut
Denn das hat er so vermisst
Ist der Blick auf
1. Reihe Wolke 9 links vorn
In Mutters strahlendes Gesicht

Ref….. Rolf rockt…

Du fehlst uns
Wir hoffen, dass jeder Engel dann
Wenn wir Dich besuchen
Dein Lied auch singen kann

Rüdis Walk (Mein Freund Rüdi)

Er lebt in einer andern Welt,
es ist schwer, ihn zu verstehn
Und daß er nicht wie andere ist,
das ist ihm wohl auch anzusehen.

Schreiben und Lesen ist ihm fremd,
vieles vergißt er, manches nicht,
z.B. Herzlichkeit, die nie,
oh nein, die trägt er stets in sich.

Und steht er vor den Boxen
Und groovt sich langsam ein
Und drückt sich an mein Ohr
Und flüstert nur ,mein Freund`,
dann denk` ich, er muß was ganz
Besonderes sein.

Keiner rockt, wie er das tut.
Er hat den Groove total im Blut.
Er muß da mit, er grinst vor Glück:
Mein Freund Rüdi lebt Musik.

Vor und zurück, er flippt und schwitzt
oft stundenlang, kennt jedes Lied.
Und wer den Tiger tanzen sieht,
vergißt den Zufallsunterschied.

Liebe Chaoten, Kindereien,
da ist was los in seinem Heim,
arbeitet er und fühlt und liebt
ein kleiner Schritt kann Großes sein.

Er drückt mich lieb und lang:
`Bis bald dann im Konzert`.
Reich, schön, berühmt
ist plötzlich nicht mehr so viel wert.
Das Leben muß was ganz Besonderes sein

Ruhe

Endlich, die Ruhe kehrt ein
und läßt sich nieder
Von uns beiden erwartet

Mondlicht, komm und hilf uns dabei
Minuten verwandeln wir
in stille Gedanken

Ohne den Trubel, den Lärm, die Geschwätzigkeit
Ohne die Hast, die uns treibt
ist der Weg wieder frei, zueinander
Liebe braucht Pflege und Zeit

Dein Mund an meinem Ohr
flüstert leise
Diesen wundersamen Schauer
auf meine Haut

Dein Herz an meiner Brust
schlägt und atmet
Diese wundervolle Lust
Dir ganz, ganz nah zu sein

Friedlich in die Nacht getaucht
kein böses Wort
nicht mal ein böser Gedanke

Ich fühl Dich, diese ruhige Kraft
Streichelt die Angst
Aus meinen häßlichsten Träumen

All dieser Trubel, die Gier und die Ungeduld
und all der Neid, der uns frißt
Wird verbannt und verstoßen, diesen Augenblick lang
weiß ich endlich, was Du mir bist

Dein Mund an meinem Ohr
flüstert leise
Diesen wundersamen Schauer
auf meine Haut

Dein Herz an meiner Brust
schlägt und atmet
Diese wundervolle Lust
Dir ganz, ganz nah zu sein

Du bist der Mund, der mich fragt
der nur wahre Antworten gelten läßt
Und Du bist das Herz, das es wagt
mich im Sturm zu warnen und mich nicht verläßt
Die Ruhe, die Ruhe kehrt zurück

Dein Mund an meinem Ohr
flüstert leise
Diesen wundersamen Schauer
auf meine Haut

Dein Herz an meiner Brust
schlägt und atmet
Diese wundervolle Lust
Dir ganz, ganz nah zu sein

Sacre Coeur

Sonntagmorgen am Montmartre

Die Touristen strömen

den Berg hoch zur Messe

In die Kirche Sacré Coeur

 

Er steht am Rand der Menschenschlange

Hält die offne Hand nach vorn

Die Würde eines Menschen

Tut sich manchmal schwer

 

Weil er da steht wo er steht

Kann er den Seelenfrieden störn

Die Blicke die ihn streifen

Kann er fühlen, kann er hören

 

Er sieht sie nicht

Sie sehn ihn nicht

Bleibt nur der Wunsch

Es werde Licht

 

Er sieht sie nicht

Sie sehen ihn nicht

Sie übersehen ihn

es werde Licht

 

Nach der Messe nimmt er

die Gewissen in die Pflicht

Er wartet draußen

Die Gebete steigern seinen Bettellohn

 

Keiner fragt nach seinen Augen

Was ihm zustieß, hierher trieb

Wenn er genug hat dann

verschwindet er in einer Metrostation

 

Die Tauben von Paris sind es

die seine Story hörn

Die anderen mag er damit

Nicht beim Sightseeing stören

 

Er sieht sie nicht…

 

 

Oh Sacré Coeur, heiliges Herz

tief in uns drin, Du bist nicht blind

du kannst es sehen, Herzaugenlicht

Ob wir sehenswürdig sind

 

Bleibt nur der Wunsch

es werde Licht

Er sieht uns nicht

Wir sehen ihn nicht

Wir übersehen ihn

Es werde Licht

 

Schein und Sein

Leider, leider

Können wir uns nicht durchschauen

Wir können auch nicht in die Zukunft sehen

 

Und leider, leider

Gibt es keine Sicherheiten

Alles kann einmal zu Ende gehen

 

Jetzt und hier und

Zwischen uns ist alles

So wie`s sein soll – nicht nur scheinbar sondern wahr

 

Jetzt und hier sind

Lügen und Versprechen gleichfalls

Überflüssig – alles selten klar

 

Schein und Sein

Was ist denn noch wirklich

Was wirkt auf Dich ein

Zwischen Schein und Sein

Brauchen wir einander

Um die Zweifel zu teilen

 

Du kannst nicht wissen, nur vertrauen

Nie sicher sein, nur darauf bauen

Nur glauben, daß es gut geht,

Daß es zählt

 

Du kannst nicht halten, was zerfließt

Nur sehen, was sich Dir erschließt

Du scheinst nicht nur, Du bist

Teil dieser Welt

 

Schein und Sein…

 

Um die Wunden zu heilen

Um auch die Liebe zu teilen

Ich bin Dein, Du bist mein

Bleib ich Dein

Bleibst Du mein?

Seiltänzertraum

Tagverdrossen senkt sich dichter Schleier namens Nacht
die Tropfen die ans Fenster trommeln
halten mich nicht wach
mmh, ich tauche ein
laß all die Traumtanzgeister zu mir rein

Das Kind ist längst erwachsen
und versteckt sich doch im Mann
es läuft die Treppe ständig hoch
und kommt nie oben an

Jede Stufe ist der nächste Wunsch
der in Erfüllung geht
oh, das Kind stellt fest, das ist nicht schön
und schmaler wird der Weg

Manche jubeln laut, manche schrei´n „Spring“
ach, wen kümmert schon die Balance
keiner sieht die feinen Angstschweißtropfen
es bleibt die Flucht in Trance

Halt mich fest,
damit von mir mehr übrig bleibt
als dieser kleine Rest

Kennst Du den Seiltänzertraum, ich stürz´ ab
doch ich lebe noch, Dein Netz fängt mich auf
mitten im Schoß, in Deinem Schoß

Noch höher raus
das Gleichgewicht zu halten, saugt mich aus
oh, geht das immer so weiter
bis zum Dessert beim eigenen Leichenschmaus

Ich bin im falschen Film mit völlig falschem Sinn
schalt ihn ab, wo ist der Knopf
Oh, bitte hilf mir, hilf mir, wann denn endlich
macht es „Klick“ in meinem Kopf

Weck mich auf
das Schicksal nimmt zwar seinen
doch Du nimmst meinen Lauf

Kennst Du den Seiltänzertraum, ich stürz´ ab
doch ich lebe noch, Dein Netz fängt mich auf
mitten im Schoß, in Deinem Schoß
Traumtanztrapez, ich stürz´ ab
doch ich lebe noch, ich tauch´ mich hinein
in deinen Schoß, mitten im Schoß.

Am Fenster Trommeln immer noch
die Tropfen, ich bin wach
Deine kühle Hand hat die Hitze
meiner Stirn verjagt
Deut´ mit meinen Traum
Du kannst das gut, Du kennst mich
Ich lieg in Deinem Arm

Sie sieht die Sonne

Wenn die Sterne günstig stehn
und der Mond die Nacht bestrahlt
wenn die Stille spricht,
dann ist sie allem unbegreiflichen so nah

Wenn Du sie ganz dringend brauchst
auch noch ihre Macken magst
wenn Du Dich auf sie verläßt
dann fragt sie nicht, dann ist sie einfach da

In ihr wohnen kleine kostbare Talente
eins davon ist, immer wieder gut zu tun
ihr liegt an mir, sie läßt mir freien Raum
und schenkt mir den Platz
mich an ihrer Seite auszuruh´n

Sie sieht durch die Wolken die Sonne
und stellt sich hart in den Wind
sie ist nie zu bequem
sie hat mir gezeigt
wie Leichtigkeit gelingt
wie einfach so was klingt

Wenn sie ihre Hand aufgelegt
ihre kleinen Wunder wirkt
Dann bin ich wehrlos, völlig hin und weg
das grenzt an Zauberei

Ob sie durch die Küche tanzt
oder Atmosphäre schafft,
ihr müßtet sie mal sehn und mich verstehn
auch wenn ich übertreib…

Und ein Lachen das sich quält, das durchschaut sie
ein gelangweiltes Gespräch ist ihr zuviel
doch keinem Streit, der ihr nötig scheint
geht sie aus dem Weg
Sie leistet sich ihren eigenen Stil

Sie sieht durch die Wolken die Sonne
und stellt sich hart in den Wind
sie ist nie zu bequem
sie hat mir gezeigt
wie Leichtigkeit gelingt
wie einfach so was klingt

Solang ich noch am Leben bin

Solang auf kalte Winter immer noch mal Frühling folgt
solang ein Kuß von Dir noch schmeckt
solang ich immer noch mit aller Kraft ein Ziel verfolg´
solang ein Lied´ was in mir weckt
solang es auch nur einen gibt, der mich nicht belügt
solang glaub´ ich, daß es da´was gibt
für das es sich lohnt zu leben

Solang ich noch am Leben bin
hat jedes Atmen seinen Sinn
solang ich dieses Lied noch sing´
ist jeder Ton tief in mir drin
Solang ich noch am Leben bin
solang ich dieses Lied noch singe

Solange Neugier mich zum Blick hinter Fassaden zwingt
solang Geheimnisse besteh´n
solange Angst mich noch zum Schreien statt zum Schweigen bringt
solang ich niemals frag: für wen ?
Solang ich diesen Traum noch hab´, der mich aufrecht hält
solang glaub´ ich an die eine Welt
in der es sich lohnt zu leben

SOS

Obdachlos – wer zählt die Katastrophen
Mittellos – durch Armut, Korruption
Elternlos – durch Krankheiten, durch Kriege
Schuldlos – Leid und Hunger sind der Lohn

Wohinein ein Kind geboren wird
In welche Zeit in welches Land
Liegt in der Macht des Schicksals
Doch zu helfen, dass wir helfen
Liegt ganz allein, allein in unserer Hand

SOS ein Hilferuf, Kinder in Not
Wo bleibt die Rettung
SOS ein Zeichen, ein Signal
Es schreit nach einer Tat
SOS wir bauen ein Kinderdorf
Als Heimat für die Hoffnung
SOS damit die Zukunft
Auch für diese Kinder
Ein Zuhause hat

Gut beschützt – mehr als ein Platz zum Wohnen
Würdevoll – kein Betteln, aber Brot
Wohl behütet – keine Angst vor bösen Träumen
Hoffnungsvoll – Gemeinschaft ohne Not

Und wenn das erreicht ist, tut es gut
Den Kindern zuzuschaun
Wenn sie spielen, wenn sie toben
Wenn sie lernen, wenn sie lachen und wenn sie
lieben und sich endlich traun…

SOS ein Hilferuf, Kinder in Not
Wo bleibt die Rettung
SOS ein Zeichen, ein Signal
Es schreit nach einer Tat
SOS wir bauen ein Kinderdorf
Als Heimat für die Hoffnung
SOS damit die Zukunft
Auch für diese Kinder
Ein Zuhause hat

Ob in Brasilien, in Mexico
Ob in Südafrika
Ob in Vietnam, in der Ukraine
In Nigeria
Überall gibt es ein Kind
Dass seine Kindheit versäumt
Überall gibt es ein Kind
Dass vom Leben nur träumt

Stark

 

An diesem Morgen

ist der Himmel in Bewegung

Und alle Wolken

formieren sich ganz neu

 

Die Brise frisch

es duftet herrlich nach Vergebung

Nichts zu Bereuen,

dieser Morgen kann sich freuen

 

Was sie Dir erst prophezeiten

Wie sie Dich erst kleingemacht

Hast Du alles ausgehalten

Jede Schwäche die Du zeigtest

War auch Quelle Deiner Kraft

 

Du bist stark,

Stark hart am Wind

wie Flaute und Sturm

bist Du Himmels Kind

Du bist stark

Stark wie der Strom

Der in Deinen Adern fließt

In Dir wohnt

 

Die Lebensgeister sind geweckt

Und sind in Aufruhr

Ein bisschen Spuk

Ein bisschen Abenteuerlust

 

Die Sinne stehn bereit

Und drängen schon zum Aufbruch

Wohin?, das hat bis jetzt

Noch keiner je gewußt

 

Wenn sie Dich auch irreführten

Wenn sie sagten, hier ist Schluss

Hast Du Dich darauf verlassen

Daß da hinter jedem Irrtum

Etwas Wahres stehen muss

 

Du bist stark…

 

Du kannst losgehen auf Dein Ziel

Egal, ob Du es je erreichst

Wichtig ist doch nur

Daß Du nicht stehen bleibst

Vergiß nicht

 

 

Du bist stark

Stark wie der Wind

Flaute und Sturm

sind des Himmels Kind

 

Du bist stark

Stark hart am Wind

Stark unter Strom – unter Strom

 

Wir sind stark

stark wie der Wind

Flaute und Sturm

sind des Himmels Kind

Stell Dich

Stell Dich, stell Dich nicht so an
Stell das Foto aufs Klavier
Stell Dich vorbehaltlos hinter dich
Stell Dich vor die Tür

Stell die Uhr nach Deiner Zeit
Stell Deine Hilfe stets bereit
Stell Dich bloß auf Regen ein
Stell Dir vor allein zu sein

Stell Dich nicht nur in den Schatten
Stell mal richtig, was Du denkst
Stell die Weichen wenn Du lenkst

Ref.        Stell die richtigen Fragen
Frag Dich was Du willst
Und dann stell dich
Mach klar, wer Du bist

Du kannst alles erfahren
Wenn Du wirklich willst
Also stell Dich

Stell die Lage klarer dar
Stell Dich etwas mehr heraus
Stell die Lügen auf den Kopf
Stell Dir ein besseres Zeugnis aus

Stell Dich vor den ganzen Chor
Stell Dich endlich richtig vor
Stell die schwersten Lasten ab
Stell Dir vor Du läufst bergab

Stell Dich gegen Ungerechte
Stell Dich nie blind, taub und dumm
Stell Dich wenn es sein muss um

Ref.        Stell die richtigen Fragen

Mach klar, wer Du bist
Kneifen gilt nicht

Streiten

Was hab ich an mir
Was hast Du an Dir
Was uns das reden fast unmöglich macht

Wir wissen beide
Dass es nur Verlierer gibt
In dieser aggressiven Wörterschlacht

Ich bin`s leid
Bin es wirklich leid
Ich fürchte irgendwann gehen wir zu weit

Ich allein
Oder Du allein
Nein wir beide müssen Schuld daran sein

Ref. Lass uns nicht mehr streiten
Es ist gut
Irgendwann reicht es
Und diese ganze Wut
Oh die kostet soviel von unserer Kraft
Und schlimm ist was das aus uns macht

Hörn wir auf zu streiten
Du und ich
Wenn wir`s nicht einsehen
Lohnt die Geschichte nicht
Unser Leben ist dafür viel zu kurz
Hey bitte Aufstehn nach dem Sturz

Ein falsches Wort zur falschen Zeit am falschen Ort
Und es brodelt der Vulkan
Unüberlegt den völlig falschen Knopf gedrückt
So provoziert man den Orkan

Es geht schief
Es geht wieder schief
Die Chemie ist ängstlich explosiv

Hab es satt
Hab es randvoll satt
Ich will nur dass das jetzt ein Ende hat

Ref. Lass uns nicht mehr streiten
Es ist gut
Irgendwann reicht es
Und diese ganze Wut
Oh die kostet soviel von unserer Kraft
Und schlimm ist was das aus uns macht

Hörn wir auf zu streiten
Du und ich
Wenn wir`s nicht einsehen
Lohnt die Geschichte nicht
Unser Leben ist dafür viel zu kurz
Hey bitte Aufstehn nach dem Sturz

C.: Ich bin zu müde um zu schrein
Viel zu erschöpft um noch gemein zu sein
Ich brauch die Ruhe nach dem Sturm
Und keinen nächsten Sturm
Lass uns nicht mehr streiten

Streng Dich an

Kann das Gejammer nicht mehr hören
Hab die Beschwerden gründlich satt
Die Sonne scheint, ich könnte schwören
Dir hat das heute bis jetzt keiner gesagt
Du hast zu tun, Du musst ja motzen
Ein jeder Tag gehört beklagt
Ich find das unhöflich gesagt zum kotzen
Wie lang hat sich kein Funken Hoffnung zu Dir gewagt

Der Wunsch nach der grossen Kohle
Ersetzt jeden Lebenstraum
Und diese Vorliebe
Für alles Hohle
Läst dem Verstand wenig Raum

Streng Dich an lass nicht locker
Fang an das zu zeigen
Woran Dir letzten Endes
Am meisten liegt

Du bist dran wann kapierst Du
Das dann wenn Du es willst
Irgendwann Dein Leben endlich
Die Kurve kriegt

Keiner verlangt, dass Du zaubern kannst
Nur dass Du es probierst

Streng Dich an lass nicht locker
Fang an das zu zeigen
Woran Dir wirklich was liegt

Lass Dich gehen heisst: bleib lethargisch
Stell Dir vor heisst: Phantasie
Lass alles mit Dir machen heisst: apathisch
Krieg den Arsch hoch heisst jetzt: Energie

Wie verlernt man Spass und Freude
Wie kriegt man das zurück
Wie erkennt man den Wert im hier und heute
Sag, wie erkennt man Glück

Refrain………..

Wenn Du doch mal am zaubern bist
Und die Zeiten sind schlecht
Dann mecker ruhig über den ganzen Mist
Endlich mal zu Recht

Süchtig

Ton für Ton und Schlag für Schlag
hab´ ich mich herangewagt
sie gab mir soviel, ich wurde schwach und dann
zog sie mich in ihren Bann

die Spannung erhöhte sich von Tag zu Tag
wenig Zeit verstrich, bis ich dem Zauber erlag
ich mußte sie fühlen, mein verlangen stieg
und jetzt bin ich süchtig – nach Musik

und fühl´ ich mich nicht wohl
dann klingt das so

keinen Tag halte ich aus ohne Musik
ich höre, spiele, mache, liebe nur noch Musik
ich hab´ für andere Dinge überhaupt keine Zeit
und mancher gute Freund meint, das geht zu weit

doch ich kann nichts dafür
die Sucht ist in mir

Supermann

Ich bin doch wirklich ein Supermann
Und stell mich wieder wie ein Trottel an
Ich hab´ wohl rein gar nichts kapiert – wooh
Was Du sagst hört sich logisch an,
Wenn man wie Du praktisch denken kann.
Der Ochs vorm Berg ist fasziniert– wooh

Wie Du planst, wie Du lenkst, wie Du organisierst
Und die Übersicht nie verlierst.
Das hat Klasse, das ist groß
Konkurrenzlos
Wenn Du mich runterputzt,
Dann vergiss bitte nicht
Jeder Schatten braucht sein Licht
Meine Fehler mach ich unabsichtlich.

Manchmal zuviel,
Doch selten genug.
Ich tu was ich kann,
Ob blöd oder klug.
Es ist manchmal zu wenig
Und manchmal da reicht´s
Ich kann´s nur versuchen
Nicht immer ganz leicht.

Dich zu sehen macht mich tierisch an,
So daß ich mich kaum beherrschen kann.
Du bist die allerschönste Frau – für mich
Du weißt doch, ich bin Dein Supermann,
Der viel mehr als nur singen kann.
Ich geb mir Mühe, gib mir Dich – nur Dich.

Wie Du riechst, wie Du küsst
Wie Du elektrisierst
Mit Deinem Körper kommunizierst
Das hat Klasse, das ist groß
Was ist jetzt los
Jedes Hoch hat ein Tief
Und da steck ich nicht drin
Ein Tief ohne höherem Sinn
Verzeih´ mir, daß ich heute nicht in Form bin.

Manchmal zuviel,
Doch selten genug.
Ich tu was ich kann,
Ob blöd oder klug……

Täglich mehr

Hätt` nie geglaubt. daß wir so lang
denselben Weg geh´n.
und daß die kleine Pflanze
zwischen uns so blüht.
Zwar spielt mein Puls nicht mehr verrückt,
nur weil Du da bist,
doch Du bist schuld,
daß sich mein Leben wohler fühlt.

Blitzlichtsekunden, dann Jahre,
nichts mehr was blendet,
und trotzdem so hell.
Aufeinander gesetzt,
nur ganz wenig verloren,
nach all der Zeit ist
es immer noch so schön.

Weiß nicht, wie lang es noch gut geht,
lebenslang lieben ist schwer.
Weiß nicht, was uns nach bevorsteht,
doch wir werden uns täglich mehr,
wir werden uns täglich mehr.

Sind wir auch weit entfernt,
wir treffen uns bald wieder,
an dem Punkt, um den
wir unsere Kreise zieh`n.
Und wenn auch manchmal etwas falsch
beim anderen ankommt,
ist da genug Vertrauen
lange schon geliehen.

Zweifel sind irgendwie nötig,
wer fühlt sich wohl ohne Netz am Trapez.
Aufeinander gesetzt, und
gewonnen bis jetzt.
lch wünsch` uns,
daß es immer wieder glückt.

Weiß nicht …

Wir brauchen uns täglich mehr
Wir lieben uns täglich mehr
Wir fassen uns täglich mehr
Wir trauen uns täglich mehr
Wir werden uns täglich mehr

Tränen im Kissen

Es ist spät, Du bist immer noch aus
Und ich mach mir schon Sorgen um Dich.
Mit wem und wo bist Du, das krieg´ ich schon raus
Oder mach ich mich lächerlich?

Ich hab´ doch Verständnis
Ich hab´ doch Vertraun
Warum krieg´ ich dann ´ne
schlaflose Nacht
Dein Flüsterton, heut´ am Telefon
Hat mich misstrauisch gemacht.

Gibt es doch ein Geheimnis,
das mich trifft
bin ich zu spät aufgewacht
oh – ich will es jetzt wissen
nein, ich will es nicht
mir wird übel bei diesem Verdacht
ich hab´ lange nicht mehr
mit Dir gelacht.

Da sind Tränen im Kissen
Dünn und verletzbar die Haut
Ich will Dich nie mehr vermissen,
die Eifersucht hat Liebe abvertraut.

Vielleicht bild´ ich mir alles nur ein
Jedes Wort, jeder Blick ein Beweis
Für die Schuld
Oder ob ich nur übertreib.
Ich fühl´ mich außen kalt,
innen heiß.

Vielleicht will ich auch zuviel Sicherheit
Wo es einfach keine gibt.
Aber sag mir, wo lernt man
So cool zu sein,
wenn man angst hat, man verliert
was man liebt.
Wenn ich Angst hab´, ich verlier,
was ich lieb.

Da sind Tränen im Kissen
Dünn und verletzbar die Haut
Ich will Dich nie mehr vermissen,
die Eifersucht hat Liebe abvertraut.

War das alles ein Missverständnis?
Du hast Dich so weit von mir entfernt.
Was? Weil ich so abweisend war?
Ich hab´ das alles in den
falschen Hals gekriegt.
Ich Kindskopf
Ich hab Dich lieb
Ich hab Dich lieb!

Traumbild

In einem Schlaf entsteht ein Traum
in einem Traum entsteht ein Bild
das Bild zeigt Wiese, Wald und See
im Sommer grün, im Winter Schnee
Der Traum ist gut, der Traum ist schön
Frieden wiegt den Schlaf
doch wie bedrohlich, das Traumbild
es verändert sich rasch
Der Wald, er wird gerodet
der See, der trocknet aus
die Wiese wird zertrampelt
von der großen Menschenschar
Die ganze Gegend wird umhüllt
von einem Schleier aus Beton
im Sommer grau, im Winter grau
die neue Stadt steht schon
Und jetzt liegen alle Menschen
Zuhause in ihren Betten
und träumen von dem kalten grau in grau
das sie überall umgibt
Der Traum ist unruhig, der Traum ist nicht schön
Kälte stört den Schlaf
beklemmend wirkliche Vision
vom Traum in grau, der Traum wird nie mehr froh
Der Traum ist unruhig, der Traum ist nicht schön
Wirklichkeit stört den Schlaf
und es entsteht in keinem Schlaf ein Traum
und in keinem Traum entsteht ein Bild

Treib mich weiter

Warum hast Du sie verlassen und verläßt Du auch noch mich
sie hasten durch die Straßen und verlieren ihr Gesicht.
Sie sind bequem, gefügig, schlafwandeln durch die Korridore
nur noch Brot und Spiele, ist das wirklich schon genug ?
Ist der Weg zu weit
jedes In– und Aus sich geh´n verlorne Zeit.
Auf meiner Reise gab es wirklich viel zu seh´n
Hab´ vermutlich bei der Eile glatt die Hälfte überseh´n.
Und die schnell erreichte Ziele machen träge, satt
das Blut wird müde. Wo ist die Windmühle, gegen die ich kämpfen kann ?
Sag mir wie, nicht wann
Sag mir, was ich wirklich kann
Mächtig viel Theater, tief drin im Labyrinth
abseits der irren Wege, die vorgezeichnet sind, oh Bitte
Treib mich weiter
Gib mir meine Hoffnung zurück
Führ mich in Versuchung und hilf mir
Zeig mir mehr als billiges Glück
All die Tiere folgen dem Instinkt
fraglich, was die Menschheit unserer Mutter Erde bringt.
Ein großes Segen–Fluch–Getriebe
voller Lust und Liebe, Leid und Lüge
wenn ich mich betrüge, betrüg ich dann auch Dich ?
halt den Atem an
frag mich bitte nicht wie lang
Die Wahl der Qual ist schwierig, wie hätten sie´s denn gern ?
Bin ich nur ein Stückchen Schale allein weit ab vom Kern ?
Treib mich weiter…
Manchmal hör´ ich seltsame Lieder, die hin und wieder
in mir drin das Weiter suchen
Es klingt nach oben, es klingt nach vorn
Ich hab´ die Gabe – zum Glück – noch nicht verlor´n
Treib mich weiter….

Ungeheuer

Du weißt nicht, ob ich bin, was ich scheine
Du weißt nicht, wer ich gerne wär
Du weißt auch nicht, wie ich dies und das meine
Denn alles geb ich nicht her

Ich singe gern, und für mich ist das wichtig
Und es ist schön, wenn´s Dir genauso geht
Glaub mir, ich geb mir Mühe, und es scheint richtig
Was hinter alledem steht

Angehimmelt, ohne Zweifel bewundert
Da wächst die Angst, daß ich enttäuschen kann
Ich sing nur ein Lied, und Du erwartest ein Wunder
Wo hört das auf, und was fängt dann an ? Hey !

Ich bin kein Heiliger, ich bin auch kein Ungeheuer
Es geht mir besser, wenn ich ehrlich bin
Bin nicht genial, doch vor allem auch nicht bescheuert
Ich hab ein Recht auf meinen Eigensinn, oh ja !

Da !!! Sie haben mich ertappt beim Essen
Mit der Spaghettisoße auf dem Kinn
Verdammt !!! Ich hatte g´rade wieder mal vergessen
Daß ich ja öffentlich bin

Hoch gelobt in den goldenen Käfig
Der Weg nach draußen wird bedenklich schmal
Da muß ich wohl durch, denn das bin ich Euch schuldig
Kleb mich am Boden fest, wer ist normal ? Hey !

Ich bin kein Heiliger, ich bin auch kein Ungeheuer
Es geht mir besser, wenn ich ehrlich bin
Bin nicht genial, doch vor allem auch nicht bescheuert
Ich hab ein Recht auf meinen Eigensinn, oh ja

Vereint

Enthülle Deinen Venusleib
Dein Blick in meinem Blick verweilt
nichts ist, was uns jetzt noch abhält
ich umarme durch Dich die ganze Welt

Und zärtlich fühl ich Deine Haut, das Haar, die Lippen
und die vielen kleinen Wundere, die ich auf`s neu` entdecke
Dein Duft, die Wärme, Bewegungen, alles fließt in eins
und führt uns süß, verführerisch vereint zu dieser
wahnsinns Explosion

Vermiss Dich

Die Tage ziehen
wieder schneller vorüber
und ich schlafe ganz gut
Die Tabletten, ja, die
brauch ich nicht mehr
ich bin ruhig
alles wird wieder gut

ich sitz im weißen Zimmer
rede über Dich und
was da war
Der Mann mir gegenüber
macht mir meine
Fortschritte klar

Denn ich vermiss Dich
vermiss Dich
nicht mehr so sehr
ja ich vergess Dich
vergeß Dich
jeden Tag mehr
jeden Tag ein bisschen mehr

Ich war am Ende
war ein sinkendes Schiff
war fertig mit der Welt
ein tragischer
ein tiefgefallener
liebeskranker Held

Doch Du würdest ziemlich staunen
wie gut ich mich erhole
ab und an
ja da gelingt es mir
zu zeigen
daß ich noch und wieder
lächeln kann
Denn ich vermiss Dich…

Ich hab es wiedergefunden
es war gebrochen, entzwei
doch es schlägt einfach
weiter und weiter
als wäre nichts schlimmes dabei
als wäre nichts schlimmes dabei
es schlägt, als wäre nichts schlimmes dabei

Ich vermiss Dich…

Ich vergess Dich nie so ganz

 

Viel zu lang zu gut gegangen

Ich hab´ dir in die Wüste Wasser gebracht
du hast mich aus dem Gletscher befreit
Wir haben uns zusammen durch die Sümpfe gekämpft
erschöpft, doch zu allem bereit

Wir haben viel gelacht und viel geweint
der Weg war hart, die Herzen ganz weich
Wir haben soviel Liebe aufgetankt
und schließlich die Oase erreicht

und hier sitzen wir schon lange
und warten, was passiert
und die Angst sitzt uns im Nacken
daß die Liebe sich verliert
Denn stilles Glück allein
das kann es auf die Dauer auch nicht sein
nichts für uns

Es ist uns viel zu lang zu gut gegangen
gar nichts tut mehr weh
Tu doch bitte was, was ich nicht versteh´
Es ist uns viel zu lang zu gut gegangen
Ich will es wieder spür´n
Ich will endlich wieder meine Fassung verlier´n

Wir sind uns so sicher füreinander da
zum Streiten und Versöhnen zu matt
Wir haben fast vergessen was Hungern heißt
Wir sind vor lauter Liebe zu satt

Doch ich will das Feuer und die Asche
und nicht nur etwas Glut
Ich will den Rausch und auch den Kater
unser ganzes bißchen Mut
Denn stilles Glück allein
das kann es auf die Dauer auch nicht sein
nicht für uns

Es ist uns viel zu lang zu gut gegangen
gar nichts tut mehr weh
Tu doch bitte was, was ich nicht versteh´
Es ist uns viel zu lang zu gut gegangen
Ich will es wieder spür´n
Ich will endlich wieder meine Fassung verlier´n

Walzer für Dich

Ein Name und Zahlen auf einem Stein ein Kreuz,
eine Kerze und Blumen dabei bescheiden und still,
versöhnlich und schlicht kein Ort an dem man
Belangloses spricht · Letzte Ruhe, Du hast dran
geglaubt die Seele zu Gott, der Körper zu Staub
ich wünsch, dass Du recht hast, das wäre tröstlich
dann weißt Du ja jetzt, ich vergesse Dich nicht · Wir
haben gestritten, uns angebrüllt uns weh getan,
Fehler gemacht doch verzeihen, versöhnen, den
anderen verstehen hast Du mir beigebracht ·
Refrain: Und jetzt steh ich hier und bin nah bei Dir
ja ich seh Dich noch tanzen im 3/4 Takt mit Mama
im Arm wie Ihr beide laut lacht das Gute verinnern,

das blieb Du warst mein Papa, ich hatte Dich
lieb · Die wenigen Prügel, die hab ich verziehn und
auch manche Rede ohne jeden Sinn mit Lob hast Du
ehrlich gesagt oft gegeizt dafür hab ich Dich bis
aufs Blut gereizt · Als ich als Kleiner das Fußballtor
dann als Großer die Töne gut traf spätestens da
fühltest Du Dich belohnt zum Glück und nicht
bestraft · Refrain:… weißt Du das Papa, ich hatte
dich lieb · Bist am Ende der Krankheit erlegen in
friedlich, erlösendem, schmerzlosem Schlaf man
kann doch nicht alles haben im Leben hast Du oft
gesagt und ich hab nur gelacht doch glaub mir, ich
hab nachgedacht · Refrain:… glaube mir Papa, ich
behalte Dich lieb

Was ist passiert?

Ich hör die Glocken schlagen zähl die Schläge durch
die Nacht ich hab Angst einzuschlafen hab mir
jeden Traum zerdacht · Fühl mich wie im
Wartezimmer und mein Magen rebelliert das ist
nicht mehr so wie immer dass es sich irgendwie
beim Aussitzen verliert · Mir ist schwer zumute
niemand, der die Wunden leckt alles Leichte, Gute
hat sich abgewendet, hat mich in Gewissenshaft
gesteckt · Refrain: Was ist passiert was ist nur
passiert sich zu freuen ist so schwierig wenn man
friert was ist passiert was ist nur passiert wenn
sich die Lebenslust verliert was ist mit mir passiert? ·
Es geht nicht um die Fehler und es geht
auch nicht um Schuld doch bevor ich implodiere
verlier ich besser die Geduld · Du hast alles gegeben
und die Kinder sind gesund doch der Stillstand meines
Lebens macht mich taub und satt und innendrin
ganz wund · Mir ist schwer zumute hab ich nur
an mich gedacht? Alles Leichte, Gute wünsch ich
Dir und mir am Ende einer langen, finsteren Nacht
· Refrain: Was ist passiert was ist nur passiert
sich zu freuen ist so schwierig wenn man friert
was ist passiert was ist nur passiert wenn sich die
Lebenslust verliert was ist mit uns passiert? · Alles
schien in bester Ordnung alles war doch so schön
geplant trotzdem wird die Luft knapp und der
Spielraum eng und die verkrampfte Seele will den
Knoten lösen, fragt, wo geht die Liebe hin? Warum nur
fühlt man anders als man denkt? · Refrain:…

Weil Du bei mir bist

Die schönste blaue Stunde
Wär nur halb so schön
Und würd vielleicht sogar
Von mir fast unbemerkt vergehen

Die besten meiner Worte
Oh, die hätt ich nie gesagt
Und mein Leid, das wär jetzt doppelt
Hätt´ ich`s Dir nicht geklagt

Mit Dir geht alles besser
Mit Dir geht´s mir gut
Das zwischen uns wird fester
Braucht nur ein bisschen Mut
Und dafür gibt’s den besten Grund

Ref. Weil Du bei mir bist
Wenn das Leben weint
Weil Du mich vermisst
Auch wenn die Sonne scheint
Weil Du mit mir gehst
Weil Du zu mir stehst
Deshalb lieb ich Dich
Und noch viel mehr

Dass reden wichtig ist
Das hab ich schon gewusst
Doch Dir sogar gern zuzuhören
War neuentdeckte Lust

Mit Dir macht auch noch Lästern Spass
Manchmal tut das gut
Ja eben, das ist halb so schlimm
Wenn man`s gemeinsam tut

Du kannst mir`s Wasser reichen
Und ich saug es auf
Und das darf so bleiben
Ja ich freu mich drauf
Denn dafür hab ich jeden Grund

Ref. Weil Du bei mir bist
Wenn das Leben weint
Weil Du mich vermisst
Auch wenn die Sonne scheint
Weil Du mit mir gehst
Weil Du zu mir stehst
Deshalb lieb ich Dich
Und noch viel mehr

C.: Jeder Blick, jede einfache Geste
Ist ein Schlüssel zum echten Verstehen
Jedes Wort, jeder Kuss
Ist ein Zeichen
Kann uns helfen
Uns genau zu sehen

Weißt Du noch

Schubladenfach–Geheimnis,
vergilbtes Stückchen Brief
fließt durch meine Finger,
rüttelt wach, was lange schlief.
Zeilen voll Erinnerung,
von bittersüß bis lieb. Und Blickrichtung nach damals,
staun` ich, was davon alles blieb.

Deine Mutter horcht vorm Zimmer,
und wir schmusen durch den Raum.
der allererste Zungenkuß,
so feucht wie nachts der Traum.
Ein Strom aus Neugier hat die
Spannung weiter aufgebaut
zur ersten Abenteuerreise
auf deiner nackten Haut.

Weißt du noch, wie die Erde sanft gebebt hat
Weißt du noch, Fingerspitzen, Haut und Haar.
Weißt du noch, wie verrückt das Herz geklopft hat.
Weißt du noch, wie das war?
Weißt du`s noch?

Gedächtnislücken, nur das Gute bleibt, die Jahre gehn.
Ob ich dich wohl noch kenne? Zulange nicht gesehn.
Wo lebst du jetzt, wen liebst du? Besser so, ich weiß es nicht.
Vielleicht wär`s ne Enttäuschung, wenn man sich zufällig trifft.

Ich spür` noch diesen Stehblues. Oh, die Hände wandern los.
Zum ersten Mal die reine Lust, und nicht nur die ist groß.
Daß Liebe nicht im Kopf passiert, wenn man sich so berührt,
und daß dann die Funken sprühen, hab` ich damals kapiert.

Weißt du noch…

Himmel ohne Wolken. Wir waren nicht von dieser Welt.
Alles war so einfach. Schade, daß sowas nicht hält.
Paradies–Sekunden, die uns keiner nimmt.
So wird`s nie mehr werden, so neu und unbedingt.

Weißt Du wie

Weißt Du wie er das macht
Dass er immer lacht
Dass Begeisterung in uns erwacht
Dass er tanzt und sprüht
Und alles um sich dreht
Obwohl das Wasser Ihm
Bis zum Halse steht

Weißt Du wie Sie das schafft
Und welche Kraft
Aus Ihren leidgeprüften Augen lacht
Wie sie liebenswürdig faucht
Und zeigt
Dass die Seele springt
Wenn auch der Körper streikt

Weißt Du wieviel Sterne
Über Nacht verglühn
Weißt Du wieviel rote Rosen
Allzu schnell verblühn
Weißt Du wieviel Zeit man
Einfach so (vergeudet und) vertreibt

Sie kommt nie zurück
Drum kümmer Dich um die,
die Dir noch bleibt

Weißt Du wie Sie das meint
Dass wenn Sie träumt
Sie nichts, nichts, gar
Nichts versäumt
Denn Sie reist doch nur
Das liegt in Ihrer Hand
Aus Ihrem irgendwo
Ins Abenteuerland

Weißt Du wie er das tut
Das braucht schon Mut
Im Ernstfall kostet das sein Blut
Doch es ist Ihm zu wichtig
Als dass er schweigt
Und wie die anderen
Die kalte Schulter zeigt

Wenn Du da bist

Diese Art Glanz in ihren Augen
hab` ich zuvor noch nie geseh`n
Sie strahlt von innen her
von da wo du noch wohnst

Seit ich von Deiner Ankunft weiß
wart` ich auf die neue Zeit
steht meine Welt mir Kopf
denn 1+1 gibt 3

Die Welt, die auf Dich wartet
ist nicht wie sie gerne wär – nein
doch das hat Zeit, nur keine Angst
Du kannst Dich wirklich trau`n

Vier Hände voller Liebe streicheln sich um dich,
und ich schwör dir: deine Mutter ist ne klasse Frau.

Wenn Du da bist
Wenn Du Licht siehst
und das zum allerersten Mal

Wenn sie Dich sieht
Wenn Du mich siehst
dann glaub` ich, werden Wunder wahr

Wir steh`n Dir bei, wir zwei
Wir steh`n Dir bei, aus zwei mach drei

Du bist das größte Abenteuer
Du hast mir gerade noch gefehlt
Sie trägt Dich voller Stolz
in ihrem wunderschönen Bauch

Fühl Dich nur wohl um Deine Haut
Deiner Mutter anvertraut
bleibt Deine Welt noch klein
und Deine kleine Seele rein

Daß etwas schief geh`n könnte
klar, das macht uns etwas Angst
Doch was auch immer sein wird
wir freuen uns so auf Dich
ich bin bei Dir
und Deine Mutter schaukelt Dich schon raus

Wenn Du da bist
Wenn Du Licht siehst
und das zum allerersten Mal

Wenn sie Dich sieht
Wenn Du mich siehst
dann glaub` ich, werden Wunder wahr

Wir steh`n Dir bei, wir zwei
Wir steh`n Dir bei,

Ich kann Dir noch nicht helfen
Ich kann Dich noch nicht seh`n
Ich kann nur ganz viel an Dich denken
und Du kannst mich singen hör`n

Wenn Du da bist
Wenn Du Licht siehst
und das zum allerersten Mal

Wenn sie Dich sieht
Wenn Du mich siehst
dann glaub` ich, werden Wunder wahr

Wir steh`n Dir bei, wir zwei
Wir steh`n Dir bei

Wenn Du groß bist

langsam krabbelt sie
und grabscht auf dem Teppich
nach den Mustern, die sie sieht
sie macht sich auf den langen Weg
der sie quer durch´s Zimmer
bis zu ihrer Blechtrommel führt

sie spiegelt sich im matten Blech
und kriegt große Augen
ich wüßt´ so gerne was sie gerade sieht
ich werd´ fast etwas traurig
ich hab´ kleine Augen
bin leider nicht mehr so schnell fasziniert

wenn sie schreit
wenn sie lacht
kann man spüren
daß da noch keiner ´was verbogen hat
schrei weiter so
lach weiter so
bleib so

wenn du groß bist
kleine Frau
ist alles was bunt war
vielleicht schon ganz grau
wenn du groß bist
kleiner Mann
ist alles was brennen kann
vielleicht verbrannt

kräftig trommelt er
die kleinen Fäustchen sagen
komm doch bitte her
er packt mich
mit seiner kleinen Hand
an meinem großen kleinen Finger
er zieht ihn zu sich ´ran

er sieht ihn an
als ob er eines der Weltwunder wär´
und drückt und nuckelt vorsichtig daran
wie er das so macht
krieg´ auch ich große Augen
ich schau´ mir nämlich grad´ ein Wunder an
wenn er schreit
wenn er lacht
kann man spüren
daß da noch keiner ´was verbogen hat
schrei weiter so
lach weiter so
bleib so
wenn du groß bist
kleiner Mann
ist alles was brennen kann
vielleicht verbrannt
wenn du groß bist
kleine Frau
ist alles was bunt war
vielleicht schon ganz grau

Wenn sie diesen Tango hört

Sie sitzt auf ihrem alten Sofa
aus der Wirtschaftswunder–Zeit
Zwei Glückwunschkarten auf dem Tisch
Dallas ist längst vorbei
Alles Gute zum einundsechzigsten
liebe Omi, tschüs, bis bald
Die Kinder sind jetzt groß und außer Haus
Die Wohnung ist oft kalt.

Irgendwas hat sie immer zu tun
sie teilt sich die Hausarbeit ein
und jeden Abend schaltet sie ab
und das Fernsehen ein
Das war nicht immer so
erst seit sie allein ist
seit ihr Mann starb
den sie mit feuchten Augen vermißt

Sie hat so gern getanzt mit ihm
und manchmal, wenn´s zu sehr weh tut
legt sie ihre alte Lieblingsplatte auf
und tanzt ganz für sich

Wenn sie diesen Tango hört,
vergißt sie die Zeit
Wie sie jetzt lebt ist weit, weit entfernt
wie ein längst verglühter Stern

Aus der Heimat verjagt und vertrieben
nach Hitlers großem Krieg
Sie hat kräftig mitbezahlt
für den deutschen Traum von Sieg
Dann der lange harte Wiederaufbau
für ein kleines Stückchen Glück
Das lang ersehnte Eigenheim
Kinder für die Republik

Die sollten´s später besser haben
darum packte sie fleißig mit an
So bliebt ihr oft zu wenig Zeit
für sich und ihren Mann
Ein ganzes Leben lang zusammen
gelitten, geschuftet, gespart
Jetzt wäre´ doch endlich Zeit für mehr
jetzt ist er nicht mehr da

Wer hält die Welt

Genutze Dinge
geteilte Zeit
gefühlte Nähe
Abstand weit
Komm, berühr mich
Seelenschein
nebeneinander, bleibt allein

Wer hält die Welt
Wer hält die Welt

Wer verändert
Wer geht durch die Tür
Wer hat den Glauben
wenn nicht wir
wer kann bewegen
was uns bewegt
und dem erliegen
was uns liebt

Wir halten uns fest
weil wir uns erkannt haben
halten uns fest
wie wir uns oft Halt gaben
und es ist uns ein Fest
Seit diese Liebe Gestalt annahm
wir vergessen den Rest
auf den es sowieso nie ankam
Wir halten uns fest

Wir schaffen Neues
im Augenblick
im immer jetzt und uns
wir kennen diesen Trick
wir lassen nicht mehr los
schwer und leicht
haben uns verbunden
uns erreicht

wer hält die Welt
wer hält die Welt
Und Wir halten uns fest…
Ein Fest wie Du
Dein Kind trägst
ein Fest wie Du
Dich gibst
ein Fest wie Du
mir zuhörst
ein Fest, daß es Dich gibt

Und wir halten uns fest….
Ich halte Dich fest
wie die Sonne die Erde
so fest
wie ich Dich immer halten werde
ganz fest
wir vergessen den Rest
wir halten uns fest

Wieder allein

Du siehst müde aus
Mein Freund, wie geht es Dir?
War die Nacht mal wieder lang?
– ich kenn Dich doch-
Du hast bestimmt `ne Neue, `ne Rakete
die Du uns heute Abend präsentierst

Du siehst traurig aus
So kennt Dich keiner
Ein Held wie Du strahlt alle an
Was ist mit Dir Du bist der tolle Hecht
Die Kumpels Deine Neider
Es gibt doch nichts
Wovor Du kapitulierst

Du warst der einfühlsame Herzensbrecher
Der Mann für (auf) alle Fälle in der Nacht
Verständnisvoll, sympathisch, siegessicher
Und keiner der sich plötzlich Sorgen macht

Ref. Nach all den Jahren
Bist Du Dir endlich
Darüber im Klaren
Dass das alles nichts war
Mit Deinen Damen
Es ist hart begehrt zu sein
Und deshalb ist der arme
Graue Kater wieder allein

C:
Der Prinz sucht
die Prinzessin
Es geht nur um das wie
Hoffnung, die gibt es
Nicht nur im Märchen
Besser spät als nie

Von A wie Annabel
Bis V wie in Verena
Hast Du das Alphabet
Fast komplett geknackt
Der Reiz des Neuen hat Dich angezogen
Die Langeweile kam dann splitternackt

Der erste Lack am bröckeln, Zeit
Zeichen
Der Spiegel zeigt das Grauen
Erstmal nur im haar
Einsam durchwachte Nächte
Lassen fragen
Ob alles wirklich so in Ordnung war

 

Wiedersehen

ch ertrage die Tage

die Stunden, Sekunden

ich zähl auf Dich

Ja die Zeiten sind hart

Alle warten auf Wunder

Ich wart auf Dich

Bis wir uns wiedersehen…

Wie sich alles verändert

Was wird wohl wenn Du wieder

bei mir bist

Lass uns bitte nicht lügen

und sagen wir hätten uns

nicht vermisst

Wenn wir uns wiedersehen…

Und ich werd Dir alles beichten

Was es nur zu beichten gibt

Und ich werd Dein Herz erweichen

Bis es Not-kapituliert

Wenn wir uns wiedersehen…

All die Sorglosigkeit ging verloren

Weil die Welt nicht

den Plan erfüllt

Ja wir brauchen Beweise dass

Unser Versprechen auch

jetzt noch gilt

Wenn wir uns wiedersehen…

Ich werd Dir alles beichten

Was es nur zu beichten gibt

Und ich werd Dein Herz erweichen

Bis es Not-kapituliert

Wenn wir uns wiedersehen…

Uns gegenüberstehen

Uns in die Augen sehen

Ob wir uns immer noch verstehen?

 

Winter 59

 

Wie wärst Du heute

Was hättest Du gedacht

Was hättest Du denn anders

Anders gemacht

 

Wärst Du mir ähnlich

Was wär dein Ziel

Zufall und Schicksal, der Weg

Verstand Gefühl

 

Wieviel steckt von Dir in mir

Wieviele offene Fragen

Bin ich an Deiner Stelle hier

War alles übertragen

 

Welche Rolle spielst Du noch

Jetzt nach all den Jahren

Hätten wir uns geliebt, gemocht

Ich werd es nie erfahren

 

Winter 59

im Wirtschaftswunderland

3 Kinder warn genug

und Du warst spät als 3. dran

 

5 Monate im Bauch nur

bis Dein Herz still stand

2 Jahre später kam dann ich

für Dich im Leben an

 

Dann kam ich

für Dich

 

Wenn es Dich gäbe

Gäbe es mich nicht

Nicht meine Seele

Meine Stimme, mein Gesicht

 

Es gab die Leere

Nicht mal ein Grab

So was wie echte Trauer

blieb Dir versagt

 

Dann kam ich und füllte auf

Und in diese Lücke

Wuchs mit mir ein Babybauch

Als Familienbrücke

 

Über die man gerne ging

Ich trug gern die Last

Ganz unbewusst, den tieferen Sinn

Hab ich spät erfaßt

Wir sind immer noch da

IAls das alles losging hätte ich nie gedacht,
Dass ich das hier einmal schreib,
Denn die Chance war klein,
Dass das alles gelingt und bleibt.

Doch es gab einfach nichts was uns besser gefiel
Und wir wollten nicht feige sein,
Also machten wir los
Und wir fraßen den Dreck
Spaß gab´s obendrein.

Und die ganzen kurzen Jahre,
Geh´n als Film an mir vorbei
Und ich mein es wenn ich sage,
Bis hierher war´s vom Feinsten,
Ich bin stolz, ich war dabei.

Ref.: Wir sind immer noch da,
immer noch am Leben.
Wir sind immer noch da,
immer noch durch nichts und niemand stumm zu kriegen,
So wie es immer war,
Wir sind immer noch da!

Manche finden es geil ein Arschloch zu sein
Und vielleicht noch Egoist
Und sie glauben, daß Geld ihr Hirn ersetzt –
Wir nicht!

Manche sind einfach lustig
Auf Teufel komm raus,
Verarschen ist doch Pflicht
Manche machen dabei vor nichts mehr Halt –
Wir nicht!

Und wir können es nicht lassen,
Das hat uns hierher gebracht,
Manches war auch kaum zu fassen,
Doch wir haben was am Besten ist,
Oft zuletzt gelacht.

Ref.: Wir sind immer noch da,
immer noch am Leben.
Wir sind immer noch da,
immer noch durch nichts und niemand stumm zu kriegen,
So wie es immer war,
Wir sind immer noch da!

Wer uns mag dem sei versprochen,
Wer uns nicht mag dem gedroht,
Es gibt weiter auf die Ohren,
„We`re still standing after all these years“,
Wir sind immer noch da

Ref.: Wir sind immer noch da…………..

Wunderschön

Augen zu schon erscheint dein Bild
Das sich in mir weitermalt
Das sich dauernd verändert
Und noch feiner erscheint
Je länger ich es mag

Wie Du bist sind die Farben
Wie Du lachst ist das Licht
Und der Grund warum es fließt
Und was Du sagst sind Zauberformeln
Damit darum ein Kreis sich schließt

Ich seh Dich vor mir
Ganz egal wo Du bist
Ich seh Dich vor mir wie Du
wirklich bist
Oh bitte kneif mich
Manchmal glaub ich`s kaum
Kneif mich – ne das ist kein Traum
Das Du das bist
Dass Du neben mir liegst

Ref. Du bist wunderschön
Ich kann in Dir Dein Wunder sehn
tief in Dir drin
Für mich bist Du einfach wunderschön
Dich anzusehen in Dich zu sehen
Sich bei – und mit und ineinander
So wie jetzt verstehen
Das ist – Du bist
wunderschön

Erst die Zweifel und die Fragen in Dir
Ergänzen Bild und Form
Erst die Schatten zeigen den tiefen Grund
Viel mehr als nur die eine Dimension

Ich hab Dich Wort für Wort richtig kennen gelernt
Schein und Sein für mich entdeckt
Und Du hast Tag für Tag
und Nacht für Nacht
Meine Lust und meine Neugier geweckt

Ich kann Dich sehen
wie nur ich Dir seh
Ich will Dich sehn wie Du Dich
selbst auch siehst
Ach Du weißt es,
ja ich brauche Dich
Ich versprech Dir, ich vergesse mich
Wenn Du wie jetzt so neben mir liegst

Ref. Du bist wunderschön
Ich kann in Dir Dein Wunder sehn
tief in Dir drin
Für mich bist Du einfach wunderschön
Dich anzusehen in Dich zu sehen
Sich bei – und mit und ineinander
So wie jetzt verstehen
Das ist – Du bist
wunderschön

Wünsche

Ich wünsch mir für die Krankenschwester

mehr Lohn und mehr Dankbarkeit

Sie pflegt Euch ihr Nadelstreifenherrn

Ich wünsch mir für den freiwilligen Helfer

mehr Aufmerksamkeit

Wer opfert seine Zeit schon wirklich gern

Ich wünsch mir dass der Papst

endlich seine Chancen nutzt

und unfehlbare Fehler offen eingesteht

Ich wünsch mir dass die Liebe

einen Siegeszug durchs Leben hält

Und aller Welt den Kopf richtig verdreht

Ich wünsch Dir Volksvertreter

und Dir Kapital- und Geldanbeter

Ein Gewissen das sich nicht bescheissen lässt

Ich wünsch Dir Mutter Erde

die Geduld uns auf Dir auszuhalten

Halt an der Idee vom Menschen fest

Ich wünsch mir dass ich meinen Kindern

irgendwie erklären kann,

wie Gute und wie Böse funktionieren

Wenn mangels Vorbild und Vernunft

die mediale Grausamkeit

wenn Geld und Respektlosigkeit regieren

Ein Wunsch hält Dir die Leiter

Öffnet Türen,

Wünsche

bewegen und berühren

Ref. Reich mir Wasser

Zeig mir Sonne

Schenk mir noch Vertrauen

Gib mir Hoffnung

Leih mir etwas

Liebe um darauf zu bauen

Und dann halt mich einfach fest

Mach mich krisenfest

Das wär wirklich große Kunst

Oder bleibt es nur ein Wunsch

Wut im Bauch

Wenn der Kleine keine Chance hat
Wenn Versprechungen Lügen sind
Wenn es das Böse reich und gut hat
Wenn die Guten meist die Blöden sind

Dann ist klar, daß das Klima
Reichlich frustig werden kann
Denn wer nichts zu verlier´n hat
Der kommt schlimm drauf, ist übel dran

Die Angst im Genick, ein Niemand zu sein
Die eig´ne Ohnmacht spür´n
Es fehlt nur ein Kick, und der Druck wird frei
Die Rücksicht am Verlier´n

Aggressionen ohne Richtung ohne Ziel
Und es wächst die Wut im Bauch
Keine Lösung, kein Ventil
Und es wächst die Wut im Bauch

Wie lange noch, bis der Kragen platzt
und bis die Faust sich ballt ?
Sie ist so häßlich und sie grinst eiskalt
Die Fratze der Gewalt – Wut im Bauch

Wenn Du manchmal aggressiv bist
Dann, denk ich, ist das ganze normal
Denn wer in dieser Welt nie ne Wut kriegt
Dem ist vermutlich alles scheißegal

Benutz Deine Wut und saug daraus Kraft
ne wilde Energie
Aus Hitze und Blut wird Strom gemacht
Du mußt nur wissen, wie

Aggressionen ohne Richtung ohne Ziel
Und es wächst die Wut im Bauch
Keine Lösung, kein Ventil
Und es wächst die Wut im Bauch

Wie lange noch, bis der Kragen platzt
und bis die Faust sich ballt ?
Sie ist so häßlich und sie grinst eiskalt
Die Fratze der Gewalt

Schrei´ nur, schrei´
Tob Dich aus zur Musik
Lauf nur lauf
Kämpfe, kämpf um Dein Glück

Schrei nur, schrei für Dein Recht
Und tob Dich aus zur Musik
Lauf nur, lauf um den Sieg
Und kämpf ums Glück, doch bitte tu keinem weh

Aggressionen ohne Richtung ohne Ziel
Und es wächst die Wut im Bauch
Keine Lösung, kein Ventil
Und es wächst die Wut im Bauch

Wie lange noch, bis der Kragen platzt
und bis die Faust sich ballt ?
Sie ist so häßlich und sie grinst eiskalt
Die Fratze der Gewalt

Aggressionen, schrei sie raus „Hals kommen“
die ganze Wut im Bauch
Schrei sie raus, die ganze Wut im Bauch
Schrei sie raus, schrei sie raus
Schrei sie raus, schrei sie raus
Die Wut im Bauch

Share on Facebook0Tweet about this on TwitterEmail this to someone